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Musk verliert die Beherrschung

Musk bezeichnete sich in dem Prozess als gutgläubigen "Narren", der von Altman und dessen Vertrauten getäuscht worden sei. "Ich gab ihnen 38 Millionen Dollar quasi geschenkt, mit denen sie ein 800 Milliarden Dollar schweres, gewinnorientiertes Unternehmen gründeten", sagte er laut The Verge.

Savitt konfrontierte Musk mit einem Dokument, in dem er im Jahr 2018 von OpenAIs Plänen für eine gewinnorientierte Struktur informiert worden war. Vor Gericht sagte der Tesla-Chef nun aus, er habe damals nur den ersten Absatz des Dokuments gelesen. "Ich habe das Kleingedruckte nicht gelesen. Wir gehen jetzt auf das Kleingedruckte dieses Dokuments ein", sagte er weiter.

Als Savitt ihn darauf hinwies, dass er laut einer früheren Aussage nicht einmal den ersten Absatz gelesen habe, soll Musk ein weiteres Mal die Beherrschung verloren haben. "Ich sagte, ich habe es mir nicht genau angesehen! Ich habe die Überschrift gelesen!", habe er mit erhobener Stimme geantwortet.

Weitere Widersprüche in Aussagen

In der Vernehmung fielen Musk noch weitere Falschbehauptungen oder überzogene Aussagen auf die Füße. So schrieb er im März 2023(öffnet im neuen Fenster), nachdem OpenAI den KI-Hype mit ChatGPT befeuert hatte, auf X: "Mir ist immer noch unklar, wie aus einer gemeinnützigen Organisation, an die ich etwa 100 Millionen Dollar gespendet habe, plötzlich ein gewinnorientiertes Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 30 Milliarden Dollar geworden ist. Wenn das legal ist, warum macht das dann nicht jeder?"

Auf den Hinweis, dass er in Wirklichkeit nur 38 Millionen US-Dollar gezahlt hatte, sagte er in dem Prozess: "Ich habe meinen Ruf eingebracht. All diese Dinge haben einen Wert."

Solche Widersprüche könnten dazu führen, dass die Geschworenen generell an der Glaubwürdigkeit von Musks Aussagen zweifeln. Zudem hinterließ er bei der Jury laut The Verge keinen guten Eindruck, weil er sich stundenlang weigerte, auf einfache Fragen mit Ja oder Nein zu antworten und "vergaß", was er zuvor schon ausgesagt hatte. Die Einschätzung von The Verge nach den ersten Prozesstagen könnte vernichtender kaum sein. "Ich habe noch nie in meinem Leben so viel Verständnis für Sam Altman gehabt", notierte sich die Reporterin.


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