Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Project Zero: Elektroflugzeug mit Kipprotoren für Senkrechtstarts

Mit dem Project Zero hat Hubschrauberhersteller Agustawestland ein Einsitzer-Elektroflugzeug auf der Paris Air Show vorgestellt, das rein elektrisch angetrieben wird. In dem Nurflügler wurden zwei große, neigbare Mantelpropeller untergebracht.
/ Andreas Donath
15 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Project Zero (Bild: Agustawestland)
Project Zero Bild: Agustawestland

Der Einsitzer Project Zero ist ein Elektroflugzeug mit Akkus, das allein durch die beiden Rotoren angetrieben wird, die in der Flügelfläche untergebracht sind. Die beiden Propeller sind in ein zylindrisches Gehäuse eingebaut, das verstellbar ist und so den Vertikal- und Horizontalflug ermöglicht.

Beim Start ähnelt der Project Zero einem Helikopter und beim Geradeausflug einem Flugzeug. Ein ähnliches Prinzip, wenngleich auch mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren, hatte der Flugzeughersteller Bell Aircraft 1966 mit dem Experimentalflugzeug X-22(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt. Das Konzept scheiterte unter anderem an seiner anfälligen Hydraulik und der zu niedrigen Höchstgeschwindigkeit. Mit beiden Flugzeugen sind senkrechte Starts und Landungen(öffnet im neuen Fenster) möglich.

Hubschrauberhersteller Agustawestland wollte mit der Entwicklung des Project Zero einen rein elektrischen Antrieb realisieren, die Rotorblattverstellung verfeinern, die 18-mal pro Sekunde verändert wird, und ein Kipprotorflugzeug(öffnet im neuen Fenster) entwickeln, das vollkommen ohne Hydraulik auskommt.

Selbst das einziehbare Fahrwerk wird durch elektromechanische Aktoren und Aktuatoren betätigt. Auch die Neigung der Rotoren und die Verstellung ihrer einzelnen Blätter und das kombinierte Quer- und Höhenruder werden elektrisch kontrolliert. Neben dem elektrischen Antrieb wurde auch ein Hybridantrieb aus Dieselmotor und Elektromotor entwickelt.

Wie lange und wie schnell das Project Zero fliegt, das Agustawestland auf der Paris Air Show 2013 in Le Bourget ausstellt, teilte der Hersteller nicht mit.

Das Flugzeug wurde unter anderem mit kohlenfaserverstärkten Kunststoffen gebaut und soll sehr leicht sein. Eine genaue Gewichtsangabe machte Agustawestland nicht. Die Entwicklungs-, Erprobungs- und Bauzeit soll nur ein Jahr betragen haben.

Der Website Cnet.com sagte Projektmanager Jianye Zhang, dass es sich beim Project Zero um einen Technologieträger handele, mit dem neue Antriebstechniken ausprobiert und gezeigt werden könnten.


Relevante Themen