Prominenter Fall: Apple sperrt Apple-Entwickler nach 25 Jahren das Konto

Apple hat dem langjährigen Entwickler, Autor und Apple-Evangelisten Paris Buttfield-Addison das Apple-Konto gesperrt. Damit war Buttfield-Addison eigenen Angaben zufolge ein normales Arbeiten nicht mehr möglich, zudem stand seine berufliche Zukunft auf dem Spiel.
Buttfield-Addison ist ein langjähriger Apple-Entwickler, der mehrere Bücher zur Entwicklung in Objective-C geschrieben hat. Außerdem veranstaltet der Entwickler seit 2008 das größte Apple-Entwickler-Event, das nicht von Apple selbst organisiert wird, und er ist Mitbegründer des Spielestudios Secret Lab.
Buttfield-Addison bezeichnet sich in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) als Apple-Evangelisten. Wie der Entwickler schreibt, war der Grund für die Sperrung eine Geschenkkarte, die er ganz normal in einem Laden für Elektronikgeräte gekauft hatte. Mit der Karte wollte der Entwickler sein 6-TByte-iCloud-Abo bezahlen, was allerdings abgelehnt wurde – der Code wurde nicht gefunden.
Entwickler war ohne Vorwarnung ausgesperrt
Anschließend wurde dem Australier mitgeteilt, dass seine Apple ID gesperrt sei. Damit war Buttfield-Addison zufolge seine Apple-Hardware im Wert von 30.000 Australischen Dollar mehr oder weniger gebrickt, da es keine Synchronisation zwischen den Geräten mehr gab und keine Updates geladen wurden.
Außerdem verlor der Entwickler Zugang zu Software und Medien im Wert von mehreren Tausend Dollar, wie auch auf seine Fotobibliothek. Den Kundenservice von Apple bezeichnet Buttfield-Addison in der Sache als "Alptraum" : Man habe ihm nicht gesagt, warum die Apple ID gesperrt wurde, eine Weiterleitung an höhere Stellen sei abgelehnt worden und er habe sogar einen potenziell gefährlichen Hinweis erhalten.
Ihm sei empfohlen worden, er solle einfach ein neues Apple-Konto unter seinem Namen anlegen und eine andere Zahlungsweise angeben. Dies hätte den Apple-Richtlinien zufolge zu einer permanenten Sperrung des Entwicklerkontos geführt, da Nutzer eine Blockade nicht mit einem anderen Konto umgehen dürfen.
Mitarbeiter aus Singapur half am Ende
Buttfield-Addison half letztendlich seine gewisse Prominenz: Nach fast einer Woche Hin und Her sowie Berichterstattung(öffnet im neuen Fenster) über seinen Fall teilte ihm ein Apple-Mitarbeiter aus Singapur mit, dass seine Apple ID wiederhergestellt sei. Grund war tatsächlich die Geschenkkarte, deren Code bereits eingelöst war. Wie dies bei einer regulär gekauften Karte passieren konnte, bleibt unklar.