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Hilfe auch bei Nutzung von Aufzügen

Mitsubishi Electric will die Beamer auch bei Fahrstühlen einsetzen: So soll Nutzern beispielsweise der Weg zum richtigen Fahrstuhl angezeigt werden. Hintergrund ist die von Mitsubishi Electric vertriebene Fahrstuhlsteuerung, bei der Nutzer im Vorfeld die gewünschte Etage eingeben. Die zentrale Steuerung wählt dann denjenigen Fahrstuhl aus, der aktuell die Besucher am effizientesten in die gewünschten Stockwerke transportiert. Ein derartiges System hat der Hersteller unter anderem schon in seiner Firmenzentrale unweit des Hauptbahnhofs Tokio im Einsatz.

  • Die Beamer-Technik setzt Mitsubishi Electric bereits bei seiner Fahrzeugstudie Emirai3 xDAS ein. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Hier sind die Projektoren in den Radkappen eingebaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Fahrzeugstudie Emirai3 xDAS (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Im Forschungszentrum in Ofuna bei Tokio setzt Mitsubishi Electric noch herkömmliche, große Beamer ein. In den mobilen Einheiten werden bereits kleinere Projektoren verwendet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Mitsubishi Electrics Beamer-System kann beispielsweise bei Fahrstühlen den wartenden Personen anzeigen, dass ein Rollstuhlfahrer ausfahren will. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Kurz vor dem Eintreffen der Kabine schafft die Projektion einen Freiraum vor der Aufzugstür. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Die Beamer-Technik setzt Mitsubishi Electric bereits bei seiner Fahrzeugstudie Emirai3 xDAS ein. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
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Im Showroom werden mit Hilfe herkömmlicher Projektoren außerdem auch verschiedene Motive auf die Türen projiziert, beispielsweise Werke zeitgenössischer japanischer Künstler. Dabei sind die Beamer in der Decke vor den Türen des Lifts eingebaut. Im Entwicklungszentrum in Ofuna zeigt der Hersteller auch praxisbezogenere Einsatzgebiete: So können die Projektionen beispielsweise Nutzern von Rollstühlen helfen, einfacher den Fahrstuhl zu verlassen.

Projektion schafft Freiraum vor dem Fahrstuhl

Die Idee ist, dass mit der Projektion ein Freiraum vor dem Fahrstuhl geschaffen wird. Dank diesem muss sich der Rollstuhlfahrer nicht erst durch eine Menschentraube drängen, wenn viele Leute zusteigen wollen. Der Fahrstuhl erkennt, dass ein Rollstuhlfahrer an Bord ist. Bevor die Fahrstuhlkabine die Etage erreicht, in der der Rollstuhlfahrer aussteigen will, wird an der Außenseite der Türen auf diesem Stockwerk ein entsprechender Hinweis eingeblendet.

Das uns gezeigte aktuelle Konzept sieht vor, dass der Hinweis kurz vor dem Eintreffen des Fahrstuhls nach unten in den Raum vor den Türen rutscht und hier einen Freiraum anzeigt. Mitsubishi Electric zufolge haben Studien gezeigt, dass diese Animation in den meisten Fällen tatsächlich dazu führt, dass wartende Personen zur Seite gingen. In der uns gezeigten Demonstration empfanden wir ebenfalls den Drang, der Projektion auszuweichen.

Beamer-Bild soll Rollstuhlfahrer nicht unter Druck setzen

Das projizierte Bild verschwindet, sobald sich die Türen öffnen. Dies ist Absicht und soll den Rollstuhlfahrer nicht unter Druck setzen - nach dem Motto: Alle schauen auf mich. Mitsubishi Electric ist nach Gesprächen mit Rollstuhlfahrern und Psychologen vom vorigen Konzept einer Art "roten Teppichs" abgekommen, das einen längeren Weg für den Rollstuhlfahrer anzeigte und diesen auch nach Eintreffen des Fahrstuhls weiter anzeigte.

Denkbar ist natürlich auch, diese Technik bei Kinderwagen im Fahrstuhl einzusetzen. Auch bei Anlieferungen in Bürogebäuden könnte ein derartiges Platzmanagement Staus verhindern. Da Mitsubishi Electric Fahrstühle und Fahrstuhlsteuerungen selbst baut, ist es denkbar, dass das Projektionssystem Teil künftiger Fahrstuhlanlagen sein könnte. Vorausgesetzt ist natürlich immer, dass wartende Nutzer die Hinweise ernst nehmen - eine gewisse Bereitschaft der Nutzerbasis ist also Voraussetzung dafür, dass das System wie gewünscht funktioniert.

Einsatz zu Olympischen Spielen 2020 geplant

Mitsubishi Electric hofft, das Beamer-System spätestens zu den Olympischen Spielen 2020 großflächig einzusetzen und die dann zu erwartenden Besucherströme leiten zu können. Einen Namen hat das Unternehmen für das System noch nicht. Vergleichbare Beamer hat der Hersteller bereits bei seiner Fahrzeugstudie Emirai3 xDAS eingesetzt: Hier werden die Projektoren verwendet, um beispielsweise großflächige Warnhinweise auf die Straße zu projizieren - etwa beim Abbiegen oder Einparken. Ende Oktober 2017 will Mitsubishi Electric die neue Version des Fahrzeugkonzepts vorstellen.

Offenlegung: Golem.de war auf Einladung von Mitsubishi Electric in Tokio. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

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 Projektor-Leitsysteme in Japan: Immer den blinkenden Pfeilen nach
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mxcd 12. Okt 2017

... ähm über der Beamfläche. Das macht ja irgendwie nur an Stellen Sinn, wo zwischen...

schap23 12. Okt 2017

In Kyoto, wie an anderen großen Bahnhöfen Japans, gibt es nur eins, was man einmal...

meinoriginaluse... 12. Okt 2017

Das fände ich hierzulande an Bahnhöfen auch nicht schlecht... Sperr-Animationen kurz nach...

chenge 12. Okt 2017

Eine Kombination aus Beamer und Kamera als Überwachungssystem zum Schutz von Personen...

triplekiller 12. Okt 2017

mit flüssigkristallbilsschirmen und passenden brillen mit polarisationsfiltern


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