Projekthoster: Teahub will gemeinnützige Alternative zu Github erstellen

Das Projekt Teahub will eine gemeinnützige Organisation gründen und so mit seiner gleichnamigen Plattform zahlreichen Open-Source-Projekten eine neue Heimat bieten. Der Dienst ist als Alternative zu kommerziellen Hostern wie etwa Github gedacht.

Artikel veröffentlicht am , Tim Schürmann/Linux Magazin/
Auf Teahub soll Software eine gemeinnützige Heimat finden.
Auf Teahub soll Software eine gemeinnützige Heimat finden. (Bild: Ginny, flickr.com/CC-BY 2.0)

Ein kleines Team von Entwicklern plant den Aufbau der gemeinnützigen Organisation Teahub mit dem Ziel, einen gleichnamigen nicht kommerziellen Projekthoster für Open-Source-Software zu erstellen. Kann dies erfolgreich umgesetzt werden, tritt die Plattform damit in direkte Konkurrenz zum wesentlich populäreren Dienst Github, den Microsoft vor etwa zwei Wochen für 7,5 Milliarden US-Dollar übernahm.

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Wie auf Github sollen Entwickler auf Teahub ihren Programmcode mit einer Versionsverwaltung pflegen und bereitstellen können. Das Angebot soll dauerhaft kostenfrei sein und auf Gitea basieren. Teahub soll zudem transparent und "in den Händen der Gemeinschaft" bleiben. Die technische Grundlage der Plattform bildet nach den derzeitigen Plänen ausschließlich freie Software.

Ob der Plan des Teahub-Teams erfolgreich umgesetzt werden kann, ist zurzeit noch nicht abzusehen - schließlich befindet sich das Projekt noch im Gründungsprozess. Das Betreiber-Team bittet auf der Teahub-Seite um Geldspenden. Der Dienst lässt sich noch nicht nutzen, interessierte Entwickler können sich aber für einen Early-Access-Zugang bewerben.

Nicht-Kommerziell ist bisher nur selber hosten

In der Vergangenheit gab es eine Vielzahl verschiedener Open-Source-Projekte, die ähnliche oder alternative Dienste zu Github anboten. In den meisten Fällen war aber auch hier das Hosting durch einen kommerziellen Anbieter übernommen worden. Nur größere Projekte waren in der Lage, den Code der Plattform für ein eigenes Hosting zu verwenden.

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Aktuell prominentes Beispiel hierfür ist etwa Gitlab, dessen Code inzwischen von Debian, Gnome oder Videolan auf eigener Infrastruktur genutzt wird. Das Gitlab-Unternehmen ist zurzeit aber weiter ein von Risikokapital abhängiger kommerzieller Hoster. Eine gemeinnützige Organisation wie Teahub könnte langfristig also auch kleinen Projekten eine nicht-kommerzielle Alternative bieten.

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