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Eine Frau protestiert bei der diesjährigen Google I/O.
Eine Frau protestiert bei der diesjährigen Google I/O. (Bild: Reuters/Elijah Nouvelage)

Proteste auf Entwicklerkonferenz: Google und die Wut

Es war einmal der lustigste Tech-Zirkus der coolsten Kids im Silicon Valley. Heute ist Googles Hausmesse I/O der Ort, an dem sich die Spannungen zwischen dem Konzern und dem Rest der Welt mit aller Wucht Luft machen.

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"Google: Don't be evil", fordern die Plakate draußen vor dem Moscone Center in San Francisco, Google sei nicht böse. Das Unternehmen solle seine soziale Verantwortung übernehmen. Seine Sicherheitskräfte beschäftige der Konzern zu Hungerlöhnen über einen externen Dienstleister, lautet der Vorwurf von Gewerkschaftern. Ein scharfer Kontrast zu den topbezahlten Softwareingenieuren, für die alles umsonst ist, vom Essen in den Restaurants auf dem Campus bis zu Snacks und dem Transport in klimatisierten Luxusbussen zur Arbeit und zurück. Die Sicherheitsleute dagegen könnten sich nicht mal eine Wohnung irgendwo im Valley leisten und müssten ewig lange zur Arbeit pendeln, heißt es. Man ist halt dabei, beim Tech-Zirkus, oder eben nicht.

Selbst Milliardäre wie Vinod Khosla, Mitgründer von Sun Microsystems, fürchten mittlerweile, dass etwas schief läuft in der neuen Weltordnung: "Technologie konzentriert den Reichtum in den Händen der Unternehmer und derer, die sie finanzieren", ist Khoslas Resümee in einem Interview mit dem San Francisco Chronicle. Das werde die Spannungen immer weiter verschärfen: "Die Ungleichheit wird immer größer. Während einige wenige Jobs für Hochqualifizierte geschaffen werden, fallen am unteren Ende immer mehr Arbeitsplätze weg."

"Eine totalitäre Firma!"

Drinnen im Moscone Center bei Google hat man am Mittwoch keine Lust auf solche Überlegungen. Es ist der wichtigste Tag für Googles Öffentlichkeitsarbeit und scheinbar läuft alles wie gewohnt, die Technologiegemeinde feiert unberührt sich selbst, es gibt Rekordzahlen zu vermelden. Neue Smartphones werden vorgestellt und brav beklatscht, intelligente Digitaluhren, ein Android-TV-Gerät und neue Software ebenfalls. Doch dann springt eine Frau auf und protestiert lautstark gegen einen Google-Anwalt, der sieben Familien in San Francisco aus ihren Wohnungen geworfen hat. Er hat das Haus, nur wenige Straßen entfernt vom Tagungsort, für sich gekauft und alle Mieter mit Hilfe eines umstrittenen kalifornischen Gesetzes (Ellis Act) auf die Straße gesetzt.

Ein Vorgang, der kein Einzelfall mehr ist und seit Jahresanfang die Emotionen hochkochen lässt. San Francisco ist auf den Ansturm der Blitzmillionäre nicht vorbereitet, Mieten und Hauspreise kennen nur eine Richtung. Es entfacht sich ein erbitterter Kampf Reich gegen Arm. Die Frau wird von Sicherheitskräften aus dem Saal gedrängt. Später springt ein Mann auf und brüllt in den Vortrag des sichtlich irritierten Google-Managers Urs Hölzle: "Ihr arbeitet alle für eine totalitäre Firma, die Maschinen baut, die Menschen tötet". Eine Anspielung auf die Übernahme eines Roboter-Herstellers im Dezember. Auch hier sorgt die Google-Security schnell für Ordnung.

'Wenn wir nicht mitspielen, haben wir keine Chance' 

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Garius 02. Jul 2014

Seine Überschrift stammt zumindest aus dem Song eines sehr bekannten Videospiels. Portal...

Garius 01. Jul 2014

Das ist es ja was gemeint ist, wenn Google sagt: "Wenn wir es nicht tun, tut es jemand...

Niaxa 01. Jul 2014

Also mich erinnert Google eher an alle andere Firmen. Sie wollen Geld verdienen und das...

Niaxa 01. Jul 2014

Was für ein Quatsch. Es arbeiten nicht um sonst so viele in der Stadt und nehmen jeden...

Neuro-Chef 30. Jun 2014

Interessante Theorie. Aber wie findet man denn die günstigsten Angebote ohne...



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