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Projekt BER: Piraten mit Dokumenten und Wiki zur Berliner Flughafenaffäre

Die Berliner Piraten brauchen Hilfe, um die Aktenberge zur Affäre um den Bau des Berliner Großflughafens zu sichten. Für Whistleblower ist auch anonymes Hochladen per Privacybox möglich.
/ Achim Sawall
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Martin Delius (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)
Martin Delius Bild: Andreas Rentz/Getty Images

Die Berliner Fraktion der Piratenpartei hat eine Projektseite(öffnet im neuen Fenster) zur Affäre um den Bau des Berliner Großflughafens eingerichtet. Auf Projekt BER lassen sich auch anonym Meldungen und Dokumente über Privacybox hochladen, heißt es auf der Webseite. Martin Delius, der den Untersuchungsausschuss leiten wird, sagte der Berliner Zeitung(öffnet im neuen Fenster): "Wir haben beispielsweise vor, alle nicht-geheimen Dokumente zu digitalisieren und im Internet zu veröffentlichen."

Auch eine Funktion zum Kommentieren und Möglichkeiten zur Mitarbeit wie bei dem VroniPlag Wiki soll es geben.

Delius: "Wir wollen allen Interessierten die Möglichkeit zur Mitarbeit geben: Flugroutengegnern, Bürgerinitiativen, Risikomanagern, Brandschutzexperten, Juristen." Die Piratenpartei könne "die Aktenberge gar nicht allein durcharbeiten". Am 17. Juli 2012 wird sich der Vorstand der Piratenfraktion auf Einladung der Flughafengesellschaft selbst ein Bild von den Zuständen auf der Baustelle des Flughafens BER machen.

Delius kündigte am 20. Juni 2012 an, nach der Sommerpause seinen Posten als Geschäftsführer der Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus aufzugeben, um sich mehr der inhaltlichen Arbeit zu widmen. Eine "neue, große und wichtige Aufgabe" für ihn werde der Untersuchungsausschuss zur Berliner Flughafenaffäre. "Das ist viel Arbeit", so Delius. Delius war seit Herbst 2011 parlamentarischer Geschäftsführer der Partei, die bei der Wahl 8,9 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Mitten in die Debatte um Neonazis in der Partei platzte er im Spiegel(öffnet im neuen Fenster) mit der Aussage: "Der Aufstieg der Piratenpartei verläuft so rasant wie der der NSDAP zwischen 1928 und 1933." Später entschuldigte er sich dafür.


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