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Protest im Netz: Wie überlebt man einen Shitstorm?

Ein Shitstorm gehört zum Internet wie der Wind zum Wetter, meinen die Social-Media-Experten Barbara Schwede und Daniel Graf. Sie haben eine Skala entwickelt, mit der sich die Schwere einer Protestwelle im Netz einordnen lässt.

Artikel veröffentlicht am ,
Protest im Netz: Wie überlebt man einen Shitstorm?
(Bild: Feinheit.ch/Screenshot: Golem.de)

Politiker fürchten den Shitstorm am meisten. Wenn sich die Wut der Leute über die Social-Media-Plattformen entlädt, dann sind sogar sie machtlos. Jüngstes Beispiel ist die Protestwelle gegen Ansgar Heveling. Der CDU-Politiker erklärte mit einem offensiv-provokanten Gastbeitrag für das Handelsblatt der "Netzgemeinde" den Krieg. Die ließ sich das nicht gefallen und griff zu der mächtigsten Waffe, die sie besitzt: eine Protestwelle über Social-Media-Plattformen wie Twitter, Facebook und Blogs. Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich ein Shitstorm.

  • Shitstorm-Skala: Wetterbericht für Social Media von Daniel Graf und Barbara Schwede (Quelle: www.feinheit.ch)
Shitstorm-Skala: Wetterbericht für Social Media von Daniel Graf und Barbara Schwede (Quelle: www.feinheit.ch)
Inhalt:
  1. Protest im Netz: Wie überlebt man einen Shitstorm?
  2. Wie sich ein laues Lüftchen zu einem Orkan entwickeln kann

Ansgar Heveling tat damals das, was die Social-Media-Experten Barbara Schwede und Daniel Graf raten: ruhig bleiben und sich Zeit nehmen, die Dynamik auf den sozialen Netzwerken genau zu beobachten. Selbst nachdem sich die Protestler Zugang zu seiner Webseite verschafft hatten, war von Heveling weder etwas zu hören noch zu sehen.

"Ungebremster Schneeballeffekt mit aufgepeitschtem Publikum"

Schwede und Graf haben auf der diesjährigen Social Media Marketing Konferenz in Zürich ihre Shitstorm-Skala vorgestellt. Sie basiert auf der Beaufort-Windskala, die zur Beobachtung von See und Wind dient. Wenn Bäume entwurzelt werden, Baumstämme brechen und größere Schäden an Häusern zu erwarten sind, spricht man beispielsweise von "schwerem Sturm Stufe 9".

So weit geht die Skala der beiden Schweizer nicht. Bei Stufe 6 ist Schluss. Da komme es zu einem "ungebremsten Schneeballeffekt mit aufgepeitschtem Publikum", wobei der "Tonfall mehrheitlich aggressiv, beleidigend und bedrohend" sei.

Wie sich ein laues Lüftchen zu einem Orkan entwickeln kann 
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masiminder 29. Apr 2012

Das ist doch heute gang und gebe! Schau dir mal den ganzen Bereich der...

linuxuser1 27. Apr 2012

Na also, es geht doch :D.

andio 27. Apr 2012

Diese Methode wäre aber bei Merkels Mundwinkeln nutzlos

RaiseLee 27. Apr 2012

Ich mag die braune Flut

nobs 27. Apr 2012

etablierte Strukturen in Wirtschaft und Politik kommen dauerhaft zu Schaden...


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