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Fazit

Unser Test begann mit einer Überraschung. Wir konnten keinen Unterschied bei der Auflösung zwischen echtem 4K mit 8 Millionen Pixeln und Faux-K mit 2 Millionen geshifteten Pixeln feststellen. Der neue Chip von Texas Instruments, der in den von uns getesteten Projektoren arbeitet, hält also, was er verspricht. Wir fanden die Bildqualität in puncto Auflösung sehr gut, auch feine Details sind zu erkennen, 60 Bilder pro Sekunde oder HDR funktionieren tadellos. Unsere Testbilder zeigten zwar, dass pixelgenaue Kontraste zwischen Hell und Dunkel nicht darstellbar sind, aber das hatten wir auch nicht erwartet. Solche Feinheiten sind prinzipiell Monitoren vorbehalten. Der bei allen Geräten vorhandene graue Lichthof um das Bild ist zwar bei genauem Hinsehen erkennbar, stört uns aber nach kurzer Zeit nicht mehr.

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Das gilt jedoch nicht für die zahlreichen Nachteile, die Projektoren in dieser Preisklasse mitbringen. Bei allen Geräten waren manueller Fokus und Zoom an den Optiken schwierig zu justieren, weil man bei hoher Auflösung eigentlich direkt an der Projektionsfläche stehen müsste, um die Schärfe zu beurteilen. Der Zoombereich ist mit 1,6 (Acer M550, Optoma UHD60) und 1,2 (Benq, Viewsonic) nicht sonderlich groß. Zwei Geräte ließen eine Option für die Trapezkorrektur missen, hatten aber wenigstens ein Rad für die vertikalen Lens Shift (Acer M550 und Optoma UHD60). Die anderen beiden konnten zwar das Bild kippen, hatten aber keine Möglichkeit der Bildverschiebung und waren keineswegs farbtreu - dafür aber lauter (Benq TK800, Viewsonic PX747).

Eine eindeutige Kaufempfehlung fällt uns aber nicht nur deshalb schwer, weil alle Geräte ihre speziellen Vor- und Nachteile haben. So ist der Optoma UHD60 zwar leise, aber groß und schwer. Der Acer M550 liegt mit seinen Funktionen und seinem Preis in der goldenen Mitte, hat aber mit 70 ms den höchsten Input-Lag. Die baugleichen Benq TK800 und Viewsonic PX747 sind mit 1.300 und 1.200 Euro am günstigsten und dank RGBW-Farbrad sehr hell - dafür zeigen sie Farben aber nicht korrekt an und der PX747 macht Krach.

Wir würden vielmehr komplett vom Kauf eines 4K-Projektors in der getesteten Preisklasse abraten. Es gibt noch zu wenig Inhalte, die ohne größeren Aufwand an Geld und Hardware verfügbar sind. Nicht alle Haushalte haben zudem kontinuierlich die benötigte Bandbreite für 4K-Videos zur Verfügung. Spieler müssen leistungsstarke Hardware besitzen und dennoch Kompromisse zwischen Detailgrad, Auflösung und Bildrate eingehen.

Ein Heimkinofan sollte keine schalldichte Kammer für die Projektionstechnik benötigen und Grundfunktionen wie Trapezkorrektur oder Lens Shift in alle Richtungen durch erhöhten Aufwand beim Aufstellen der Geräte ausgleichen müssen.

Wer wirklich Wert auf 4K legt, sollte sich in anderen Preisregionen umschauen - es muss ja nicht gleich unser Referenzprojektor von Sony sein. Der VPL-VW760S hat all das, was den hier getesteten Projektoren fehlt - und dazu noch echte 8 Millionen Pixel Auflösung sowie eine Laser-Lichtquelle. Er kostet allerdings auch 15.000 Euro. Wer mit Full-HD zufrieden ist und nur nach einem preiswerten Gerät für die Fußball-WM sucht, bekommt bei den Herstellern unserer Testgeräte sehr gute Projektoren mit geringerer Auflösung und mehr Komfort - mitunter für die Hälfte des Preises.

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 4K in der Praxis
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Apfelbaum 23. Mai 2018

Danke für die technische Erläuterung, ich bin da weniger fit als du und konnte es nicht...

Apfelbaum 22. Mai 2018

Übertriebener Konsum ist nicht gut aber ich hoffe deine Kiddies kriegen keine Probleme...

Achranon 22. Mai 2018

Nein, mit einer Leinwand aus grauem Stoff, am besten Hochkontrast um keine Helligkeit zu...

Achranon 09. Mai 2018

Sagen wir mal, wer nur TV sieht, möglichst mit wechselnden Sendern und unterschiedlichen...

Smolo 08. Mai 2018

Ja ich denke mal die Industrie optimiert sich hier wieder selbst zu Tode mit dem ganzen...


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