Abo
  • Services:
Anzeige
Protonmail kann auch auf einem Smartphone genutzt werden.
Protonmail kann auch auf einem Smartphone genutzt werden. (Bild: Protonmail)

Keine bidirektionale verschlüsselte Kommunikation

Der Weitergabe des Public-Key ist sowieso nur für Dienste wirklich relevant, die auf eine Einweg-Kommunikation setzen. Denn leider können in Protonmail selbst auch keine Public-Keys anderer potentieller Kommunikationsteilnehmer importiert werden.

Nutzer können also per PGP verschlüsselte Nachrichten von Nutzern anderer E-Mail-Dienste empfangen, aber nicht verschlüsselt darauf antworten. Hier ist die OX-Guard-Lösung, die unter anderem bei Mailbox.org eingesetzt wird, interessanter. Auch das Browser-Plugin Mailvelope bietet eine vollständige PGP-Kompatibilität.

Anzeige

Für die sichere Kommunikation nach außen steht also nur eine Protonmail-eigene Lösung zur Verfügung, die mit temporären, sich selbst zerstörenden Nachrichten arbeitet. Der Kommunikationspartner bekommt eine normale Mail in sein Postfach, die den Betreff der gesicherten Nachricht enthält und einen Link.

Außerdem kann der Protonmail-Nutzer einen Passworthinweis generieren, der den Adressat der E-Mail auf das Passwort bringt, ohne dass dies im Klartext übertragen wird. Das könnte eine gemeinsam bekannte Information sein: "Wo waren wir in unserem ersten gemeinsamen Urlaub?". Klickt dieser den Link an, muss dieses Passwort eingegeben werden, dann kann die Nachricht gelesen werden. So gesendete Mails sind maximal 28 Tage gültig. Der Sender kann auch eine kürzere Zeit festlegen, bevor die Nachrichten sich selbst zerstören.

Fazit: Interessant, aber eine Insellösung

Protonmail ist ein durchaus interessanter Dienst für Nutzer, die ihre Privatsphäre schützen wollen. Wirklich sinnvoll einsetzbar ist er aber leider nur, wenn alle Kommunikationspartner eine Protonmail-Adresse nutzen. Die sichere Kommunikation nach außen über temporäre Nachrichten ist für regelmäßige Konversationen und für erfahrene Nutzer nicht sinnvoll.

Wenn Protonmail hingegen den Export des Private-Key (oder den Import eines eigenen Private-Key) und den Import öffentlicher PGP-Keys von Nicht-Protonmail-Nutzern ermöglichen würde, könnte der Dienst eine echte Alternative darstellen. Nach wie vor müssten Nutzer allerdings entscheiden, ob sie einem Drittanbieter eine so vertrauliche Information wie den privaten PGP-Schlüssel anvertrauen wollen oder nicht. So wie es derzeit umgesetzt ist, bietet Protonmail jedenfalls nur Verschlüsselung in eine Richtung.

 Passwort wird vor Man-in-the-Middle-Angriffen geschützt

eye home zur Startseite
tha_specializt 22. Mär 2017

.

keksjaeger 21. Feb 2017

Ich verstehe diese "Empfehlung" nicht ganz. Auf Tutanota treffen exakt dieselben Probleme...

ikhaya 08. Feb 2017

Ich bezieh mich natürlich auf das neue DIME Protokoll, da haben sie genau nix in der Hand.

bjs 07. Feb 2017

... für den im artikel genannten vorteil aber nicht die einzige lösung. es gibt drei...

Anonymer Nutzer 07. Feb 2017

Haha ja das haben Sie 1950 auch gesagt.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Dataport, Altenholz bei Kiel, Hamburg
  2. Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG, Mainz, Riedstadt
  3. W&W Asset Management GmbH, Ludwigsburg
  4. Nordischer Maschinenbau Rud. Baader GmbH & Co. KG, Lübeck


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 699€
  2. (diverse Modelle von MSI, ASUS, ASRock und Gigabyte lagernd)

Folgen Sie uns
       


  1. Mirai-Nachfolger

    Experten warnen vor "Cyber-Hurrican" durch neues Botnetz

  2. Europol

    EU will "Entschlüsselungsplattform" ausbauen

  3. Krack-Angriff

    AVM liefert erste Updates für Repeater und Powerline

  4. Spieleklassiker

    Mafia digital bei GoG erhältlich

  5. Air-Berlin-Insolvenz

    Bundesbeamte müssen videotelefonieren statt zu fliegen

  6. Fraport

    Autonomer Bus im dichten Verkehr auf dem Flughafen

  7. Mixed Reality

    Microsoft verdoppelt Sichtfeld der Hololens

  8. Nvidia

    Shield TV ohne Controller kostet 200 Euro

  9. Die Woche im Video

    Wegen Krack wie auf Crack!

  10. Windows 10

    Fall Creators Update macht Ryzen schneller



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
APFS in High Sierra 10.13 im Test: Apple hat die MacOS-Dateisystem-Werkzeuge vergessen
APFS in High Sierra 10.13 im Test
Apple hat die MacOS-Dateisystem-Werkzeuge vergessen
  1. MacOS 10.13 Apple gibt High Sierra frei
  2. MacOS 10.13 High Sierra Wer eine SSD hat, muss auf APFS umstellen

Elex im Test: Schroffe Schale und postapokalyptischer Kern
Elex im Test
Schroffe Schale und postapokalyptischer Kern

Xperia Touch im Test: Sonys coolem Android-Projektor fehlt das Killerfeature
Xperia Touch im Test
Sonys coolem Android-Projektor fehlt das Killerfeature
  1. Roboter Sony lässt Aibo als Alexa-Konkurrenten wieder auferstehen
  2. Sony Xperia XZ1 Compact im Test Alternativlos für Freunde kleiner Smartphones
  3. Sony Xperia XZ1 und XZ1 Compact sind erhältlich

  1. Re: Mikrotik betroffen?

    chuck0r | 23:01

  2. Re: Ich wäre ja mal froh wenn Golem sein...

    divStar | 22:43

  3. Re: Guter Trend auf Golem

    divStar | 22:40

  4. Re: Wo liegt mein Fehler?

    plutoniumsulfat | 22:29

  5. Re: Und ...

    user0345 | 22:22


  1. 14:50

  2. 13:27

  3. 11:25

  4. 17:14

  5. 16:25

  6. 15:34

  7. 13:05

  8. 11:59


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel