Protest in Grünheide: Gruppe will auf Teslas Gigafactory-Gelände vordringen
Eine Protestgruppe hat am 10. Mai versucht, auf das Werksgelände von Tesla in Grünheide vorzudringen. Bislang sei das nicht gelungen, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitagmittag.
Die Demonstrierenden hätten aber erste Wildzäune überwunden. Er bezeichnete die Lage als "dynamisch" .
Eine Frau wurde bei den Protestaktionen um das Werksgelände verletzt. Hinzu kommen drei verletzte Polizisten. Nach Polizeiangaben gab es mehrere Festnahmen.
Die Polizei versuchte, das Gelände des einzigen Tesla-Werks in Europa weiträumig abzuschirmen, mehrere Autobahnausfahrten wurden gesperrt.
Auch die Bahnstrecke zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) am Bahnhof Fangschleuse ist derzeit gesperrt. Dort hätten sich Protestierende auf die Gleise gesetzt, teilte die Polizei mit. Im Rahmen der Demonstrationszüge zum Gelände gab es auch eine Sitzblockade auf einer Landstraße in der Nähe des Werks.
Eine weitere Störaktion im Zusammenhang mit den Protesten gab es am Flugplatz Neuhardenberg östlich von Berlin. Dort erschienen laut Polizei Vermummte und zündeten Pyrotechnik. Derzeit gibt es dort eine weitere Sitzblockade.
Klimaaktivisten protestieren in Baumhäusern
Seit Mittwoch rufen Tesla-Gegner zu Aktionstagen gegen den Autobauer im brandenburgischen Grünheide auf . Hintergrund ist die geplante Erweiterung des Werks.
Ganz in der Nähe protestieren seit Ende Februar Klimaaktivisten in einem Camp mit Baumhäusern gegen die geplante Erweiterung des Geländes und die Rodung von Waldflächen. Die Polizei will erreichen, dass die Baumhäuser abgebaut werden. Derzeit läuft deshalb noch ein Rechtsstreit.
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