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Protestbrief: Auch deutsche Autoren attackieren Amazon

Nach amerikanischen kritisieren auch deutsche Schriftsteller die Geschäftsmethoden von Amazon und erheben in einem Brief an Jeff Bezos schwere Vorwürfe: "Amazon manipuliert Empfehlungslisten. Amazon nimmt Autoren und ihre Bücher als Druckmittel her, um noch mehr Rabatte zu erzwingen."

Artikel veröffentlicht am ,
Deutschlandzentrale von Amazon.de
Deutschlandzentrale von Amazon.de (Bild: Thomas Cloer/CC BY-SA 2.0)

Zahlreiche namhafte deutsche Schriftsteller haben laut einem Bericht des Handelsblatts einen Protestbrief an Amazon-Chef Jeff Bezos geschrieben. Zu den mehr als 100 Unterzeichnern des Briefs, der dem Handelsblatt vorliegt, gehören Ingrid Noll ("Die Apothekerin"), Nele Neuhaus ("Sommer der Wahrheit"), Eva Rossmann ("Männerfallen") und "Tatort"-Drehbuchautor Fred Breinersdorfer.

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"Wir müssen die Leser aufklären, dass die Manipulation der Empfehlungslisten und die verzögerte Auslieferung von Büchern, deren Verlage sich gegen Amazon wehren, zum Alltag bei Amazon gehören", sagte Regula Venske, Generalsekretärin des PEN Zentrums Deutschland, dem Handelsblatt.

"Wir Autoren sind der Meinung, dass kein Buchhändler den Verkauf von Büchern behindern oder gar Kunden vom Kauf von Büchern abhalten darf", sagte Tobias Kiwitt, Vorstandssprecher des Bundesverbandes junger Autoren und Autorinnen, der Zeitung. Nach Aussage der Schriftsteller verlangsamt Amazon die Auslieferungen von Büchern einzelner Verlage.

Der Protestbrief soll in der kommende Woche veröffentlicht werden. In welchem Medium, ist noch nicht bekannt.

In den USA hatten im Streit um E-Book-Preise mehr als 900 Autoren in einem offenen Brief gefordert, Bücher nicht als Geiseln zu nehmen. Der Online-Händler verteidigt hingegen seine Preispolitik für billigere E-Books.

"Weder Leser noch Autoren profitieren davon, dass Bücher als Geiseln genommen werden", heißt es in einem offenen Brief, der als ganzseitige Anzeige in der New York Times veröffentlicht wurde. Die Schriftsteller kritisierten, dass Amazon in der Auseinandersetzung mit dem Verlag Hachette etwa die Auslieferung gedruckter Bücher verlangsamt sowie keine Vorbestellungen angenommen habe. Der Internet-Händler will niedrigere Preise für E-Books durchsetzen.

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  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

a.ehrenforth 15. Aug 2014

Das sympathische an Amazons Forderung in Amerika ist, dass sie auch höhere Anteile für...

Dragos 14. Aug 2014

Ist doch gar nicht vergleichbar. Wenn die Verlage nicht weniger Geld haben wollen, dann...

rgottsch 14. Aug 2014

Autorenhonorar ./. 1,25 Euro Lektorat und Korrektorat ./. 0,24 Euro Umschlaggestaltung...

Its_Me 14. Aug 2014

Also mein erster eBook-Reader war der Oyo von Thalia. Das Teil war grottenschlecht...

Arkatrex 14. Aug 2014

Also ganz im Ernst. Solange die Autoren und Verlage nicht mal mehr die Verfügbarkeit von...


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