Abo
  • Services:

Projekt Skybender: Google testet solarbetriebene 5G-Drohnen

Auf einem Weltraumbahnhof in New Mexico experimentiert Google mit solarbetriebenen Drohnen. Diese sollen sogar Millimeterwellen zur Datenübertragung im 5G-Standard nutzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Google-Anlagen auf dem Weltraumbahnhof in New Mexico
Die Google-Anlagen auf dem Weltraumbahnhof in New Mexico (Bild: New Mexico Spaceport Authority)

Der Suchmaschinenkonzern Google testet offenbar auf dem privaten Weltraumbahnhof Spaceport America ausgiebig eine luftgestützte Internetversorgung per Drohnen. Das berichtet die britische Zeitung The Guardian unter Berufung auf Dokumente, die mit Hilfe von Informationsfreiheitsanfragen erhältlich gewesen seien. Demnach habe Google im vergangenen Sommer auf dem Gelände mehrere Empfangsstationen aufgestellt, die mit verschiedenen Drohnen getestet worden seien. Das geheime Projekt trage den Namen Skybender (Himmelsbeuger).

Stellenmarkt
  1. Menger Engineering GmbH, Leipzig
  2. Deloitte, verschiedene Standorte

Google verfügt auf dem Weltraumbahnhof laut Bericht über einen rund 1.400 Quadratmeter großen Hangar und ein eigenes Kontrollzentrum. Das Unternehmen experimentiere dabei mit sogenannten Millimeterwellen, was einem Frequenzband von 30 Gigahertz bis 300 Gigahertz entspricht. Für die nächste Mobilfunkgeneration 5G sind solche Frequenzen bis zu etwa 100 Gigahertz im Gespräch. Sie sollen eine deutlich höhere Datenübertragung als LTE bringen. Die Pläne für eine satellitengestützte Internetversorgung hatte Google im vergangenen Juli aufgegeben.

Komplexe und energieintensive Empfangstechnik

Dem Bericht zufolge arbeitet Google in New Mexico mit einer Frequenz von 28 Gigahertz. Die Reichweite des Signals sei aber um den Faktor 10 geringer als bei LTE. Um den Nachteil auszugleichen und die Übertragung von einer hochfliegenden Drohne zu ermöglichen, müsse Google mit einer gebündelten Übertragung mit Hilfe sogenannter Phased-Array-Antennen experimentieren. "Das ist sehr schwierig, sehr komplex und verbraucht viel Energie", sagte der Elektrotechnik-Professor Jacques Rudell von der Uni Seattle dem Guardian.

Elektronisch schwenkbare Phased-Array-Antennen werden häufig bei militärischen Radaranlagen eingesetzt. Die US-Militärbehörde Darpa testet seit 2014 ebenfalls "mobile Hotspots" auf Basis dieser Technik.

Für die Tests soll Google ein sogenanntes Optionally Piloted Vehicle (OPV) von Centaur sowie seine eigenen Solardrohnen aus dem Projekt Titan nutzen. Ein solches Flugzeug vom Typ Solara 50 war im vergangenen Jahr abgestürzt.

Laut Guardian verfügt Google über eine Erlaubnis der US-Regulierungsbehörde FCC, bis zum kommenden Juli Drohnen in New Mexico zu testen. Der Betreiber des Flughafens, Virgin Galactic, soll alleine 1.000 Dollar am Tag für die Nutzung des Hangars erhalten. Das Geld könne der Weltraumbahnhof gut gebrauchen, denn seit dem Absturz des Raketenflugzeugs Spaceship Two im Oktober 2014 seien die Aktivitäten auf dem Spaceport America ziemlich zum Erliegen gekommen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 1,25€
  2. 14,99€
  3. 1,29€
  4. (-50%) 29,99€

Folgen Sie uns
       


Cue Roboter - Test

Wir hatten Spaß mit dem frechen Cue.

Cue Roboter - Test Video aufrufen
Recycling: Die Plastikwaschmaschine
Recycling
Die Plastikwaschmaschine

Seit Kurzem importiert China kaum noch Müll aus dem Ausland. Damit hat Deutschland ein Problem. Wohin mit all dem Kunststoffabfall? Michael Hofmann will die Lösung kennen: Er bietet eine Technologie an, die den Abfall in Wertstoff verwandelt.
Ein Bericht von Daniel Hautmann


    Kryptographie: Der Debian-Bug im OpenSSL-Zufallszahlengenerator
    Kryptographie
    Der Debian-Bug im OpenSSL-Zufallszahlengenerator

    Einer der schwerwiegendsten Fehler in der Geschichte der Kryptographie beschäftigte vor zehn Jahren Nutzer der Debian-Distribution. Wenn man danach sucht, findet man noch heute vereinzelt verwundbare Schlüssel.
    Von Hanno Böck


      Wonder Workshop Cue im Test: Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter
      Wonder Workshop Cue im Test
      Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter

      Bislang herrschte vor allem ein Niedlichkeitswettbewerb zwischen populären Spiel- und Lernrobotern für Kinder, jetzt durchbricht ein Roboter für jüngere Teenager das Schema nicht nur optisch: Cue fällt auch durch ein eher loseres Mundwerk auf.
      Ein Test von Alexander Merz


          •  /