Prozessor: AMD zahlt 12 Millionen Dollar wegen Bulldozer-Falschwerbung

AMD bewarb die Bulldozer-Plattform bei ihrem Erscheinen 2011 mit acht Kernen. Dies führte zu einem Gerichtsverfahren. Die Anklage lautete: Bulldozer sei kein Octacore gewesen. Für 12 Millionen US-Dollar einigte sich das Unternehmen nach langer Zeit mit den Verfahrensbeteiligten.

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AMDs Bulldozer sollte ein Brecher sein und wurde wohl deshalb so genannt.
AMDs Bulldozer sollte ein Brecher sein und wurde wohl deshalb so genannt. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

AMD hat den Streit um die Bulldozer-Plattform für 12,1 Millionen US-Dollar geschlichtet - 35 US-Dollar pro verkauftem Chip. In einer Sammelklage von Käufern war dem Unternehmen vorgeworfen worden, falsch für die CPUs zu werben, wie das Magazin Seeking Alpha mit Berufung auf das britische Magazin The Register berichtet. Der Hersteller hatte die Plattform zum Releasezeitpunkt im Oktober 2011 als ersten Achtkerner auf der Welt beworben.

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Die von AMD verwendete Technik nutzt acht Kerne, die sich allerdings einige Elemente teilen und daher in mehreren Modulen zusammengefasst wurden. Jeweils zwei Integer-Einheiten teilen sich eine Floating-Point-Einheit und zum Release auch den L1I/L2-Cache. Dieser ist an einer vernünftigen Leistung einer CPU nicht unerheblich beteiligt, da darauf Instruktionen eingereiht werden. Die Kerne aktueller CPUs aus AMDs-Zen-2-Architektur oder etwa Intels Coffee Lake verfügen über ihre eigenen dedizierten Ressourcen.

Aktie bleibt stabil

Im Januar 2019 hatte sich AMD gegen die Klage ausgesprochen. Eine signifikante Mehrheit habe der Herstellerdefinition eines CPU-Kernes zugestimmt. Der zuständige Richter fand diese Begründung allerdings nicht ausreichend, so dass das Verfahren erst vor Kurzem beendet wurde. Eingeleitet wurde der Prozess bereits vor vier Jahren.

Der Prozess scheint kaum Auswirkungen auf den Aktienkurs von AMD genommen zu haben. Derzeit liegt der Wert pro Anteil bei 30,20 US-Dollar. Seit der Ankündigung von Zen 2, der aktuellen AMD-CPU-Architektur, steigt der Kurs stetig. Die neue Generation Zen 2 schafft es, bei produktiven Arbeitslasten Intel-CPUs deutlich zu überholen. Das war zur Zeit von Bulldozer und viele Jahre danach nicht denkbar.

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