Protest gegen Werksschließung: Audi-Mitarbeiter in Brüssel entwenden Fahrzeugschlüssel
In dem von der Schließung bedrohten Audi-Werk in Brüssel haben Mitarbeiter die Schlüssel von rund 200 Fahrzeugen entwendet. Sie wollten damit erzwingen, dass die Geschäftsführung Klarheit über die Zukunft des Standorts schaffe, berichteten belgische Medien am 8. September 2024(öffnet im neuen Fenster) . Solange dies nicht geschehe, werde kein Auto das Werk verlassen.
Audi will die Erpressung den Angaben zufolge nicht akzeptieren und hat gedroht, Anzeige zu erstatten, sollten die Schlüssel nicht bis zum Montagmittag zurückgebracht werden. Demnach lassen sich die Verantwortlichen mit Aufnahmen von Überwachungskameras identifizieren.
Audi teilte im Juli mit, dass die Einstellung des Betriebs in Brüssel nicht ausgeschlossen werden könne . Als Grund wurde die schwache Nachfrageentwicklung für die in dem Werk produzierten Elektro-SUVs vom Typ Q8 E-Tron genannt.
VW-Krise trifft auch Audi
An dem Standort waren zuletzt rund 3.000 Mitarbeiter beschäftigt. Noch einmal verschärft wurden deren Sorgen in der vergangenen Woche, als der Audi-Mutterkonzern Volkswagen mitteilte, dass in den nächsten Jahren auch kein anderes Modell in Brüssel produziert werden soll.
Die Mitarbeiter reagierten nach Gewerkschaftsangaben bereits in den vergangenen Tagen mit Arbeitsniederlegungen und verhinderten so eine Wiederaufnahme der Produktion nach der Sommerpause. Für den 16. September 2024 ist demnach ein großer Protesttag geplant.
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