Projekt Vesta: Amazon plant weiterhin Alexa-Heimroboter

Amazons erster Alexa-Heimroboter könnte wie ein Fire-Tablet auf Rädern aussehen. Es gibt Sorge, dass das Projekt scheitert.

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Amazon will in den Markt für Heimroboter einsteigen.
Amazon will in den Markt für Heimroboter einsteigen. (Bild: Sajjad Hussain/AFP via Getty Images)

Amazon will sich wieder einen neuen Markt erschließen - diesmal sollen es Heimroboter sein, die sich durch den Einsatz von Alexa mit der Stimme steuern lassen. An dem Projekt namens Vesta wird bereits seit mehreren Jahren gearbeitet, doch es war lange ruhig darum geworden. Nun enthüllt Business Insider neue Details und hat vertrauliche Informationen von Personen erhalten, die an dem Projekt mitarbeiten.

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Demnach befinde sich Amazon in einer späten Prototypenphase. Ein Indiz dafür sei die wachsende Größe des technischen Support-Teams für dieses Projekt. Das Support-Team bestehe derzeit aus ein paar Hundert Mitarbeitern. Normalerweise dauere es Monate, ein technisches Support-Team aufzubauen, heißt es in dem Bericht.

Nach Angaben von Insidern werden viele Kundenanfragen erwartet, sobald der erste Alexa-Heimroboter verkauft wird. Daher setze Amazon darauf, die Anfragen mit einem entsprechend starken Team beantworten zu können. Das liegt nicht nur daran, dass Amazon hier in einen neuen Markt einsteigt. Amazon gehört auch zu den Unternehmen, die ihren Produkten keine Anleitungen beilegen, obwohl diese dringend benötigt werden.

Droht Vesta ein Misserfolg wie dem Fire Phone?

Nach Angaben von Business Insider sollen derzeit mehr als 800 Personen bei Amazon an Vesta arbeiten. Eigentlich wollte Amazon das Produkt längst auf dem Markt haben, aber es gab immer wieder Verzögerungen. Im Vesta-Team gibt es Zweifel daran, dass ein Alexa-Heimroboter ein Erfolg werden kann. Einige befürchten einen ähnlichen Flop wie beim Smartphone Fire Phone, das für einen Verlust von 170 Millionen US-Dollar sorgte.

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Seit dem Fire Phone ist Amazon aber zurückhaltender geworden, wenn neue Produkte in den Markt eingeführt werden. Immer wieder gibt es Produkte nur nach einer Einladung, um so erst die Marktakzeptanz testen zu können. So wurde etwa der Alexa-Ring Loop wieder eingestellt und kommt nicht regulär auf den Markt, während die Alexa-Brille Echo Frames eine Neuauflage erhalten hat.

Im Vesta-Team gibt es die Befürchtung, dass ein Alexa-Heimroboter nur ein Nischenmarkt werde und eher eine Spielerei als ein nützliches Utensil werde. "Die Leute sind sehr skeptisch - wir sind besorgt, dass es sich in ein weiteres Fire Phone verwandeln könnte", sagte einer der Insider bei Amazon.

Welche Funktionen der Roboter bieten wird, ist auch noch nicht ganz geklärt. Er könnte als mobile Videokonferenzlösung fungieren. Damit könnten dann Videokonferenzen abgehalten werden, ohne dabei sitzen bleiben zu müssen. Allerdings kann es für andere Teilnehmer irritierend sein, wenn sich das Videobild ständig bewegt.

Zudem könnte der Roboter ein Fach haben, um leichte Sachen zu transportieren. Durch die Kameras wäre er in der Lage, Gegenstände zu finden wie etwa verlorene Schlüssel oder Ähnliches. Mittels Erweiterungen könnte es möglich werden, dass der Roboter die Temperatur oder die Lufqualität misst.

Vesta ist ein Fire-Tablet auf Rädern

Einer der derzeit vorhandenen Vesta-Prototypen soll die Größe von zwei kleinen Katzen haben und etwa 30 cm breit sein. Der Roboter wird wohl mehrere Kameras, ein Display und Mikrofone haben. Es wird als ein "Fire-Tablet auf Rädern" beschrieben und soll sich selbsttätig bewegen können - ähnlich wie ein Saugroboter.

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Obwohl Amazon ein technisches Support-Team aufbaut, kann es noch passieren, dass der Vesta-Roboter nie auf den Markt kommt. Das Problem ist, dass ein solcher Roboter wesentlich teurer wird als etwa die Echo-Lautsprecher oder die Fire-TV-Geräte. In beiden Produktgruppen bietet Amazon die Geräte vergleichsweise preisgünstig an. Das sei im gleichen Umfang beim Roboter nicht möglich. Falls der Roboter erscheint, wird er wohl nur mit Einladungen zu haben sein, um das Risiko eines Fiaskos wie beim Fire Phone zu verhindern.

Verlagerung der Produktion bringt neue Probleme

Amazon will die Kosten für die Produktion senken und hat einen der Vesta-Fertiger von China nach Mexiko verlegt. Das hat zwar die Kosten gesenkt, brachte aber neue Probleme bei der Produktqualität. Derzeit ist unklar, wie sich diese Erfahrungen auf eine Markteinführung des Vesta-Roboters auswirken.

Amazon hat sich bisher nicht offiziell zu Vesta geäußert. Business Insider hat bei Amazon nachgefragt. Aber wie üblich in solchen Fällen lehnte das Unternehmen einen Kommentar zu Spekulationen ab.

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