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Prototyp: Bund beauftragt SAP und Telekom mit Bürger-App

Ein Prototyp noch in diesem Monat: Die Bürger- App soll zum zentralen Zugang für Anträge, Terminbuchung und Identitätsverifizierung werden.
/ Achim Sawall
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Digitaliserung bisher: neue Aufrufanlage im Bürgerservice in Betrieb - Stadt Brandenburg an der Havel (Bild: Stadt Brandenburg an der Havel / René Paul-Peters)
Digitaliserung bisher: neue Aufrufanlage im Bürgerservice in Betrieb - Stadt Brandenburg an der Havel Bild: Stadt Brandenburg an der Havel / René Paul-Peters

Die Bundesregierung will die geplante zentrale Verwaltungs-App von SAP und der Deutschen Telekom entwickeln lassen. Das berichtet das Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) unter Verweis auf ein internes Projektdokument. Die Anwendung, intern auch Bürger-App oder Deutschland-App genannt, soll als zentrales Serviceportal staatliche Leistungen bündeln.

Nutzer sollen darüber Anträge stellen, Termine buchen und Verwaltungsdienstleistungen abrufen können. Geplant ist auch ein Bürgerbüro in der App. Technisch bleibt die Anwendung von der europäischen digitalen Brieftasche, der EUDI-Wallet, getrennt: Während die Wallet Identitäten und offizielle Nachweise verwaltet, dient die Bürger-App als Zugang zu staatlichen Leistungen. Beide Systeme sollen eng miteinander verzahnt werden.

Zu den ersten Anwendungen sollen laut Projektdokument unter anderem Kindergeld, Wohnsitzanmeldungen und Unternehmensgründungen zählen. Lernende KI-Agenten sollen Nutzer durch Anträge führen und Prozesse automatisieren. Getestet werden soll die Plattform zunächst in mehreren Städten sowie bei der Bundesagentur für Arbeit.

Telekom arbeitet bereits an einer ersten Version

Nach Informationen aus dem Projektumfeld arbeitet die Telekom bereits an einer ersten Version. Ein Prototyp soll laut dem Projektdokument noch im April vorliegen, anschließend sind Tests geplant. SAP soll zentrale Plattformtechnologie und KI-Funktionen liefern, während die Telekom-Tochter T-Systems Infrastruktur und Datenspeicherung übernimmt.

Das Bundesdigitalministerium bestätigte dem Handelsblatt die Pläne, in Zusammenarbeit mit T-Systems und SAP einen Prototyp für eine KI-basierte Verwaltungsplattform zu entwickeln.


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