Abo
  • Services:
Anzeige
Die Richtfunkstrecke in Karlsruhe
Die Richtfunkstrecke in Karlsruhe (Bild: KIT)

Projekt Millilink: Fraunhofer-Institut überträgt 40 GBit/s über Richtfunk

Die Richtfunkstrecke in Karlsruhe
Die Richtfunkstrecke in Karlsruhe (Bild: KIT)

Mit eigens gefertigten Sender- und Empfängerchips wurden zwischen zwei Hochhäusern Daten mit einer Rate von 40 GBit/s übertragen. Die Technik eignet sich auch für WLAN.

Forschern in Deutschland ist es gelungen, 40 GBit/s bei 240 GHz über eine Entfernung von einem Kilometer per Funk zu übertragen. Das gaben das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik und das Karlsruher Institut für Technologie am 16. Mai 2013 bekannt. Die Technologie könnte mit Richtfunkstrecken Lücken in der Glasfaserversorgung schließen. Weitere mögliche Anwendungen sind Indoor-WLANs.

Anzeige

Die Forscher haben spezielle elektronische Sender und Empfänger für die Frequenz entwickelt, mit denen die Übertragung von Datenraten bis zu 40 GBit/s möglich wurde. Die Anlage wurde zwischen zwei Hochhäusern aufgebaut. "Wir haben es geschafft, eine Funkstrecke auf Basis aktiver elektronischer Schaltungen zu entwickeln, die ähnlich hohe Datenraten wie faseroptische Systeme hat und somit eine Einbindung der Funkstrecke ermöglicht", sagte Professor Ingmar Kallfass, der das Projekt koordinierte. Seit 2013 ist Kallfass an der Universität Stuttgart tätig, wo er das Projekt weiterführt.

Der Sender- und Empfängerchip ist 4 x 1,5 mm groß. "Die am Fraunhofer IAF entwickelte Halbleitertechnologie auf Basis von Transistoren mit hoher Ladungsträgerbeweglichkeit (HEMT) ermöglicht es, den Frequenzbereich zwischen 200 und 280 GHz mit aktiven Sendern und Empfängern in Form von integrierten Schaltungen zu nutzen. In diesem Frequenzbereich weist die Atmosphäre geringe Dämpfungswerte auf, so dass breitbandige Richtfunkstrecken möglich werden", erklärten die Wissenschaftler. Die Funkstrecke "funktioniert auch bei schlechten Wetterbedingungen wie Nebel oder Regen", berichtete Jochen Antes vom KIT.

Ein derartiges System besitzt auch den Vorteil der Bit-Transparenz, das heißt, das Signal einer Glasfaser könnte direkt ohne energieaufwendige Umcodierung in eine Funkstrecke eingespeist, übertragen und am anderen Ende wieder mit einer Glasfaser weitergeleitet werden. "Mit einer Verbesserung der spektralen Effizienz durch den Einsatz von komplexeren Modulationsformaten oder die Kombination mehrerer Kanäle, also Multiplexing, können wir noch höhere Datenraten erzielen", so Antes.

Das Projekt Millilink wird vom Bundesforschungsministerium mit zwei Millionen Euro unterstützt. Neben den beiden Forschungseinrichtungen Fraunhofer IAF und KIT sind an dem Projekt die Unternehmen Siemens, Kathrein und Radiometer Physics beteiligt.


eye home zur Startseite
oBsRVr666 17. Mai 2013

Und was möchtest du uns jetzt mit diesem Beitrag sagen? Das es Freitag ist?

sub7 17. Mai 2013

Da an der ganzen Sache unter anderem Unternehmen wie Siemens und Co. beteiligt sind...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Continental AG, Ingolstadt
  2. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Schweinfurt
  3. über Hays AG, Mannheim
  4. Daimler AG, Böblingen


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. The Evil Within 2 PC 19,97€, FIFA 18 PC 34,97€ oder für PS4 41,97€, Wolfenstein 2 PS4...
  2. (u. a. Wonder Woman, Transformers 5, King Arthur, Mad Max Fury Road, Deepwater Horizon, Batman v...

Folgen Sie uns
       


  1. Deutsche Telekom

    Weitere 39.000 Haushalte bekommen heute Vectoring

  2. Musikerkennungsdienst

    Apple erwirbt Shazam

  3. FTTH

    EWE senkt die Preise für seine Glasfaserzugänge

  4. WLAN

    Zahl der Vodafone-Hotspots steigt auf zwei Millionen

  5. Linux-Grafiktreiber

    Mesa 17.3 verbessert Vulkan- und Embedded-Treiber

  6. Gemini Lake

    Intel bringt Pentium Silver mit Gigabit-WLAN

  7. MG07ACA

    Toshiba packt neun Platter in seine erste 14-TByte-HDD

  8. Sysinternals-Werkzeug

    Microsoft stellt Procdump für Linux vor

  9. Forschungsförderung

    Medizin-Nobelpreisträger Rosbash kritisiert Trump

  10. Sicherheit

    Keylogger in HP-Notebooks gefunden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Bundesregierung: Mit verdrehten Zahlen gegen die ePrivacy-Verordnung
Bundesregierung
Mit verdrehten Zahlen gegen die ePrivacy-Verordnung
  1. Steuerstreit Apple zahlt 13 Milliarden Euro an Irland
  2. Rechtsunsicherheit bei Cookies EU warnt vor Verzögerung von ePrivacy-Verordnung
  3. Datenschutz EU-Parlament stimmt ePrivacy-Verordnung zu

Dynamics 365: Microsoft verteilt privaten Schlüssel an alle Kunden
Dynamics 365
Microsoft verteilt privaten Schlüssel an alle Kunden
  1. Microsoft Kollaboratives Whiteboard als Windows-10-Preview verfügbar
  2. Microsoft-Studie Kreative Frauen interessieren sich eher für IT und Mathe
  3. Connect 2017 Microsoft setzt weiter auf Enterprise-Open-Source

Amazon Video auf Apple TV im Hands on: Genau das fehlt auf dem Fire TV
Amazon Video auf Apple TV im Hands on
Genau das fehlt auf dem Fire TV
  1. Amazon Verkaufsbann für Apple TV bleibt bestehen
  2. Smartphone-Speicherkapazität Wie groß der Speicher eines iPhones sein sollte
  3. Mate 10 Pro im Test Starkes Smartphone mit noch unauffälliger KI

  1. Re: Das Problem sind Kontrolleure allgemein

    Der Held vom... | 11.12. 23:50

  2. iPhone 4/4s mit IOS 5 schalten nie ganz ab!

    Jan Paul | 11.12. 23:49

  3. Re: ich finde immer noch das londoner System am...

    Analysator | 11.12. 23:46

  4. Re: 50 Euro für 300/150??

    bithunter_99 | 11.12. 23:45

  5. Re: Habe es soeben deinstalliert

    berritorre | 11.12. 23:45


  1. 19:10

  2. 18:55

  3. 17:21

  4. 15:57

  5. 15:20

  6. 15:00

  7. 14:46

  8. 13:30


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel