Abo
  • IT-Karriere:

Projekt Jedi: Google verzichtet auf Regierungsmilliarden

Google lehnt ein lukratives Geschäft mit der US-Regierung ab: Das Unternehmen beteiligt sich nicht an einem Cloud-Projekt des US-Verteidigungsministeriums. Eine KI-Kooperation mit dem US-Militär kam bei der Belegschaft nicht gut an.

Artikel veröffentlicht am ,
Google-Chef Sundar Pichai: nicht im Einklang mit Googles Regeln für künstliche Intelligenz
Google-Chef Sundar Pichai: nicht im Einklang mit Googles Regeln für künstliche Intelligenz (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Sein Firmenmotto "Don't be evil" hat Google zwar abgeschafft. Das bedeutet aber nicht, dass das Unternehmen für Geld alles macht. Für das US-Verteidigungsministerium zu entwickeln, gehört offenbar nicht dazu.

Stellenmarkt
  1. NETZSCH-Gerätebau GmbH, Selb
  2. RATIONAL AG, Landsberg am Lech

Google nimmt nicht an dem Projekt Joint Enterprise Defense Infrastructure (Jedi) teil. Dabei geht es darum, die Daten des US-Verteidigungsministeriums auf eine von einem Unternehmen betriebene Cloud zu übertragen. Jedi soll bis zu zehn Jahre laufen und ist mit zehn Milliarden US-Dollar dotiert. Die Ausschreibung für das Projekt läuft bis 12. Oktober 2018.

Bei den Cloud-Anbietern stieß die im Juli veröffentlichte Ausschreibung auf Interesse, da sie hoffen, sich einen Anteil an dem lukrativen Geschäft mit der Regierung zu sichern. Google werde aber kein Angebot abgeben, teilte das Unternehmen mit.

Es sei nicht sicher, ob das Projekt in Einklang mit den eigenen Regeln für künstliche Intelligenz (KI) stehe, begründet Google. Zudem seien Teile des Vertrages nicht mit Googles staatlichen Zertifizierungen vereinbar. Das Unternehmen hätte Teillösungen angeboten, wenn der Vertrag für mehrere Anbieter offen gewesen wäre. Google vertrete den Standpunkt, dass Regierungsstellen und Behörden besser beraten seien mit einem Multi-Cloud-Ansatz.

Google hat zuletzt keine guten Erfahrungen mit Regierungsprojekten gemacht: Im März wurde bekannt, dass Google dem US-Verteidigungsministerium das KI-Framework Tensorflow für die Objekterkennung zur Verfügung stellte. Google-Mitarbeiter protestierten gegen das Project Maven und forderten dessen Ende.

Mit Erfolg: Anfang Juni verkündete die Unternehmensleitung, die 2019 endende Kooperation mit dem US-Militär nicht zu verlängern. Wenige Tage später veröffentlichte Google Regeln für die Arbeit mit KI. Danach soll KI nützlich für die Gesellschaft sein und darf nicht für Waffen oder andere Zwecke, die für Menschen schädlich sind, eingesetzt werden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,99€
  2. 3,99€
  3. 5,99€
  4. 0,49€

Glennmorangy 12. Okt 2018

Das Pentogon sucht einen Anbieter der alle Anforderungen aus einer Hand anbieten kann und...

KTVStudio 10. Okt 2018

Google versucht halt mit Vorschriften und Leitlinien die Inklusion zu erzwingen, dass tut...

mnementh 09. Okt 2018

Japp, das ist das Entscheidende: was andere tun sollte den eigenen moralischen...


Folgen Sie uns
       


Cepton Lidar angesehen

So funktioniert der Laserscanner des US-Startups Cepton.

Cepton Lidar angesehen Video aufrufen
Bug Bounty Hunter: Mit Hacker 101-Tutorials zum Millionär
Bug Bounty Hunter
Mit "Hacker 101"-Tutorials zum Millionär

Santiago Lopez hat sich als Junge selbst das Hacken beigebracht und spürt Sicherheitslücken in der Software von Unternehmen auf. Gerade hat er damit seine erste Million verdient. Im Interview mit Golem.de erzählt er von seinem Alltag.
Ein Interview von Maja Hoock

  1. White Hat Hacking In unter zwei Stunden in Universitätsnetzwerke gelangen

Strom-Boje Mittelrhein: Schwimmende Kraftwerke liefern Strom aus dem Rhein
Strom-Boje Mittelrhein
Schwimmende Kraftwerke liefern Strom aus dem Rhein

Ein Unternehmen aus Bingen will die Strömung des Rheins nutzen, um elektrischen Strom zu gewinnen. Es installiert 16 schwimmende Kraftwerke in der Nähe des bekannten Loreley-Felsens.

  1. Speicherung von Überschussstrom Wasserstoff soll bei Engpässen helfen
  2. Energiewende DLR-Forscher bauen Kohlekraftwerke zu Stromspeichern um
  3. Erneuerbare Energien Wellenkraft als Konzentrat

LTE-V2X vs. WLAN 802.11p: Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?
LTE-V2X vs. WLAN 802.11p
Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?

Trotz langjähriger Verhandlungen haben die EU-Mitgliedstaaten die Pläne für ein vernetztes Fahren auf EU-Ebene vorläufig gestoppt. Golem.de hat nachgefragt, ob LTE-V2X bei direkter Kommunikation wirklich besser und billiger als WLAN sei.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Vernetztes Fahren Lobbyschlacht um WLAN und 5G in Europa
  2. Gefahrenwarnungen EU setzt bei vernetztem Fahren weiter auf WLAN

    •  /