Proteste: Google streicht Pläne für Campus in Berlin

Seit Googles Bekanntgabe, ein Startup-Zentrum in Berlin-Kreuzberg zu eröffnen, haben sich verschiedene Anwohnerinitiativen gegen das Projekt gewehrt. Google hat seinen Campus jetzt aufgegeben, das Umspannwerk wird stattdessen soziale Projekte beherbergen.

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Anstelle des Google Campus werden im Umspannwerk soziale Projekte angesiedelt.
Anstelle des Google Campus werden im Umspannwerk soziale Projekte angesiedelt. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Google hat seine Pläne aufgegeben, unter dem Namen Google Campus ein Startup-Zentrum im ehemaligen Umspannwerk in Berlin-Kreuzberg zu eröffnen. Das hat unter anderem einer der Vereine bekannt gegeben, die stattdessen in den Räumlichkeiten ihre Arbeit aufnehmen werden. Auch Rowan Barnett von Google for Startups hat eine entsprechende Nachricht auf Twitter veröffentlicht.

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Anstelle von Googles Startup-Schule sollen in das Umspannwerk am Paul-Lincke-Ufer der soziale Verein Karuna sowie die Onlinespendenplattform Betterplace mit ihren Projekten einziehen. Die Leitung wird Betterplace übernehmen, Karuna wird die Arbeit programmatisch mitgestalten.

Google hat die Schlüssel bereits an die Vereine übergeben, bleibt aber weiter Besitzer der Immobilie. Das Unternehmen übernimmt alle Kosten des Hauses, für fünf Jahre sollen 14 Millionen Euro investiert werden. Betterplace und Karuna tragen nur die Ausgaben, die durch Nutzung und die Programme selbst entstehen.

Anwohner befürchteten weitere Preissteigerungen

Seine Startup-Kurse will Google an anderer Stelle in der Stadt durchführen, auf die Eröffnung eines Google Campus will das Unternehmen allerdings verzichten. Die Proteste der Anwohner des Kiezes richteten sich gegen erwartete Miet- und Preiserhöhungen, die ein Google Campus mit sich hätte bringen können. Im September 2018 wurde die Baustelle für mehrere Stunden besetzt, bis die Polizei das Gebäude räumte.

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Google verkauft den Rückzug als normale Entwicklung des Projektes. "Ziel unseres Engagements in Kreuzberg war es von Anfang an, ein Angebot zu schaffen, das der Gemeinschaft zugutekommt und diesem vielfältigen Kiez gerecht wird. Es war uns schon sehr früh klar, dass der Ort nicht ausschließlich für Startups sein sollte. Wir freuen uns, mit dem Haus für soziales Engagement einen substanziellen Beitrag zur Stärkung der Zivilgesellschaft in und um Kreuzberg zu leisten", sagte Rowan Barnett in der Pressemitteilung von Karuna.

Die Opposition im Berline Abgeordnetenhaus sieht Googles Rückzug als Scheitern. Wie die Berliner Zeitung schreibt, befürchtet die FDP, dass fortan "Kiez- und Milieuschutzfanatiker" dazu ermutigt würden, "jede Veränderung radikal zu torpedieren". Die CDU spricht von einem "schweren Rückschlag für den Wirtschaftsstandort".

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paratio 28. Okt 2018

Ich kann es bezeugen aus eigener Erfahrung, das EuRef Projekt hat in meinem alten Kiez...

Bloodhoven 28. Okt 2018

Ach, aber dumme auf phrenologie-artiger Wissenschaft basierende Weltansichten sind ok...

Neuro-Chef 25. Okt 2018

Wie lautet die Frage?

Neuro-Chef 25. Okt 2018

Wer zwingt dich denn, in Gegenden zu gehen, wo du dich nicht wohlfühlst? Und wie kommst...



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