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Mit simuliertem Mondstaub wird getestet

Die IRAS-Wissenschaftler haben eigens einen sogenannten Regolith-Simulanten entwickelt, ein Material mit den gleichen Eigenschaften wie Mond-Regolith. Regolith existiert auch auf der Erde. Er ist ein Produkt von chemischen und physikalischen Verwitterungsprozessen.

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Das Regolith auf dem Mond entstand dagegen durch Einschläge von Meteoriten verschiedenster Größen. Weil keine Erosion wie auf der Erde stattfindet, sind die einzelnen Partikel extrem scharfkantig. Die IRAS-Forscher fanden ähnliches Material auf der Erde und entwickelten ein Zerkleinerungsverfahren, um ihren simulierten Mondstaub herzustellen. So haben sie nachgewiesen, dass der Prozess zumindest im irdischen Labor funktioniert.

Die Forscher vom LZH und von IRAS arbeiten bereits seit 2015 zusammen. Mit dem Lasersystem begannen sie im August 2018. Im kommenden Jahr soll es fertig sein. Wenn sich die aktuelle Planung nicht ändert, kann es 2021 mit dem ersten Mondflug der PT Scientists zum Erdtrabanten fliegen.

Flug zum Mond ungewiss

Allerdings ist das Berliner Unternehmen zurzeit insolvent. Karsten Becker, einer der beiden Entwicklungsleiter, spricht von einer "vorläufigen Insolvenz". Das Unternehmen verhandele mit neuen Investoren, um die weitere Finanzierung zu sichern.

Ursprünglich gründete Robert Boehme 2009 die PT Scientists, um an dem Google-Wettbewerb Lunar-X-Prize für eine kommerzielle, unbemannte Mondmission teilzunehmen.

  • Die Attrappe der unbemannten Mondfähre Alina mit einem der Rover. Die Rover waren in Alien - Covenant im Kino zu sehen. (Foto: PT Scientists)
  • Das Ziel der PT Scientists ist die Landestelle von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal. Mit einem der Rover wollen sie das von Apollo 17 zurückgelassene Mondauto untersuchen. Die PT Scientists interessiert, wie sich die Materialien unter den extremen Bedingungen auf dem Mond verändert haben. (Illustration: PT Scientists)
  • Auch die Raumfahrtagentur Esa interessiert sich für den 3D-Druck. In dieser Studie stellen 3D-Drucker die äußere Schutzhülle einer igluartigen Struktur aus Mondstaub her. Als Grundgerüst dient eine von der Erde eingeflogene, aufblasbare Kuppel. (Illustration: Esa)
  • Moonrise will klären, ob 3D-Druck auf dem Mond funktioniert. Ein Laser an Bord eines Rovers der PT Scientists wird Mondstaub zu Mustern einschmelzen. Im Hintergrund die Landefähre Alina, die 2021 den Rover zum Mond bringen soll. (Illustration: PT Scientists via Laserzentrum Hannover)
  • Das Nasa-Konzept einer Mondstation von 1996. Das größte Manko dieses Konzepts ist, dass sämtliche Baumaterialien bei hohen Transportkosten von der Erde zum Mond transportiert werden müssten. (Illustration: Nasa)
Die Attrappe der unbemannten Mondfähre Alina mit einem der Rover. Die Rover waren in Alien - Covenant im Kino zu sehen. (Foto: PT Scientists)

Ziel war es, eine Sonde zum Mond zu bringen und dort einen Rover auszusetzen. Der sollte dort 500 Meter weit fahren. Der Preis war mit 20 Millionen US-Dollar dotiert, wurde aber letztlich nicht vergeben. Keiner der Teilnehmer erfüllte die Vorgaben. Boehme gründete 2010 das Unternehmen als Part-Time Scientists GmbH, um das ambitionierte Ziel trotzdem zu erreichen. 2017 schied das Unternehmen aus dem X-Prize-Wettbewerb aus, weil der von ihnen gebuchte Starttermin nach dem Ende der Deadline lag.

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  • Die Attrappe der unbemannten Mondfähre Alina mit einem der Rover. Die Rover waren in Alien - Covenant im Kino zu sehen. (Foto: PT Scientists)
  • Das Ziel der PT Scientists ist die Landestelle von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal. Mit einem der Rover wollen sie das von Apollo 17 zurückgelassene Mondauto untersuchen. Die PT Scientists interessiert, wie sich die Materialien unter den extremen Bedingungen auf dem Mond verändert haben. (Illustration: PT Scientists)
  • Auch die Raumfahrtagentur Esa interessiert sich für den 3D-Druck. In dieser Studie stellen 3D-Drucker die äußere Schutzhülle einer igluartigen Struktur aus Mondstaub her. Als Grundgerüst dient eine von der Erde eingeflogene, aufblasbare Kuppel. (Illustration: Esa)
  • Moonrise will klären, ob 3D-Druck auf dem Mond funktioniert. Ein Laser an Bord eines Rovers der PT Scientists wird Mondstaub zu Mustern einschmelzen. Im Hintergrund die Landefähre Alina, die 2021 den Rover zum Mond bringen soll. (Illustration: PT Scientists via Laserzentrum Hannover)
  • Das Nasa-Konzept einer Mondstation von 1996. Das größte Manko dieses Konzepts ist, dass sämtliche Baumaterialien bei hohen Transportkosten von der Erde zum Mond transportiert werden müssten. (Illustration: Nasa)
Das Ziel der PT Scientists ist die Landestelle von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal. Mit einem der Rover wollen sie das von Apollo 17 zurückgelassene Mondauto untersuchen. Die PT Scientists interessiert, wie sich die Materialien unter den extremen Bedingungen auf dem Mond verändert haben. (Illustration: PT Scientists)
 Große Pläne für den Mond
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MrAndersenson 07. Sep 2019

Yep, würd mich auch nicht unbedingt am Parabolspiegel aufhängen. Prisma, Fesnellinsen...

DWolf 04. Sep 2019

Danke für den Link. Sehr interessant. Ja das ist plausibel, an die Mengen hab ich...

Kay_Ahnung 04. Sep 2019

Die Grundidee ist nicht neu nein was neu ist ist das die Pläne für eine Mondbasis immer...

M.P. 04. Sep 2019

Oder das ist eine Reminiszenz an die Titelbilder von SciFi Groschenheften aus den 50er...

. 04. Sep 2019

Ja. das hat schon jemand probiert: https://www.youtube.com/watch?v=ptUj8JRAYu8


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