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Projekt Falke: Bundespolizei testet Drohnenabwehrsysteme

Drohnen sollen die Abläufe und die Sicherheit an deutschen Flughäfen nicht mehr stören.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Drohne (Symbolbild): mindestens 120 Vorfälle an deutschen Flughäfen im Jahr 2019
Drohne (Symbolbild): mindestens 120 Vorfälle an deutschen Flughäfen im Jahr 2019 (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Trotz Verordnungen, die die Nutzung des Luftraums für Copter regeln, kommt es immer wieder zu Zwischenfällen mit den unbemannten Luftfahrzeugen (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) an Flughäfen. Die Bundespolizei will deshalb Systeme zu deren Abwehr installieren.

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Im Rahmen des Projekts Falke sollen 14 internationale Flughäfen mit stationären Systemen ausgestattet werden. Beteiligt an dem Projekt sind das Rüstungsunternehmen Hensoldt, dessen Tochterunternehmen Euroavionics sowie die Universität der Bundeswehr in Hamburg. Das habe das Bundesverkehrsministerium dem Bundestagesabgeordnete Andrej Hunko (Die Linke) mitgeteilt, berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa).

Ziel des Projekts ist, herauszufinden, wie kleinere UAVs erkannt, identifiziert und schließlich abgewehrt werden können. Geklärt werden soll auch, wie sich ein solches System in das Netz von Sicherheitsbehörden, Flughafenbetreibern und Flugsicherung integrieren lässt, dass Auswirkungen auf den Flugverkehr gering gehalten werden.

Hunko kritisiert das Projekt. "Es ist richtig, die Flughäfen mit Systemen zur Erkennung von Drohnen auszustatten", sagte er der dpa. Ein UAS mit Laserwaffen oder Störgeräten sei aber unnötig. Es reiche aus, wenn die Bundespolizei einen Drohnenpiloten orten könne und anschließend eine Strafverfolgung einleite.

Die Bundesregierung hatte im Januar mitgeteilt, sie wolle ein Registrierungssystem für Betreiber von Coptern nach den Vorgaben des europäischen Rechts einrichten. Nach Regierungsangaben soll die Einrichtung eines stationären Anti-Drohnen-Systems an einem Flughafen rund 30 Millionen Euro kosten. Ein mobiles System hingegen kostet 13 Millionen Euro pro Jahr.

2017 hatte die Bundesregierung eine Drohnenverordnung erlassen, die regelt, was die UAVs dürfen und was nicht. Danach sind Flüge in der Nähe von Einsätzen von Polizei und Rettungskräften, von Hauptverkehrswegen, Industrieanlagen, Naturschutzgebieten sowie sicherheitsrelevanten Einrichtungen verboten. Ein generelles Flugverbot gilt in einem Bereich von 1,5 Kilometern rund um Flughäfen.

Dennoch kommt es immer wieder zu Verstößen. Im vergangenen Jahr registrierte die Deutsche Flugsicherung (DFS) bis November 120 Vorfälle an Flughäfen. Die Dunkelziffer dürfte jedoch höher sein. Das waren zwar weniger als im Vorjahr, doch musste im vergangenen Jahr der Flugbetrieb zwei Mal in Frankfurt wegen Drohnenalarm vorübergehend eingestellt werden.

Kurz vor Weihnachten 2018 wurde der Londoner Flughafen Gatwick nach einer Drohnensichtung 30 Stunden lang geschlossen. Am Flughafen Heathrow wurde deshalb ein System installiert, das verhindert, dass Drohnen in die Verbotszone hineinfliegen, und deren Piloten lokalisiert.

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Snoozel 26. Mär 2020

Nö. Warum sollen alle anständigen Dronenpiloten für ein paar Vollidioten in Sippenhaft...

cyberdynesystems 25. Mär 2020

Klar geht das und mit Hilfe der Bundeswehrsysteme funktioniert das bestens bis vor die...

pool 25. Mär 2020

Ich dachte das sei schon vollständig komerzialisiert: https://guardion.eu/ Die erkennen...


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