Projekt Iliad: Amazon soll Kündigung von Prime bewusst erschweren

Mit dem Projekt mit dem Codenamen Iliad hat Amazon die Stornierungen von Amazon Prime um 14 Prozent gesenkt.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein Amazon-Arbeiter im März 2021 auf dem Firmengelände in Brandizzo bei Turin
Ein Amazon-Arbeiter im März 2021 auf dem Firmengelände in Brandizzo bei Turin (Bild: MARCO BERTORELLO/AFP via Getty Images)

Amazon hat es im Rahmen des Projekts mit dem Codenamen Iliad schwieriger gemacht, Prime-Mitgliedschaften zu kündigen. Das geht aus internen Dokumenten hervor, die dem Onlinemagazin Businessinsider vorliegen. Mit Iliad wurden mehrere Ebenen von Fragen und neuen Angeboten erstellt, bevor Prime gekündigt werden konnte. Nach dem Start des Programms gingen die Stornierungen im Jahr 2017 um 14 Prozent zurück, wie die internen Dokumente zeigen.

Stellenmarkt
  1. Data Scientist für KI-Anwendungen in der Produktentwicklung (all genders)
    Viscom AG, Hannover
  2. Senior DevOps Engineer (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Berlin, München, Wolfsburg
Detailsuche

In den vergangenen Jahren wurden mehrere Beschwerden bei der Federal Trade Commission eingereicht, in denen eine Untersuchung des Kündigungsprozesses von Amazon Prime gefordert wurde, berichtet Businessinsider.

"Während des gesamten Prozesses manipuliert Amazon die Nutzer durch Formulierungen und Grafikdesign, was den Prozess unnötig schwierig und frustrierend zu verstehen macht", erklärte der norwegische Verbraucherrat im Januar 2021.

In einer E-Mail an Insider sagte ein Sprecher von Amazon, dass die Anmelde- und Kündigungsprozesse für Prime "einfach und transparent sind und den Kunden klar die Wahlmöglichkeiten und die Auswirkungen dieser Entscheidungen präsentieren".

Golem Karrierewelt
  1. Automatisierung (RPA) mit Python: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    03./04.11.2022, Virtuell
  2. Adobe Photoshop für Social Media Anwendungen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    24./25.08.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Die letzte Erhöhung der Gebühren für Prime, den kostenlosen Versand für viele Artikel und das Medienabonnement, wurden in den USA im Februar 2022 angekündigt.

Die monatliche Gebühr für Prime stieg von 12,99 US-Dollar auf 14,99 US-Dollar, was die jährliche Mitgliedschaft von 119 US-Dollar auf 139 US-Dollar wachsen lässt. Die Änderung trete für neue Mitglieder am 18. Februar in Kraft, hieß es. Die Jahresgebühren der US-Prime-Abonnenten stiegen zuletzt vor vier Jahren von 99 US-Dollar auf 119 US-Dollar.

In Deutschland kostet das jährliche Prime-Abo 69 Euro, bei monatlicher Zahlung sind es 7,99 Euro pro Monat. Rund 94 Prozent der Onlinekäufer in Deutschland sind laut Angaben des Instituts für Handelsforschung Köln (IFH Köln) Kunden bei Amazon und rund 70 Prozent des Amazon-Umsatzes wird von Prime-Mitgliedern realisiert.

Amazon steht mit solchen Praktiken nicht allein da. Der Medienkonzern Sky erschwert es seinen Kunden ebenfalls, Abonnements wie Sky Ticket zu kündigen.

Jamil Ghani, Vice President Amazon Prime, sagte Golem.de: "Kundentransparenz und Vertrauen haben für uns höchste Priorität. Von Haus aus machen wir es unseren Kunden klar und einfach, sich für ihre Prime-Mitgliedschaft anzumelden oder sie zu kündigen. Wir hören uns ständig das Feedback unserer Kunden an und suchen nach Möglichkeiten, das Kundenerlebnis zu verbessern."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


peterbruells 23. Mär 2022

Ja. 20 ¤ oder mit einem Buch darin. Buch ist in DE ein super Geschäft für Amazon, weil...

peterbruells 23. Mär 2022

Nur muss eben niemand etwas rechtfertigen was nicht gegen Gesetze verstößt. Kann man...

prosumer 23. Mär 2022

Und wieder: Null Verständnis, toxisches rumekeln. Tschüs.

narfomat 23. Mär 2022

best of irony 2022 =)



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Hybridmagnet
Chinesische Forscher erzeugen Rekord-Magnetfeld

Mit einem Hybridmagneten hat ein Team in China einen Rekord aus den USA für das stärkste stabile Magnetfeld überboten.

Hybridmagnet: Chinesische Forscher erzeugen Rekord-Magnetfeld
Artikel
  1. Videostandards: Wie das Bild auf den Schirm kommt
    Videostandards
    Wie das Bild auf den Schirm kommt

    Was ist der Unterschied zwischen Displayport und HDMI? In einer kleinen Geschichtsstunde erklären wir, wie Bilddaten zum Monitor kommen.
    Von Johannes Hiltscher

  2. Rollerdrome im Test: Ballern beim Rollen
    Rollerdrome im Test
    Ballern beim Rollen

    Wer Bunny Hop oder Rocket Jump schon kann, wirft einen Blick auf Rollerdrome: Das Actionspiel bietet Kämpfe mit fortgeschrittener Steuerung.
    Von Peter Steinlechner

  3. Data Mesh: Herr der Daten
    Data Mesh
    Herr der Daten

    Von Datensammelwut und Data Lake zu Pragmatismus und Data Mesh - ein Kulturwandel.
    Von Mario Meir-Huber

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Zotac RTX 3080 12GB 829€, Mac mini 16GB 1.047,26€. WD SSD 2TB (PS5) 199,99€ • MindStar (Sapphire RX 6900XT 939€, G.Skill DDR4-3200 32GB 98€) • PS5 bestellbar • Alternate (Apple iPad günstiger) • Games für PS5/PS4 bis 84% günstiger • Bester 2.000€-Gaming-PC[Werbung]
    •  /