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4K in der Praxis

Zunächst bleibt festzustellen, dass alle von uns getesteten Geräte Inhalte in 4K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde oder HDR problemlos wiedergeben und die Bildqualität in puncto Auflösung nicht hinter den wesentlich teureren Projektoren zurücksteht. Wenn man auf hochwertiges Material zurückgreifen kann, dann sieht 4K ein gutes Stück besser aus als Full-HD. Der Qualitätsunterschied ist aber nicht zu vergleichen mit dem Sprung von SD auf HD oder gar Full-HD. Selbst bei den großen Bilddiagonalen, die sich mit Projektoren erzielen lassen, sehen auch Auflösungen unterhalb von 4K noch gut aus. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Zuschauer meist weiter von der Projektionsfläche entfernt sitzen.

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Wir sind aber aus zwei anderen Gründen ganz klar der Meinung, dass sich 4K in dieser Geräteklasse nicht lohnt.

Inhalte fehlen noch

Im Moment gibt es nur wenige Inhalte, die vollen 4K-Genuss ermöglichen. Alle sind mit vergleichsweise hohen Einstiegshürden verbunden: Für Netflix und Amazon Prime ist neben dem kostenpflichtigen Abo eine gleichmäßig belastbare hohe Bandbreite Pflicht. Die UHD-Blu-ray kämpft mit hohen Anschaffungskosten für Abspielgeräte und mit einem überschaubaren Angebot an Filmen. Die WM als Verkaufsargument ist ebenfalls problematisch, denn mit einem Jahresabonnement des Bezahlsenders Sky und einem speziellen Receiver gibt es lediglich 25 Fußballspiele in 4K. Nach der WM sind aber nur noch ausgewählte Matches in hoher Auflösung zu sehen, Filme gibt es bei Sky weiterhin nur in Full-HD.

  • So sollte es aussehen: das 1x1-Pixel-Schachbrettmuster auf einem 4K-Monitor (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Acer M550 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Optik des Projektors hat einen 1,6fachen Zoom. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Drehrad für Lens-Shift ist versenkbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bedienelemente sind auf der Oberseite angebracht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Rückseite des M550 mit den Anschlüssen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Fernbedienung ist beleuchtbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das vertikale Pixelraster wird gut dargestellt ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ...das 1x1-Pixel-Schachbrettmuster hingegen nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Optoma UHD60 ist der größte Projektor im Testfeld. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Seine Optik hat einen 1,6fachen Zoom. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zoom und Lens-Shift sind unter einer Klappe verborgen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bedienungselemente befinden sich an der Seite. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Rückseite des Optoma UHD60 mit den Anschlüssen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Fernbedienung ist nicht beleuchtbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Pixelraster... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ...und das 1x1-Pixel-Schachbrettmuster werden wie beim Acer M550 dargestellt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Viewsonic PX747 ist baugleich mit dem Benq TK800. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Seine Optik hat nur einen 1,2fachen Zoom. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bedienungselemente befinden sich auf der Oberseite, ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... die Anschlüsse des PX747 auf der Rückseite. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Benq TK800 sieht anders aus als der Viewsonic PX747, ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... hat aber ebenfalls nur einen 1,2fachen Zoom. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bedienungselemente sind leicht verändert, ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... aber die Anschlüsse auf der Rückseite sind identisch zum PX747. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Fernbedienung ist beleuchtbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zoom und Fokus sind wie bei allen Geräten im Test nur manuell verstellbar, Lens-Shift fehlt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Benq TK800 und der Viewsonic PX747 zeigen das 1x1-Pixel-Schachbrettmuster als graue Fläche an ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... und stellen das vertikale Pixelraster gut dar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Außer Konkurrenz: der Sony VPL-VW760S  (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Er hat einen 2,06fachen Zoom und ein sehr flexibles Lens-Shift -  beides motorisiert, wie auch der Fokus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Projektor wiegt rund 20 kg. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bedienungselemente sind am Gerät kaum vorhanden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Anschlüsse befinden sich an der Seite.(Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit der beleuchtbaren Fernbedienung lassen sich alle Parameter des VPL-VW760S einstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Pixelraster wird beim Sony VPL-VW760S mit falschen Farben und Artefakten angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Sony VPL-VW760S und der Viewsonic PX747 im Größenvergleich. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unser Testfeld: Viewsonic PX747, Benq TK800, Optoma UHD60 und Acer M550 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
So sollte es aussehen: das 1x1-Pixel-Schachbrettmuster auf einem 4K-Monitor (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wer einen leistungsfähigen PC oder eine Konsole der aktuellen Generation besitzt, kann natürlich auch in 4K spielen. In diesem Fall ist die Qualitätsverbesserung gegenüber Full-HD leicht ersichtlich. Treppchenbildung und Kantenflimmern gehen zurück und Details wirken sehr scharf. Doch auch hier können wir nicht uneingeschränkt zum 4K-Projektor raten. Einerseits entstehen hohe Anschaffungskosten für die Hardware, andererseits sinkt die Bildrate stark ab, es sei denn, man verringert die Detailstufe - was dem eigentlichen Ziel zuwiderläuft. Wer die Vorteile von 4K-Gaming ohne 4K-Bildschirm oder Projektor nutzen möchte, kann außerdem auf Downsampling setzen. Dabei werden die Inhalte intern in höherer Auflösung berechnet und dann beispielsweise in Full-HD ausgegeben. Das verringert Treppchen und Kantenflimmern genauso effektiv wie echtes 4K, braucht allerdings auch die gleiche Leistung von GPU und CPU.

4K als Feature

Unser zweiter Kritikpunkt bezieht sich speziell auf die Geräte in dem von uns angepeilten Bereich von unter 2.000 Euro. Annehmlichkeiten wie motorisierter Zoom, Fokus und Lens Shift fehlen ebenso wie Trapezkorrektur bei den einen (Acer, Optoma) und Farbtreue bei den anderen (Benq, Viewsonic). In der gleichen Komfortklasse kosten aber Projektoren von denselben Herstellern mit Full-HD mitunter nur knapp die Hälfte. 4K als Alleinstellungsmerkmal rechtfertigt unserer Meinung nach den höheren Preis nicht. Wer auf hohe Auflösung und hohe Bildqualität Wert legt, sollte sich nicht mit den Mankos der getesteten Projektoren herumärgern müssen.

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 Benq TK800 und Viewsonic PX747 - klein, laut, hellFazit 
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Apfelbaum 23. Mai 2018

Danke für die technische Erläuterung, ich bin da weniger fit als du und konnte es nicht...

Apfelbaum 22. Mai 2018

Übertriebener Konsum ist nicht gut aber ich hoffe deine Kiddies kriegen keine Probleme...

Achranon 22. Mai 2018

Nein, mit einer Leinwand aus grauem Stoff, am besten Hochkontrast um keine Helligkeit zu...

Achranon 09. Mai 2018

Sagen wir mal, wer nur TV sieht, möglichst mit wechselnden Sendern und unterschiedlichen...

Smolo 08. Mai 2018

Ja ich denke mal die Industrie optimiert sich hier wieder selbst zu Tode mit dem ganzen...


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