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Das Beamer-System von Mitsubishi Electric , genutzt auf einer Fahrstuhltür
Das Beamer-System von Mitsubishi Electric , genutzt auf einer Fahrstuhltür (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Projektor-Leitsysteme in Japan: Immer den blinkenden Pfeilen nach

Das Beamer-System von Mitsubishi Electric , genutzt auf einer Fahrstuhltür
Das Beamer-System von Mitsubishi Electric , genutzt auf einer Fahrstuhltür (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Sich in Japan zurechtzufinden, ist nicht nur für Besucher schwierig. Mitsubishi Electric hat ein Beamer-System entworfen, das Wege anzeigen und vielseitig einsetzbar sein soll - unter anderem auch bei Fahrstühlen. Wir haben uns in Tokio angeschaut, wie das funktionieren kann.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

Wer einmal im Herzen des Bahnhofs von Shinjuku gestanden hat, weiß, dass die Orientierung in Tokio mühsam sein kann. Gerade in den großen Bahnhöfen der japanischen Hauptstadt ist es schwierig, den richtigen Weg zu finden - auch für Einheimische und Besucher, die der japanischen Sprache mächtig sind. Zu viele Linien kreuzen sich an den Bahnhöfen - für die mitunter noch unterschiedliche Fahrkarten gekauft werden müssen -, zu viele Aus- und Eingänge gibt es.

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Auch in Gebäuden ist die Orientierung mitunter schwierig: Oft sind sowohl Wohn- als auch Geschäftsbereiche im gleichen Gebäude untergebracht, im Keller befindet sich zudem manchmal noch eine komplette Bahnstation. Wer auf Hilfsmittel wie einen Fahrstuhl angewiesen ist, muss meist noch länger suchen. Mitsubishi Electric will diese Orientierungslosigkeit bekämpfen: Anstelle fixer Leitlinien soll ein System aus Beamern die Menschenmassen leiten und dabei variable Informationen anzeigen können.

  • Die Beamer-Technik setzt Mitsubishi Electric bereits bei seiner Fahrzeugstudie Emirai3 xDAS ein. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Hier sind die Projektoren in den Radkappen eingebaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Fahrzeugstudie Emirai3 xDAS (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Im Forschungszentrum in Ofuna bei Tokio setzt Mitsubishi Electric noch herkömmliche, große Beamer ein. In den mobilen Einheiten werden bereits kleinere Projektoren verwendet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Mitsubishi Electrics Beamer-System kann beispielsweise bei Fahrstühlen den wartenden Personen anzeigen, dass ein Rollstuhlfahrer ausfahren will. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Kurz vor dem Eintreffen der Kabine schafft die Projektion einen Freiraum vor der Aufzugstür. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Mitsubishi Electrics Beamer-System kann beispielsweise bei Fahrstühlen den wartenden Personen anzeigen, dass ein Rollstuhlfahrer ausfahren will. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)


Das System will der japanische Hersteller in verschiedenen Formen einsetzen, unter anderem auch als Unterstützung bei der Nutzung von Fahrstühlen und bei Autos. Zum Besucheransturm während der kommenden Olympischen Spiele 2020 in Tokio hofft Mitsubishi Electric, das System erstmals großflächig einsetzen zu können.

Beamer projiziert Anweisungen auf den Boden

Die Grundidee ist einfach: Ein unauffällig positionierter, starker Beamer projiziert verschiedene Informationen auf den Boden, die auch Animationen wie blinkende Pfeile enthalten können. Diese Infos helfen Besuchern bei der Orientierung und können der jeweiligen Situation angepasst werden. Die Beamer können entweder fest verbaut sein, Mitsubishi Electric bietet aber auch mobile Beamer an. Einen derartigen Projektor hat der Hersteller unter anderem an seinem Messestand auf der Ceatec 2017 gezeigt und auch in seinem Forschungs- und Entwicklungszentrum in Ofuna bei Tokio im Einsatz.

Auf den ersten Blick ist dieser mobile Beamer nicht als solcher zu erkennen - die Box ist ungefähr 80 Zentimeter hoch. Auch die fest verbauten Projektoren sind nicht direkt zu erkennen: In seinem Showroom Metoa in Ginza hat Mitsubishi Electric einen solchen Beamer unauffällig in anderen Möbelstücken verbaut. Diese leiten die ankommenden Besucher zum Fahrstuhl, dessen Position auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist.

Informationen können der jeweiligen Situation angepasst werden

Der Vorteil von projizierten Weganweisungen liegt auf der Hand: Neben einer besseren Sichtbarkeit können die Anweisungen je nach Situation auch geändert werden. Dies kann bei Massenveranstaltungen hilfreich sein, wenn sich viele Menschen geballt an einem Ort befinden. Ein variables System kann die Massen besser verteilen und so Ansammlungen verhindern. Besonders in Japan ebenfalls ein sehr realistisches Szenario ist auch der Katastrophenschutz: Im Falle eines Erdbebens oder Taifuns könnte ein derartiges Leitsystem zentral gesteuert vom normalen Betrieb auf die jeweilige Katastrophensituation umschalten und so beispielsweise Schutzräume und andere Mitteilungen anzeigen.

Hilfe auch bei Nutzung von Aufzügen 

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mxcd 12. Okt 2017

... ähm über der Beamfläche. Das macht ja irgendwie nur an Stellen Sinn, wo zwischen...

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schap23 12. Okt 2017

In Kyoto, wie an anderen großen Bahnhöfen Japans, gibt es nur eins, was man einmal...

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meinoriginaluse... 12. Okt 2017

Das fände ich hierzulande an Bahnhöfen auch nicht schlecht... Sperr-Animationen kurz nach...

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chenge 12. Okt 2017

Eine Kombination aus Beamer und Kamera als Überwachungssystem zum Schutz von Personen...

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triplekiller 12. Okt 2017

mit flüssigkristallbilsschirmen und passenden brillen mit polarisationsfiltern

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