Abo
  • Services:

Projekt Logan: Mobile Kepler-GPU mit 192 Kernen bei 2 Watt

Nvidia hat seine auch als Lizenz erhältliche Kepler-GPU für Tablets und Smartphones erstmals öffentlich vorgeführt. Wegen enger Verwandtschaft zur PC-Version laufen darauf auch ähnliche Demos wie auf Geforce-Grafikkarten.

Artikel veröffentlicht am ,
Logan auf einem Entwicklersystem mit dem Demo Ira
Logan auf einem Entwicklersystem mit dem Demo Ira (Bild: Nvidia)

Im Rahmen der Grafikkonferenz Siggraph hat Nvidia seine mobile GPU mit Kepler-Architektur erstmals im Betrieb gezeigt. Der Chip, der sowohl als diskreter Grafikbaustein als auch zur Integration in SoCs vorgesehen ist, wird unter dem Codenamen Logan entwickelt.

Stellenmarkt
  1. Landeshauptstadt Stuttgart, Stuttgart
  2. Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Bamberg

Wie das Unternehmen in einem Blogpost erklärt, besteht Logan aus 192 Rechenwerken, die auf dem bei Geforce-, Quadro- und Tesla-Karten verwendeten Konzept von Kepler basieren. Dabei soll die mobile GPU nur 2 Watt benötigen. Das ist viel weniger, als rechnerisch bei gleicher Architektur möglich wäre, wenn man den auch von Nvidia gezogenen Vergleich zur Geforce Titan verwendet.

Die Titan benötigt 250 Watt für 2.688 Rechenwerke, 192 davon müssten also auf knapp 18 Watt kommen. Welche Stromspartricks Nvidia angewendet hat, gab das Unternehmen noch nicht bekannt. Wie der Chiphersteller in seinem Blog betont, sind die ersten Protoypen von Logan auch erst seit wenigen Tagen in den Labors gelandet, TSMC hat also offenbar gerade erst die Vorserienfertigung aufgenommen - auch mit welcher Strukturbreite das erfolgt, hat Nvidia noch nicht bestätigt. Wahrscheinlich ist aber, dass es wie bei den großen GPUs weiterhin 28 Nanometer sind, eine kleinere Strukturbreite für Logikbausteine hat TSMC noch nicht angekündigt.

  • Schneller als die PS3, aber für Handhelds (Folien: Nvidia)
  • Was die Konkurrenz laut Nvidia alles nicht kann
  • Ein kleiner Kepler für die Hosentasche
  • Entwicklersystem mit Logan, die GPU sitzt unten in der Mitte unter einem Kühlkörper. (Bild: Nvidia)
Schneller als die PS3, aber für Handhelds (Folien: Nvidia)

Zur theoretischen Rechenleistung macht Nvidia noch keine Angabe, was darauf schließen lässt, dass die endgültigen Taktfrequenzen noch nicht spezifiziert sind. Das Unternehmen ist sich aber bereits jetzt sicher, dass die Leistung von Logan über der 2006 erschienenen PC-Grafikkarte Geforce 8800 GTX und dem Grafikchip der Playstation 3 liegt, die im gleichen Jahr auf den Markt kam.

Neben viel Leistung soll Logan auch durch einen umfangreichen Funktionsumfang überzeugen. Der Grafikprozessor beherrscht nicht nur die in ARM-SoCs üblichen Schnittstellen Open GL ES 3.0 und OpenGL 4.0, sondern auch DirectX-11 samt Tessellation. Die beiden Letztgenannten haben Nvidia zufolge die Konkurrenten im mobilen Segment noch nicht zu bieten.

Ganz offensichtlich schielt Nvidia mit dieser Ausstattung auch auf einen Einsatz in x86-Systemen, wie beispielsweise neuen Tablets auf Basis von Intels besonders sparsamen Haswell-CPUs. Auch eine Integration in SoCs, die dann andere Anbieter als Nvidia fertigen, ist möglich. Dazu hatte das Unternehmen vor kurzem angekündigt, seine Entwicklungen erstmals auch Lizenznehmern anzubieten.

Ob die Rechnung aufgeht, wird sich erst in der ersten Hälfte des Jahres 2014 zeigen, dann soll Logan auf den Markt kommen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)
  2. bei Caseking kaufen
  3. und 25€ Steam-Gutschein erhalten

nille02 27. Jul 2013

Ja genau, das "erreichen" sollte eigentlich ein errechnen werden. Der Takt der GPU spielt...

Satan 26. Jul 2013

...eher Marketingtricks. Wie man die Leistung einer 8800GTX, die damals mit >100W dabei...

renegade334 26. Jul 2013

Man kann's auch aus einer anderen Seite betrachten. Wie ich sehe, ist die Landschaft...


Folgen Sie uns
       


Detroit Become Human - Livestream

Detroit: Become Human hat unseren Chat und Livestreamer Michael Wieczorek überzeugt. Immer wieder und wieder wollten wir wissen, wie es in dem spannenden Sci-Fi-Krimi in unserer(?) Zukunft weitergeht.

Detroit Become Human - Livestream Video aufrufen
Hacker: Was ist eigentlich ein Exploit?
Hacker
Was ist eigentlich ein Exploit?

In Hollywoodfilmen haben Hacker mit Sturmmasken ein ganzes Arsenal von Zero-Day-Exploits, und auch sonst scheinen die kleinen Programme mehr und mehr als zentraler Begriff der IT-Sicherheit verstanden zu werden. Der Hacker Thomas Dullien hingegen versucht sich an einem theoretischen Modell eines Exploits.
Von Hauke Gierow

  1. IoT Foscam beseitigt Exploit-Kette in Kameras
  2. Project Capillary Google verschlüsselt Pushbenachrichtigungen Ende-zu-Ende
  3. My Heritage DNA-Dienst bestätigt Datenleck von 92 Millionen Accounts

In eigener Sache: Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht
In eigener Sache
Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht

IT-Profis sind auf dem Arbeitsmarkt enorm gefragt, und die Branche hat viele Eigenheiten. Du kennst dich damit aus und willst unseren Lesern darüber berichten? Dann schreib für unser Karriere-Ressort!

  1. Leserumfrage Wie sollen wir Golem.de erweitern?
  2. Stellenanzeige Golem.de sucht Redakteur/-in für IT-Sicherheit
  3. Leserumfrage Wie gefällt Ihnen Golem.de?

IT-Jobs: Fünf neue Mitarbeiter in fünf Wochen?
IT-Jobs
Fünf neue Mitarbeiter in fünf Wochen?

Startups müssen oft kurzfristig viele Stellen besetzen. Wir waren bei dem Berliner Unternehmen Next Big Thing dabei, als es auf einen Schlag Bewerber für fünf Jobs suchte.
Ein Bericht von Juliane Gringer

  1. Frauen in IT-Berufen Programmierte Klischees
  2. Bitkom Research Höherer Frauenanteil in der deutschen IT-Branche
  3. Recruiting IT-Experten brauchen harte Fakten

    •  /