Abo
  • Services:

Not macht erfinderisch: Unendliche Welten aus Ressourcenmangel

Prozedurale Generierung hat ein Wahrnehmungsproblem. Wenn wir darüber reden, meinen wir verschiedene Dinge. Wer aber ihre Möglichkeiten, ihre Chancen und ihre Zukunft beurteilen will, der muss differenzieren. Wo liegt ihr Potenzial? Was wird damit gemacht?

Kleine Brötchen

Stellenmarkt
  1. 50Hertz Transmission GmbH, Berlin
  2. SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal

Prozedural generieren kann man alles Mögliche. Aber nach Einschätzung von Leonard Ritter war das Verfahren "schon immer in erster Linie auf Terrain-Modellierung konzentriert". Ob Galaxien in Elite oder Wälder aus dem Zauberhut von Speedtree - fast immer beschränkt sich die Zufallsgenerierung auf die Kulissen der Spiele. Und häufig hilft der Zufall nur bei der Vorbereitung einer Umwelt, die eben doch festgezurrt beim Spieler ankommt. Generiert wird also einmalig auf dem PC des Programmierers, alle Spieler sehen dann dieselbe Welt.

Dass prozedurale Generierung überhaupt ein Trend ist, liegt nach Ritters Meinung an der Ressourcennot in der Indie-Szene: "Not macht erfinderisch. Du siehst als Programmierer das Muster hinter der Arbeit und denkst: Das könnte ich auch einen Computer machen lassen. Und dann entstehen Games wie Spelunky, Minecraft, Terraria und kürzlich Starbound."

Andy Hull hat als Programmierer an Spelunky mitgearbeitet. Er hat das Verfahren zur zufälligen Erstellung der Level nicht selbst geschrieben, aber eng mit Schöpfer Derek Yu zusammengearbeitet. Und er hat Großteile der künstlichen Intelligenz im Spiel programmiert. Die große Leistung verortet er nicht in Prozessoren, sondern im Kopf von Yu: "Ich glaube, Spelunky hätte man durchaus auch für das Sega Mega Drive umsetzen können. Schwierig ist es eher, clevere Wege zu erfinden, wie man mit prozeduraler Generierung interessante und nützliche Spielinhalte erschafft."

Hull ist allerdings nicht der Meinung, dass Spelunky etwas über die Möglichkeiten der Technik aussagt. "Natürlich öffnen programmierbare Shader sowie Fortschritte bei Rechenleistung und Speicherplatz neue Möglichkeiten. Ein Open-World-Spiel mit einer zufallsgenerierten Stadt wäre absolut machbar - mit zufällig erstellter Geometrie, Texturen, auch Passanten." Große Möglichkeiten also, die noch nicht ausgeschöpft werden.

Den Traum von kreativen Computern träumt auch Michael Cook. Der wissenschaftliche Mitarbeiter an der Goldsmiths-University in London hat selbst Spiele entwickelt. Vor allem aber lässt er Spiele machen. Er hat Angelina entworfen, ein KI-System, das Spiele entwickeln kann. Er ist mit vielen Indie-Entwicklern vernetzt und sieht große Fortschritte in der prozeduralen Generierung: "Dank der gesteigerten Rechenleistung ist es jetzt schneller möglich, zehntausend Dinge zu generieren und nach etwas Gutem zu durchsuchen."

 Prozedurale Generierung: Computer werden kreativKünstliche Welten mit Hirn: Kreative Computer 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 106,34€ + Versand
  3. 249,90€ + Versand (im Preisvergleich über 280€)

irata 14. Apr 2014

Und wo sieht man, wie die das berechnen? IMO ist das ein ähnlicher Ansatz wie...

irata 11. Apr 2014

Da bin ich auch gespannt. Wenn man bedenkt, dass 1982 für River Raid und Pitfall...

Mandrake0 10. Apr 2014

Alleine die Textur Prozedural zu erstellen ist seit einiger zeit schon fast Standard dank...

HerrMannelig 10. Apr 2014

ja eben, es wird alles vom Programmierer vorgegeben. Mit Kreativität des Computers hat...

Sinnfrei 10. Apr 2014

Limit Theory wird auch komplett prozedural generiert werden. Und es sieht wirklich schon...


Folgen Sie uns
       


Hyundai Ioniq - Test

Wir sind den elektrisch angetriebenen Hyundai Ioniq ausgiebig Probe gefahren.

Hyundai Ioniq - Test Video aufrufen
Klimaschutz: Unter der Erde ist das Kohlendioxid gut aufgehoben
Klimaschutz
Unter der Erde ist das Kohlendioxid gut aufgehoben

Die Kohlendioxid-Emissionen steigen und steigen. Die auf der UN-Klimakonferenz in Paris vereinbarten Ziele sind so kaum zu schaffen. Fachleute fordern daher den Einsatz von Techniken, die Kohlendioxid in Kraftwerken abscheiden oder sogar aus der Luft filtern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Xiaoice und Zo Microsoft erforscht menschlicher wirkende Sprachchat-KIs
  2. Hyperschallgeschwindigkeit Projektil schießt sich durch den Boden
  3. Materialforschung Stanen - ein neues Wundermaterial?

NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test: Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit
NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test
Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit

Unter dem leuchtenden Schädel steckt der bisher schnellste NUC: Der buchgroße Hades Canyon kombiniert einen Intel-Quadcore mit AMDs Vega-GPU und strotzt förmlich vor Anschlüssen. Obendrein ist er recht leise und eignet sich für VR - selten hat uns ein System so gut gefallen.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Crimson Canyon Intel plant weiteren Mini-PC mit Radeon-Grafik
  2. NUC7CJYS und NUC7PJYH Intel bringt Atom-betriebene Mini-PCs
  3. NUC8 Intels Mini-PC hat mächtig viel Leistung

God of War im Test: Der Super Nanny
God of War im Test
Der Super Nanny

Ein Kriegsgott als Erziehungsberechtigter: Das neue God of War macht nahezu alles anders als seine Vorgänger. Neben Action bietet das nur für die Playstation 4 erhältliche Spiel eine wunderbar erzählte Handlung um Kratos und seinen Sohn Atreus.
Von Peter Steinlechner

  1. God of War Papa Kratos kämpft ab April 2018

    •  /