Project Zero: Google-Entwickler baut Windows-Loader für Linux

Für Googles Sicherheitsprogramm Project Zero hat der Entwickler Tavis Ormandy ein Programm entwickelt, um Windows-Bibliotheken unter Linux laden zu können. Der einfache Grund: Die Sicherheitswerkzeuge für Linux sind besser als unter Windows.

Artikel veröffentlicht am ,
Sicherheitslücken im Windows Defender werden unter Linux gefunden.
Sicherheitslücken im Windows Defender werden unter Linux gefunden. (Bild: Microsoft)

"Überraschung, ich habe den Windows Defender auf Linux portiert", schreibt der bei Google als Sicherheitsforscher angestellte Tavis Ormandy auf Twitter und verlinkt auf ein Github-Projekt. Ormandy hat aber natürlich nicht den Quellcode portiert, sondern Werkzeuge erstellt, die es ermöglichen, Windows-Bibliotheken (DLL) auch unter Linux auszuführen. Ein Vergleich mit dem Windows-API-Nachbau Wine scheint zwar naheliegend, allerdings ist der Projektumfang und die Zielstellung von Loadlibrary deutlich kleiner.

Ormandy hat das nun unter der GPLv2 verfügbare Projekt offenbar für die Analyse des Windows Defenders erstellt. Bei der Untersuchung in Zusammenarbeit mit Natalie Silvanovich ist eine gravierende Sicherheitslücke in Microsofts Antivirensoftware entdeckt worden, die Nutzer von Windows gefährdete.

Der Code von Ormandy, der schlicht Loadlibrary heißt, umfasst verschiedene Bestandteile. Der wohl wichtigste ist ein Loader für PE/COFF-Binärdateien, der von Ndiswrapper abgeleitet sei. Zusätzlich zum Laden der Dateien können diese dann auch mit dem GNU Debugger (GDB) untersucht werden. Darüber hinaus unterstützt das Projekt die Verwendung von Valgrind oder auch vom Address Sanitizer.

Für Ormandy ist ziemlich eindeutig, warum dieser Mehraufwand notwendig sei. Vor allem das Verwenden von sogenannten Fuzzing-Techniken ist unter Windows "anspruchsvoll und ineffizient". Damit verbundene Probleme seien unter Linux einfach geringer. Seiner Meinung nach hätte Linux auch die besseren Werkzeuge für seine Zwecke, schreibt Ormandy.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /