Abo
  • Services:

Projekt Titan: Ex-Apple-Mitarbeiter soll Autoprojekt ausspioniert haben

Das FBI hat einen ehemaligen Apple-Mitarbeiter wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen angeklagt. Er soll Hard- und Software von Apples Autoprojekt ausspioniert haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Apple sollen Geschäftsgeheimnisse entwendet worden sein.
Apple sollen Geschäftsgeheimnisse entwendet worden sein. (Bild: Pexels/CC0 1.0)

Apple soll öffentlich einsehbaren Gerichtsakten zufolge durch einen Angestellten ausspioniert worden sein. Das FBI klagte den Mann wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen an. Der Beschuldigte war seit Ende 2015 bei Apple, um am Projekt Titan zu arbeiten und Soft- und Hardware für den Einsatz in autonomen Fahrzeugen zu entwickeln. Er entwarf und testete Leiterplatten, um Sensordaten zu analysieren.

Stellenmarkt
  1. MediaNet GmbH Netzwerk- und Applikations-Service, Freiburg
  2. über duerenhoff GmbH, Mainz

Im April 2018 nahm der Angeklagte nach der Geburt seines Kindes Familienurlaub und reiste nach China. Kurz darauf kündigte er seinem Vorgesetzten bei Apple an, dass er das Unternehmen verlasse und nach China ziehe, um für XMotors zu arbeiten - ein chinesisches Startup, das sich ebenfalls auf autonome Technik konzentriert.

In einem Mitarbeitergespräch wich der Angeklagte den Fragen seines Vorgesetzten nach dem Grund aus, woraufhin Apples Sicherheitsteam seine Netzwerkaktivitäten untersuchte und die Hardware analysierte, mit der er arbeitete. Apple stellte fest, dass kurz vor der Abreise seine Netzwerkaktivität "exponentiell zugenommen hatte", wie es in der Anklageschrift heißt. Er griff demnach auf Inhalte zu, die Prototypen und deren Anforderungen enthielten und in den Gerichtsdokumenten als Leistungsanforderungen, Niederspannungsanforderungen sowie Batteriesystem- und Antriebsstrangaufhängungen spezifiziert wurden.

In einer zweiten Befragung durch das Sicherheitsteam gab der Angeklagte zu, während seines Vaterschaftsurlaubs sowohl Daten als auch Hardware Apples mitgenommen zu haben. Er gestand auch, dass er sensible Inhalte von seinem eigenen Gerät auf das Notebook seiner Frau übertragen habe. Für den Diebstahl von Apples Geschäftsgeheimnissen muss der Angeklagte mit bis zu 10 Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 250.000 US-Dollar rechnen.

Apple warnte seine Mitarbeiter erst vor kurzem, Daten an Medien weiterzugeben. Nach eigenen Angaben entließ Apple im vergangenen Jahr 29 Mitarbeiter, weil diese Firmengeheimisse verraten haben sollen. Zwölf ehemalige Mitarbeiter seien sogar festgenommen worden.

Apple soll ursprünglich größere Pläne für autonome Fahrzeuge verfolgt und versucht haben, mit Firmen wie BMW und Mercedes-Benz zu kooperieren, um ein eigenes, elektrisch angetriebenes, autonomes Fahrzeug zu entwickeln. Die New York Times berichtete, dass diese Versuche gescheitert seien, weil Apple die Kontrolle über die Technik und das Design gefordert habe, wozu kein Automobilhersteller bereit gewesen sei. Danach habe Apple den Fokus auf die Entwicklung der Software für autonomes Fahren gelenkt.

Dem Konzern zufolge ist die Automobilindustrie reif für drei disruptive Technologien: Selbstfahrtechnologie, Elektrifizierung und Ride-Sharing. Im Mai 2016 steckte Apple bereits eine Milliarde US-Dollar in den chinesischen Mitfahrdienst Didi Chuxing.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. (-58%) 23,99€
  3. 9,99€

gol.emnutzer 11. Jul 2018 / Themenstart

Brauchst du nicht. Du kaufst die Zutaten bei den regionalen Erzeugern ein. Und darüber...

gol.emnutzer 11. Jul 2018 / Themenstart

Mitarbeitergespräche? Daraus kann man jetzt echte Straftaten ableiten, wenn alle gegen...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Smartphones Made in Germany - Bericht

Gigaset baut Smartphones - in Deutschland.

Smartphones Made in Germany - Bericht Video aufrufen
Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

Russische Agenten angeklagt: Mit Bitcoin und CCleaner gegen Hillary Clinton
Russische Agenten angeklagt
Mit Bitcoin und CCleaner gegen Hillary Clinton

Die US-Justiz hat zwölf russische Agenten wegen des Hacks im US-Präsidentschaftswahlkampf angeklagt. Die Anklageschrift nennt viele technische Details und erhebt auch Vorwürfe gegen das Enthüllungsportal Wikileaks.

  1. Nach Gipfeltreffen Trump glaubt Putin mehr als US-Geheimdiensten
  2. US Space Force Planlos im Weltraum
  3. Gewalt US-Präsident Trump will Gespräch mit Spielebranche

    •  /