Abo
  • Services:

Proteststurm: EU-Parlament lässt E-Mails gegen Pornoverbot ausfiltern

Ein E-Mail-Shitstorm war die Folge des Planes, im EU-Parlament ein Pornografieverbot vorzubereiten. Gegen zu viel Bürgerbeteiligung haben die Abgeordneten eilig den Mailfilter aktivieren lassen, wie Christian Engström berichtet.

Artikel veröffentlicht am ,
Mann sieht sich Bilder eines japanischen Pornostars an.
Mann sieht sich Bilder eines japanischen Pornostars an. (Bild: Bay Ismoyo/AFP/Getty Images)

Wegen eines Proteststurms zu einem möglichen Pornografieverbot in der Europäischen Union haben Parlamentarier einen E-Mail-Filter gegen Bürgermails einrichten lassen. Das berichtet Christian Engström, der für die schwedische Piratenpartei im Europaparlament sitzt. Über Maßnahmen für ein Verbot von Pornografie in allen Medien der Europäischen Union diskutiert das Europäische Parlament in der kommenden Woche.

Stellenmarkt
  1. Flughafen Stuttgart GmbH, Stuttgart
  2. über experteer GmbH, Hamburg (Home-Office)

Engström hatte nach Medienberichten zu den Plänen in kurzer Zeit 350 E-Mails von Bürgern erhalten, die seine Kritik gegen das Vorhaben unterstützen. Doch plötzlich kamen keine Mails zu der Entschließung mehr. "Die IT-Abteilung des EU-Parlaments blockiert die Auslieferung von E-Mails zu diesem Thema, nachdem sich einige Mitglieder des Parlaments darüber beschwert hatten, E-Mails vom Bürger zu erhalten", erklärte Engström zur Begründung.

Der Programmierer sagte Golem.de: "Ich weiß nicht genau, wie dieser Filter technisch arbeitet, aber die meisten E-Mails werden die parlamentarische Entschließung benennen. Da ist es für eine moderne Filtersoftware nicht so schwer, E-Mails zu dem Thema zu finden. Aber egal, wie es technisch gemacht wurde, das Prinzip, dass gewählte Vertreter den Kontakt mit Bürgern sperren, ist völlig falsch."

Der Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments fordert konkrete Maßnahmen für "ein Verbot aller Arten von Pornografie in den Medien." Weiter heißt es, "eine Politik zur Beseitigung von Stereotypen in den Medien" könne "nur mit einer Aktion im digitalen Bereich erfolgreich funktionieren." Zu diesem Zweck sei es erforderlich, auf europäischer Ebene koordinierte Aktionen einzuleiten, die darauf abzielten, "in Zusammenarbeit mit den betreffenden Interessengruppen eine Charta zu erarbeiten, zu der eine Einladung zum Beitritt an alle Internetdiensteanbieter erfolgen würde."

Nachtrag vom 8. März 2013, 15:42 Uhr

Wie Engström weiter berichtet, stehen im EU-Wortfilter die Begriffe "eliminating gender stereotypes in the EU".



Anzeige
Top-Angebote
  1. 99,99€ + USK-18-Versand
  2. (Define R6 für 94,90€ + Versand und mit Sichtfenster für 109,90€ + Versand)
  3. 105,89€ (Bestpreis!)
  4. 1.399€ (Vergleichspreis 1.666€)

nosferatu 11. Mär 2013

Als ob es irgendwie möglich wäre dieses Verbot durchzusetzen. Das würde doch die...

dr. phibes 11. Mär 2013

Dachte ich mir doch das heutzutage die Notare die Pfaffen ersetzt haben :)

theWhip 11. Mär 2013

Vor allem seitdem man jetzt selbst ein Imperialist geworden ist. Siehe die viel...

theWhip 11. Mär 2013

Dann auf die Straße!

theWhip 11. Mär 2013

Das ist doch nur der Versuchen Zensur in kleinen Schritten einzuführen nichts anderes...


Folgen Sie uns
       


FritzOS 7 - Test

FritzOS 7 steckt voller sinnvoller Neuerungen: Im Test gefallen uns der einfach einzurichtende WLAN-Gastzugang und die praktische Mesh-Übersicht. Nachholbedarf gibt es aber noch bei der NAS-Funktion.

FritzOS 7 - Test Video aufrufen
iOS 12 im Test: Auch Apple will es Nutzern leichter machen
iOS 12 im Test
Auch Apple will es Nutzern leichter machen

Apple setzt mit iOS 12 weniger auf aufsehenerregende Funktionen als auf viele kleine Verbesserungen für den Alltag. Das erinnert an Google und Android 9, was nicht zwingend schlecht ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple Siri-Kurzbefehle-App für iOS 12 verfügbar

Elektroroller-Verleih Coup: Zum Laden in den Keller gehen
Elektroroller-Verleih Coup
Zum Laden in den Keller gehen

Wie hält man eine Flotte mit 1.000 elektrischen Rollern am Laufen? Die Bosch-Tochter Coup hat in Berlin einen Blick hinter die Kulissen der Sharing-Wirtschaft gewährt.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Neue Technik Bosch verkündet Durchbruch für saubereren Diesel
  2. Halbleiterwerk Bosch beginnt Bau neuer 300-mm-Fab in Dresden
  3. Zu hohe Investionen Bosch baut keine eigenen Batteriezellen

Gesetzesentwurf: So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen
Gesetzesentwurf
So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen

Obwohl nach Inkrafttreten der DSGVO eine Abmahnwelle ausgeblieben ist, will Justizministerin Barley nun gesetzlich gegen missbräuchliche Abmahnungen vorgehen. Damit soll auch der "fliegende Gerichtsstand" im Wettbewerbsrecht abgeschafft werden.
Von Friedhelm Greis


      •  /