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Datei wächst ohne Ende: Cisco gesteht Softwarepanne bei unzähligen Access-Points

Zahlreiche WiFi-Access-Points von Cisco büßen durch einen Bug täglich 5 Mbyte an Speicherplatz ein. Es drohen fehlschlagende Updates und Bootschleifen.
/ Marc Stöckel
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Ciscos Access Points geht der Speicher aus. (Bild: PAU BARRENA/AFP via Getty Images)
Ciscos Access Points geht der Speicher aus. Bild: PAU BARRENA/AFP via Getty Images

Der Netzwerkausrüster Cisco hat offenbar bei zahlreichen Modellen seiner WiFi-Access-Points ein Speicherproblem. Wie der Hersteller in einer Supportmeldung(öffnet im neuen Fenster) schildert, wird bei bestimmten Versionen der darauf laufenden Software Cisco IOS XE im Laufe der Zeit der Flash-Speicher der Geräte mit einer stetig wachsenden Protokolldatei vollgeschrieben, die sich nicht einfach über das CLI löschen lässt.

Bei der besagten Protokolldatei handelt es sich um eine Datei namens cnssdaemon.log. Nach einem Update einer Softwarebibliothek wächst diese laut Cisco täglich um etwa 5 Mbyte, ohne jemals bereinigt zu werden. Mit der Zeit könne diese Datei einen Großteil des verfügbaren Speicherplatzes beanspruchen, heißt es.

Im schlimmsten Fall könne dieser Fehler dazu führen, dass die Betriebssoftware nicht mehr aktualisiert werden könne, so dass bekannte Sicherheitslücken dauerhaft ungepatcht blieben. "Je länger ein Access Point die betroffene Software ausführt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Software-Download aufgrund unzureichenden Speicherplatzes fehlschlägt", schreibt Cisco.

Mehr als 200 Modelle betroffen

Cisco liefert in seiner Warnmeldung eine Liste aller betroffenen Access-Point-Modelle, die insgesamt 236 Einträge umfasst. Administratoren sollten dringend prüfen, ob sie eines oder mehrere dieser Geräte im Einsatz haben und gegebenenfalls Maßnahmen einleiten. Die betroffenen Versionen von Cisco IOS XE sind 17.12.4, 17.12.5, 17.12.6 und 17.12.6a.

Wer eines der betroffenen Geräte mit einer betroffenen Softwareversion im Einsatz hat, sollte möglichst zeitnah ein Softwareupgrade durchführen. Dafür sollte jedoch zunächst geprüft werden, ob auf Partition 2 des Speichers noch mindestens 85 MByte Speicherplatz frei sind. Andernfalls kann das Upgrade laut Cisco fehlschlagen und den Access Point in eine Bootschleife versetzen.

Cisco empfehle, sich mit der Überprüfung der Access Points nicht allzu viel Zeit zu lassen, da mit jedem vergangenen Tag das Risiko wachse, dass das Upgrade fehlschlage. Falls es bei einem Access Point schon zu spät ist, liefert Cisco in einem separaten Supportdokument(öffnet im neuen Fenster) Hinweise für eine mögliche Wiederherstellung. Schlage auch die fehl, so sollten sich Admins an den Cisco-Support wenden.


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