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Ein 'neues, überall präsentes Überwachungsnetz'

Die jüngste Akquisition des Thermostat-Herstellers Nest für über drei Milliarden Dollar ist die Vorbereitung der Invasion der Haushalte. Nests erster Schritt nach der eigenen Übernahme: der Kauf eines Herstellers von Überwachungskameras, Dropcam. Der wirbt in den USA in einem TV-Spot damit, wie Eltern durch heimliche Überwachung ihrem Sohn eine Party während ihrer Abwesenheit nachweisen können. Solche Informationen sind offenbar auch für Google nicht uninteressant.

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Für den prominenten Google-Kritiker Scott Cleland ist das nur Teil eines Plans, ein "neues, überall präsentes physikalisches Überwachungsnetz" aufzubauen, um die Macht seines digitalen Netzes zu komplettieren, wie er in seinem Blog schreibt. Es sei auffällig, dass innerhalb von grade mal sechs Monaten sechs Schlüsselunternehmen - Boston Dynamics, Nest, Deepmind, Titan Aerospace, Skybox und Dropcam - übernommen wurden, um das voranzutreiben. Die Unternehmen sind in Luftfahrt, Robotik, Drohnentechnik und Hausautomatisierung tätig.

Im Moscone Center kann man das nicht nachvollziehen. Alles ist bunt, schön und praktisch. Mit der neuen Smartwatch von Samsung lässt sich Pizza bestellen (das ist offenbar das Standardbeispiel für die Nützlichkeit des mobilen Internets seit Erfindung des Mobiltelefons) oder eine SMS beantworten. Das Smartphone übernimmt die Kommunikation im Auto, liefert Musik und Textnachrichten. Das Betriebssystem Android bekommt eine Frischzellenkur. Die Version L kommt später im Jahr mit einer bunten, aufgefrischten Bedienoberfläche daher, die stark an Microsofts Windows für Smartphones erinnert.

Viel Arbeit für Googles Lobbyisten

Eine Milliarde aktive Nutzer meldet Google für Android heute, eine gigantische potenzielle Kundenbasis. Jetzt geht es nur noch darum, damit Geld zu verdienen. Doch das wird immer schwieriger. Google sieht sich immer wieder Kartell- oder Wettbewerbsverfahren gegenüber, liegt im Clinch mit Verlagen, Buchhandel, Musik- und TV-Industrie.

Da kommt auf die Google-Lobbyisten von Washington bis Berlin noch viel Arbeit zu. Zumindest für das Problem der unzufriedenen Nörgler vor der eigenen Haustür hat Multimilliardär und Risikokapitalanleger Tim Draper eine Lösung bereit. Er will Kalifornien zerschlagen und in sechs eigenständige Staaten aufteilen. Einer davon wird der reiche Digitalspeckgürtel von San Francisco bis San Jose sein. Dann muss nicht nur der angehäufte Reichtum nicht mehr mit dem Rest des darbenden Landes geteilt werden. Vielleicht wird ja dann auch Larry Pages Traum von einem unregulierten Staat wahr, in dem er tun und lassen kann, was er will. Im November schon können die Wähler in Kalifornien über Drapers Plan abstimmen.

Nachtrag vom 26. Juni 2014, 12:33 Uhr

Wir haben den Artikel um das Video der Protestrufe erweitert. Im Video ist das Zitat zu hören: "Ihr arbeitet alle für eine totalitäre Firma, die Maschinen baut, die Menschen tötet."

 'Wenn wir nicht mitspielen, haben wir keine Chance'
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Garius 02. Jul 2014

Seine Überschrift stammt zumindest aus dem Song eines sehr bekannten Videospiels. Portal...

Garius 01. Jul 2014

Das ist es ja was gemeint ist, wenn Google sagt: "Wenn wir es nicht tun, tut es jemand...

Niaxa 01. Jul 2014

Also mich erinnert Google eher an alle andere Firmen. Sie wollen Geld verdienen und das...

Niaxa 01. Jul 2014

Was für ein Quatsch. Es arbeiten nicht um sonst so viele in der Stadt und nehmen jeden...

Neuro-Chef 30. Jun 2014

Interessante Theorie. Aber wie findet man denn die günstigsten Angebote ohne...


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