Prozess gegen OpenAI: Musk verstrickt sich in Widersprüche zu Teslas KI-Plänen
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Ist Elon Musk bei der Gründung des KI-Unternehmens OpenAI über den Tisch gezogen worden? Mit dieser brisanten Frage beschäftigt sich seit dem 27. April 2026 ein Gericht im kalifornischen Oakland. Mit seiner 46-seitigen Klage(öffnet im neuen Fenster) (PDF) will Musk erreichen, dass OpenAI wieder in eine gemeinnützige Organisation überführt und damit als Konkurrenz zu seinem eigenen KI-Unternehmen xAI ausgeschaltet würde.
Das Geschworenengericht soll klären, ob Musk von OpenAI unter Vorspiegelung falscher Tatsachen dazu gebracht wurde, das Start-up zu unterstützen. Seiner Ansicht nach entfernte sich OpenAI durch die Zusammenarbeit mit Microsoft von dem ursprünglichen Ziel, eine Allgemeine Künstliche Intelligenz (engl. AGI) zum Wohle der Menschheit zu entwickeln.
Musk wollte selbst OpenAI kommerzialisieren
Das Problem an Musks Argumentation: Er selbst unterstützte im Jahr 2017 entsprechende Kommerzialisierungspläne und beanspruchte dazu die volle Kontrolle über OpenAI. Zudem schlug er die Fusion von OpenAI mit Tesla vor, um genügend finanzielle Mittel für die Konkurrenz mit Google bereitstellen zu können. Weil die OpenAI-Verantwortlichen Sam Altman und Greg Brockman das ablehnten, stoppte Musk die Zahlungen an das Start-up.
Nach Einschätzung von The Verge(öffnet im neuen Fenster) hinterließ das Kreuzverhör mit OpenAIs Anwalt William Savitt den Eindruck, Musk habe seine vierteljährlichen Zahlungen an OpenAI eingestellt, weil er nicht die volle Kontrolle über das Unternehmen erhalten würde, und dass er dann versucht habe, es zu schwächen und in Tesla zu integrieren.
Musk widerruft Behauptung zu Teslas AGI-Plänen
Die ersten Vernehmungen Musks am 28. und 29. April 2026 drehten sich daher um die Frage, ob er von OpenAI wirklich getäuscht wurde und ob er nicht selbst das anstrebe, was seiner früheren Überzeugung nach kein kommerzielles Unternehmen tun sollte: eine AGI zu entwickeln.
So schrieb Musk Anfang März 2026 auf X(öffnet im neuen Fenster): "Tesla wird eines der Unternehmen sein, die eine AGI entwickeln." In seiner Vernehmung durch OpenAI-Anwalt William Savitt sagte er nach einem Bericht von Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) unter Eid: "Wir verfolgen derzeit keine AGI." Sollte Musk auf X/Twitter etwa tatsächlich ein überzogenes Versprechen für eine seiner Firmen abgegeben haben?
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