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Protektionismus: Trump-Regierung verhängt Einfuhrzölle auf Solarzellen

America first? Die US-Regierung will Einfuhrzölle auf Solarzellen und Waschmaschinen erheben. Der US-Solar-Brachenverband befürchtet, dass die mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen.
/ Werner Pluta
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US-Präsident Donald Trump: Schutzzölle auf Importe aus Asien (Bild: Jeff Swensen/Getty Images)
US-Präsident Donald Trump: Schutzzölle auf Importe aus Asien Bild: Jeff Swensen/Getty Images

Zölle auf Produkte aus Asien: Auf Initiative von Unternehmen erhebt die US-Regierung Einfuhrzölle auf Solarzellen und Waschmaschinen. Kritiker halten das für falsch.

Nach einem Dokument der International Trade Commission(öffnet im neuen Fenster) (ITC) werden auf importierte Solarzellen in den kommenden vier Jahren "Schutzzölle" erhoben. Diese betragen im ersten Jahr 30 Prozent und sinken in den folgenden Jahren um jeweils fünf Prozent. Ein Teil an Importen, die ersten 2,5 GW, sind ausgenommen. Nach Erreichen dieser Grenze werden die Zölle erhoben.

Zwei Solarzellenhersteller wollten die Zölle

Von 2012 bis 2016 habe sich die Kapazität an Solarmodulen in den USA "mehr als verdreifacht" . Grund dafür seien die künstlich niedrig gehaltenen Preise der in China hergestellten Solarzellen, heißt es in dem Dokument. Die Initiative für die Einfuhrzölle stammt von den Solarzellenherstellern Suniva und Solarworld America, die US-Tochter des deutschen Unternehmens Solarworld.

Ziel der Maßnahme ist, Arbeitsplätze in den USA zu sichern. Das Gegenteil könnte allerdings der Fall sein: Der Branchenverband Solar Energy Industries of America (SEIA) befürchtet(öffnet im neuen Fenster) , dass durch die Entscheidung Solarinvestitionen in Milliardenhöhe sowie bis zu 23.000 Arbeitsplätze verloren gehen könnten.

Tesla ist gegen Einfuhrzölle

Nutznießer der Einfuhrzölle auf die Solarmodule könnte ausgerechnet ein Gegner sein: Tesla hat kürzlich mit der Serienfertigung der Solarschindeln in seiner neuen Fabrik in Buffalo im US-Bundesstaat New York begonnen und liefert die ersten Solardächer aus . Allerdings hat das Unternehmen schon im vergangenen Jahr Lobbyarbeit gegen die Initiative von Suniva und Solarworld gemacht.

Das zweite Produkt, auf das die US-Regierung einen Einfuhrzoll erhebt, sind Waschmaschinen. Auf die ersten 1,2 Millionen beträgt der 20 Prozent, für alle weiteren Maschinen 50 Prozent. Die Regelung gilt für drei Jahre. Wie bei den Solarzellen wird der Zoll in den folgenden Jahren sinken: auf 18 beziehungsweise 45 Prozent im zweiten und auf 16 beziehungsweise 40 Prozent im dritten Jahr.


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