• IT-Karriere:
  • Services:

Project Zero: Google enthüllt weitere Sicherheitslücken in Apples OS X

Innerhalb einer Woche hat Google Details zu zwei weiteren Sicherheitslücken in OS X veröffentlicht. Bevor Apple Patches veröffentlicht hat, ist Googles 90-Tage-Schonfrist abgelaufen. Zudem sind Windows-Systeme derzeit über ein Sicherheitsloch in Adobes Flash-Player angreifbar.

Artikel veröffentlicht am ,
Google meldet weitere Sicherheitslücken in Apples OS X.
Google meldet weitere Sicherheitslücken in Apples OS X. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Zwei weitere Sicherheitslücken hat Google in Apples OS X gefunden. Diese wurden nun im Rahmen von Googles Project Zero nach einer Schonfrist von 90 Tagen automatisch veröffentlicht. Für beide Sicherheitslücken sind bisher keine Patches veröffentlicht worden, Google hat wie gewohnt Exploit-Code veröffentlicht, um das Vorhandensein der Sicherheitslecks zu belegen.

Schwachstelle in der Bluetooth-Implementierung

Stellenmarkt
  1. Techniker Krankenkasse, Hamburg
  2. über duerenhoff GmbH, Albstadt

Der eine Fehler betrifft die Bluetooth-Funktionen in OS X: Eine Memory-Corruption-Sicherheitslücke macht sich bemerkbar, wenn Bluetooth-Geräte mit einem Apple-Rechner verbunden sind. Google hat den Fehler nach eigenen Angaben mit einer Apple-Bluetooth-Tastatur reproduzieren können. Google macht keine Angaben dazu, in welchen Versionen von OS X der Fehler auftritt.

Anders sieht es bei einem weiteren Sicherheitsloch aus, das in Intels Accelerator-Treiber steckt. Ein Angreifer kann sich darüber Root-Rechte auf dem System verschaffen und somit entsprechenden Zugriff auf ein fremdes System erlangen. Nach Angaben von Google wurden die Fehler in OS X 10.9.5 sowie in OS X 10.10 gefunden. Allerdings kann der Fehler in OS X 10.10 nur noch eingeschränkt ausgenutzt werden.

Noch keine Reaktion auf anderes OS-X-Sicherheitsloch

Vor wenigen Tagen hatte Google bereits eine andere Sicherheitslücke in OS X öffentlich gemacht. Von Apple gibt es dazu bisher keine Reaktion. Es ist also unklar, ob oder wann die Fehler mit einem Patch korrigiert werden.

Golem Akademie
  1. Microsoft 365 Security Workshop
    9.-11. Juni 2021, Online
  2. IT-Sicherheit für Webentwickler
    31. Mai - 1. Juni 2021, online
Weitere IT-Trainings

Zuvor hatte Google Sicherheitslücken in Windows öffentlich gemacht, worüber Microsoft sich verärgert zeigte. In drei Wochen waren es drei Windows-Sicherheitslücken, die durch Google bekannt wurden, bevor es einen Patch gab. Als die Details zur zweiten Sicherheitslücke veröffentlicht wurden, hatte Microsoft mit einem langen Blog-Beitrag dagegengehalten. Bei Google und Microsoft gibt es unterschiedliche Vorstellungen, wie mit gefundenen Sicherheitslücken umgegangen werden sollte.

Unterschiedliche Sicherheitspolitik

Google agiert im Rahmen von Project Zero nach der Richtlinie des Responsible Disclosure, wonach gefundene Sicherheitslücken innerhalb einer Frist geheim gehalten und dann veröffentlicht werden. Bei Google beträgt die Frist 90 Tage, danach werden alle Informationen dazu öffentlich gemacht.

Der Windows-Hersteller möchte hingegen, dass alle Firmen nach der Microsoft-Richtlinie Coordinated Vulnerability Disclosure handeln. Diese sieht vor, dass Sicherheitslücken generell erst dann öffentlich gemacht werden, wenn ein Patch zur Verfügung steht. Im Fall der zweiten Sicherheitslücke in Windows bat Microsoft Google, mit der Veröffentlichung der Sicherheitslücke zwei Tage zu warten, worauf Google jedoch nicht einging. Nach Aussage von Google gelten für alle Hersteller dieselben Regeln.

Offenes Sicherheitsloch im Flash-Player

Im aktuellen Flash-Player von Adobe steckt ein Sicherheitsloch, das aktiv ausgenutzt wird. In einem Security Advisory von Adobe weist der Hersteller darauf hin, dass der Fehler alle Windows-Systeme betrifft und rät zur Abschaltung des Flash Players. Die Fehler treten bei der Verwendung der Browser Internet Explorer und Firefox auf. Adobe will in der kommenden Woche einen Patch veröffentlichen, um den Fehler zu beseitigen.

Nachtrag vom 23. Januar 2015, 15:00 Uhr:

Der als Kafeine bekannte Virenforscher hat die Flash-Lücke ausführlich beschrieben. Sie lässt sich auch mit dem aktuellen Flash-Player 16.0.0.287 ausnutzen. Das Plugin sollte also unbedingt deaktiviert werden. Dafür spricht auch ein Blogeintrag von Trend Micro, wonach das Exploit-Kit Angler - das Kafeine ebenfalls erwähnt - die Lücke nutzt. Dem Antivirenhersteller zufolge war in den letzten Tagen eine stark erhöhte Aktivität der Angler-Server festzustellen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

AnDc 25. Jan 2015

Die Idee Sicherheitslücken zu sammeln, zuerst an die Hersteller weiterzuleiten und wenn...

spiderbit 24. Jan 2015

schau dir kodi an, kann das auch ab spielen... auch viele andere seiten, auch adult...

Netspy 24. Jan 2015

Natürlich ist es grob fahrlässig solche Sicherheitslücken ohne Ausnahmen zu...

Vanger 23. Jan 2015

Wer für Sicherheitslücken die gleichen Strukturen anwendet wie er das für nicht...

bernd71 23. Jan 2015

Da Apple ihn ausliefert schon. Apple kann natürlich Intel auffordern das zu korrigieren...


Folgen Sie uns
       


Resident Evil Village - Fazit

Im Video stelle Golem.de die Stärken und Schwächen des Horror-Abenteuers Resident Evil 8 Village vor.

Resident Evil Village - Fazit Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /