Große Pläne für den Mond

Alle großen Raumfahrtländer und auch die Esa verfolgen eigene Studien für Forschungsstützpunkte auf dem Mond. Aber erst einmal muss man ja hinfliegen. Quasi als Vorbereitung darauf erlaubte die Nasa den Unternehmen Blue Origin und Space X bei ihren Vorhaben für neue große Trägerraketen, Raumschiffe und Landefähren die Unterstützung mehrerer Nasa-Zentren in Anspruch zu nehmen.

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Blue Origin stellte kürzlich die Landefähre Blue Moon vor. Space X will mit seinem Starship auf Mondexpedition gehen.

Die Nasa brachte im April die Artemis-Mission auf den Weg, die bis 2024 eine bemannte Mission zum Mond schicken will. Russland will ab 2030 mit der Errichtung einer eigenen Mondstation beginnen. Ebenso wollen Space X und Blue Origin eigene Mondbasen errichten. Die Esa plant das Moon Village, eine permanente Basis auf dem Mond.

  • Die Attrappe der unbemannten Mondfähre Alina mit einem der Rover. Die Rover waren in Alien - Covenant im Kino zu sehen. (Foto: PT Scientists)
  • Das Ziel der PT Scientists ist die Landestelle von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal. Mit einem der Rover wollen sie das von Apollo 17 zurückgelassene Mondauto untersuchen. Die PT Scientists interessiert, wie sich die Materialien unter den extremen Bedingungen auf dem Mond verändert haben. (Illustration: PT Scientists)
  • Auch die Raumfahrtagentur Esa interessiert sich für den 3D-Druck. In dieser Studie stellen 3D-Drucker die äußere Schutzhülle einer igluartigen Struktur aus Mondstaub her. Als Grundgerüst dient eine von der Erde eingeflogene, aufblasbare Kuppel. (Illustration: Esa)
  • Moonrise will klären, ob 3D-Druck auf dem Mond funktioniert. Ein Laser an Bord eines Rovers der PT Scientists wird Mondstaub zu Mustern einschmelzen. Im Hintergrund die Landefähre Alina, die 2021 den Rover zum Mond bringen soll. (Illustration: PT Scientists via Laserzentrum Hannover)
  • Das Nasa-Konzept einer Mondstation von 1996. Das größte Manko dieses Konzepts ist, dass sämtliche Baumaterialien bei hohen Transportkosten von der Erde zum Mond transportiert werden müssten. (Illustration: Nasa)
Das Nasa-Konzept einer Mondstation von 1996. Das größte Manko dieses Konzepts ist, dass sämtliche Baumaterialien bei hohen Transportkosten von der Erde zum Mond transportiert werden müssten. (Illustration: Nasa)

Moonrise arbeitet an Testlaser

Das Lasersystem der Forscher aus Hannover und Braunschweig muss die Belastung beim Start und später bei der Landung auf dem Mond aushalten. Die größte Besonderheit besteht wohl in seiner Größe und in der Tatsache, dass es nicht aus nach Maß angefertigten Teilen, sondern aus bereits erhältlichen Komponenten besteht.

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"Dafür mussten Bauteile gefunden werden, die klein und kompakt genug sind, um den Transport zu überstehen", sagt Niklas Gerdes vom LZH. Dort entsteht das System, also Laser, Optik, Gehäuse und Steuerung. Auch der Zweck des Lasers ist ein Novum. Kleine Systeme für den Weltraum gibt es bereits, aber sie dienen zu Mess- und Beobachtungszwecken. "So etwas Kleines für diesen Zweck wurde bisher noch nicht gebaut", sagt Stefan Linke.

Das System soll zusammen mit einer Beleuchtungsanlage in einem Tunnel an der Unterseite eines Rovers installiert werden. Der soll dann geeignete Stellen auf der Mondoberfläche anfahren, an denen der Laser Regolith in vorher festgelegte Muster einschmilzt.

Über die Optik des Rovers wollen die Forscher dann klären, ob sich das eingeschmolzene Material als Baumaterial eignen würde. "Der von uns geplante direkte Nachweis, dass die Verarbeitung des Mond-Regoliths mit bereits verfügbaren Hardwarekomponenten möglich ist, wird entscheidend für die Planung zukünftiger Missionen sein. Größere und nachhaltige Projekte auf der Oberfläche unseres kosmischen Nachbarn werden so ermöglicht", sagt Stefan Linke.

Gebäudeteile, aber auch vieles andere, könnten dann vor Ort produziert werden. Die 3D-Drucker würden mit dem Verfahren des selektiven Laserschmelzens arbeiten. Bei diesem Verfahren wird Metallpulver Schicht für Schicht übereinander geschmolzen. Auf dem Mond würde Regolith das Metallpulver ersetzen.

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 Projekt Moonrise: 3D-Druck auf dem MondMit simuliertem Mondstaub wird getestet 
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MrAndersenson 07. Sep 2019

Yep, würd mich auch nicht unbedingt am Parabolspiegel aufhängen. Prisma, Fesnellinsen...

DWolf 04. Sep 2019

Danke für den Link. Sehr interessant. Ja das ist plausibel, an die Mengen hab ich...

Kay_Ahnung 04. Sep 2019

Die Grundidee ist nicht neu nein was neu ist ist das die Pläne für eine Mondbasis immer...

M.P. 04. Sep 2019

Oder das ist eine Reminiszenz an die Titelbilder von SciFi Groschenheften aus den 50er...

. 04. Sep 2019

Ja. das hat schon jemand probiert: https://www.youtube.com/watch?v=ptUj8JRAYu8



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