Geheimdienste Hacken und Töten

Dabei werden die Daten aus Hacks auch dazu genutzt, Menschen extralegal zu töten, beispielsweise mit sogenannten Drohnenmorden. Das gab der ehemalige NSA- und CIA-Chef Michael Hayden 2014 auf einer Podiumsdiskussion offen zu: "Wir töten Menschen auf Basis von Metadaten".

Zusätzlich zu den Geheimdiensten, die sich ihre Zero Days und Lücken gegenseitig für den vermeintlichen Anti-Terror-Kampf klauen, landen diese Werkzeuge eben früher oder später auch in den Händen von Kriminellen, die damit teils extrem großen wirtschaftlichen Schaden anrichten können. Besonders eindrücklich zeigten das die Wannacry-Ransomware-Attacken im Frühjahr 2017, die auf Zero Days der NSA aufbauten.

Bastion gegen Hacking wackelt

Dass bei all den offensichtlichen Gefahren nun nicht mehr nur notorisch angriffslustige Geheimdienstler und Politiker darüber diskutieren, ob Google die Lücken wirklich hätte schließen müssen, sondern auch Google-Angestellte selbst, ist extrem besorgniserregend. Denn oft sind eben Firmen wie Google, Microsoft oder andere große Software-Hersteller die letzte Bastion gegen groß angelegte, staatlich finanzierte Hacking-Angriffe. Doch das scheint nun langsam zu bröckeln.

Sollte es tatsächlich irgendwann dazu kommen, dass Unternehmen durch Nichtstun Geheimdienste in ihrem Wirken unterstützen, gefährdet das nicht nur fahrlässig die IT-Sicherheit aller, sondern wie in der Vergangenheit gesehen auch die Wirtschaft. Die beteiligten Unternehmen schaden sich damit am Ende auch nur selbst. Denn wer will schon Software benutzen, bei der Sicherheitslücken aus welchem Grund auch immer ganz bewusst nicht behoben werden? Das ist ein dystopisches Szenario, das hoffentlich nie Wirklichkeit wird.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).

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 Project Zero: Google fixt dem Westen die Zero Days weg - das ist gut so!
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