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Prototypen: Nokia hatte Touch-Smartphone und -Tablet Jahre vor Apple

Jahre vor Apple hatte das Team des damaligen Nokia-Chefentwicklers Frank Nuovo Prototypen entwickelt, die dem iPhone und dem iPad stark ähnelten. Doch die Geräte wurden nie auf den Markt gebracht.
/ Achim Sawall
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Frank Nuovo im Jahr 2010 (Bild: Marc Stamas/Getty Images)
Frank Nuovo im Jahr 2010 Bild: Marc Stamas/Getty Images

Rund sieben Jahre vor dem Start des Apple iPhone führte Nokia ein Mobiltelefon mit großem Farb-Touchscreen und einem einzigen Bedienungsknopf vor. Das Gerät konnte ein Restaurant finden, ein Autorennspiel ablaufen lassen und online einen Lippenstift einkaufen. Das sagte Frank Nuovo, ehemals Vice President und Chefdesigner bei Nokia, dem Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster).

Nuovo erklärte, dass Nokia Prototypen gehabt habe, die das iPhone vorweggenommen hätten, und legte der Zeitung dazu Präsentationsfolien vor. "Oh mein Gott", sagte Nuovo beim Durchblättern. "Wir hatten es alles genau richtig gemacht." Ob Nokia in den Prototypen kapazitive Touchscreens einsetzte, die sich vor allem mit dem Finger bedienen ließen, ist nicht bekannt.

Apple stellte das erste iPhone am 9. Januar 2007 vor.

In den späten 1990er Jahren entwickelte Nokia laut Nuovo zudem heimlich ein anderes interessantes Produkt, das ein Prototyp blieb: einen Tablet-Computer mit Mobilfunkanbindung und Touchscreen. Doch die Geräte wurden von Nokia nie auf den Markt gebracht.

Steve Jobs präsentierte das erste iPad am 27. Januar 2010.

"Ich war todunglücklich, als Apple auf dieses Konzept aufsprang", sagte Nuovo dem Wall Street Journal. "Wenn die Leute sagen, das iPhone ist ein Konzept, ein Stück Hardware, das einzigartig ist, dann nimmt mich das mit."

Als das iPhone auf den Markt kam, sei Nokia nicht in der Lage gewesen, die Bedrohung zu erkennen. Das Wall Street Journal berichtet aus Unternehmensquellen, dass Nokias Entwickler das iPhone auseinandernahmen, und in Berichten zu dem Schluss kamen, dass das Gerät teuer in der Fertigung sei, und Nokias 3G-Geräten unterlegen, weil es nur über GSM telefonieren und Daten per EDGE empfangen konnte. Ein weiterer interner Nokia-Report kam zu dem Schluss, dass das iPhone den Nokia-Falltest aus 1,5 Meter auf Beton aus verschiedenen Winkeln nicht übersteht.


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