Projekt Maelstrom: Webseiten über Torrent verteilen

Bittorrent will das Internet dezentralisieren: Künftig sollen auch Webseiten über Torrents ausgeliefert werden. Unter dem Projektnamen Maelstrom will das Unternehmen dafür einen Browser bereitstellen.

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Über den Maelstrom-Browser sollen Webinhalte per P2P verteilt werden.
Über den Maelstrom-Browser sollen Webinhalte per P2P verteilt werden. (Bild: Bittorrent)

Webseiten sollen künftig über das Torrent-Protokoll ausgeliefert werden, so der Plan von Bittorrent. Unter dem Projektnamen Maelstrom entwickelt das Unternehmen einen Webbrowser, der Webseiten dezentralisiert verteilt. Das soll Server entlasten und für mehr Netzneutralität sorgen.

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Projekt Maelstrom sieht vor, dass Nutzer selbst die Inhalte von Webseiten untereinander verteilen. Sie sollen über ein Peer-to-Peer-Netzwerk verbreitet werden, das über entsprechende Webbrowser aufgespannt wird. Laut Bittorrent wird an einem eigenen Browser gearbeitet, der auf Chromium basiert, berichtet Pcworld. Zu dem Problem der Zwischenspeicherung der Daten sagte Bittorrent, dass der Browser zwar einen Cache mit voreingestellter Größe anlege, dieser aber vom Anwender beliebig eingestellt werden könne.

Zusätzliche Aufbereitung ist nötig

Webseiten müssten ihre Inhalte speziell für das P2P-Netzwer aufbereiten. Das Projekt Maelstrom sehe gegenwärtig nicht vor, bestehende Inhalte von Webseiten zu konvertieren. Aktuell beschränke sich die Entwicklung aber auf statisches HTML und Javascript, sagte Bittorrents Christian Averill zur Pcworld. Entwickler werden jedoch eingeladen, Vorschläge für weitere Funktionen zu machen.

Dennoch sollen sich Webseiten später wie gewohnt interaktiv nutzen lassen. Über das Protokoll ließe sich alles ausliefern, was auch in normalen Webseiten eingebettet werden kann. Das gelte für eingebettete Bilder oder Videostreams, und auch Werbung könne darüber ausgeliefert werden, inklusive Schaltflächen für Social Media oder Analysewerkzeuge wie Google Analytics.

Maelstrom soll für Netzneutralität sorgen

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Innerhalb des Torrents ließen sich HTTP/S-Abfragen verarbeiten. Umgekehrt könnte das Protokoll genutzt werden, um bestimmte Inhalte einer Webseite auszuliefern, etwa Bilder oder Videos. Der von Bittorrent entwickelte Maelstrom-Webbrowser soll neben dem Torrent-Protokoll weiterhin auch über HTTP ausgegebene Inhalte verarbeiten können.

Zwar kann Maelstrom nicht verhindern, dass manipulierte Webseiten Malware ausliefern, die kryptografische Verifizierung einzelner Torrent-Pakete bietet aber einen zusätzlichen Schutz gegen die Manipulation von Datenströmen, etwa über Man-in-the-Middle-Angriffe. Da Internet-Service-Provider aber nicht wissen können, woher die Pakete ursprünglich kommen, können sie Inhalte auch nicht gezielt drosseln. Auch das Tracking könnte durch Maelstrom erschwert werden.

Noch lässt sich der Maelstrom-Browser nur auf Einladung ausprobieren.

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bloody.albatross 15. Dez 2014

Als Alternative zur Amazon Cloud zum Serven von Assets (Videos, Audio-Dateien, Bilder...

bloody.albatross 15. Dez 2014

Wenn man unter KDE ktorrent und den dabei mitgelieferten magnet URL KIO slave installiert...

Rulf 15. Dez 2014

das kann aber mmn auch an der operation exit-node liegen...ein großteil dieser knoten...

Anonymer Nutzer 14. Dez 2014

anonym ist freenet auch nur, wenn man es richtig nutzt. Wenn man z.B. zu gierig ist, und...

Anonymer Nutzer 14. Dez 2014

Diesen Effekt hatte ich damals beim P2P oft (Limewire, Kaazaa etc.). Suchte man etwas...



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