Project Zero: Google baut Internet-Sicherheitsteam auf
Jeder "sollte dazu in der Lage sein, das Web benutzen zu können, ohne sich davor fürchten zu müssen, dass kriminelle oder staatliche Akteure Software-Fehler ausnutzen, um Computer zu infizieren, Geheimnisse zu stehlen oder die Kommunikation zu überwachen" , schreibt Google in der Ankündigung zu Project Zero(öffnet im neuen Fenster) .
Das so benannte und mit ausreichend Personal versorgte Team solle nach Sicherheitslücken in Software suchen, erklärt Google. Denn Zero-Day-Attacken würden ausgenutzt, um Menschenrechtsaktivisten zu bespitzeln oder Industriespionage zu betreiben. Um das zu verhindern, könne mehr geschehen als bisher.
Mit dem Project Zero möchte Google einen Beitrag dazu leisten, "den Ball ins Rollen zu bringen" . Die Zahl der Menschen, die über diese Fehler angegriffen werden, solle signifikant reduziert werden. Dazu sollen die besten der praktisch arbeitenden Sicherheitsforscher eingestellt werden.
Transparente Arbeitsweise
Die Vorgehensweise zum Auffinden der Fehler soll sich an den Techniken und Motivationen von Angreifern orientieren. Wie bisher sollen die Fehler den jeweiligen Entwicklerteams gemeldet werden. Darüber hinaus soll die Forschung zur Ausnutzung von Lücken, der Abschwächung von Anwendungen und der eigentlichen Programmanalyse intensiviert werden.
Die Arbeit von Project Zero soll völlig transparent ablaufen. Dazu werden gefundene Lücken in Bugtrackers des eigens eingerichteten Google-Code-Projekts(öffnet im neuen Fenster) aufgelistet. Sobald ein Patch für den Fehler verfügbar ist, sollen Informationen dazu veröffentlicht werden. Google möchte außerdem die betroffenen Entwickler direkt informieren und gemeinsam an Patches arbeiten.
Noch sucht Google Mitarbeiter für Project Zero. Künftig wird Google in einem eigenen Blog(öffnet im neuen Fenster) über die Fortschritte berichten.
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