Project Xcloud: Microsoft testet Spielestreaming ab Oktober 2019

Mit der Kampagne und dem Horde-Modus von Gears 5 sowie mit drei weiteren Spielen testet Microsoft ab Oktober 2019 sein Spielestreaming Xcloud. Damit kommt der Konzern dem Konkurrenzangebot Google Stadia immerhin etwas zuvor.

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Spielestreaming auf einem Smartphone im Rahmen der E3 2019
Spielestreaming auf einem Smartphone im Rahmen der E3 2019 (Bild: Microsoft)

Microsoft will ab Oktober 2019 einen öffentlichen Test seines Spielestreamings starten. Es gibt aber Einschränkungen: Zum einen können vorerst nur Teilnehmer in den USA, in Großbritannien und in Südkorea teilnehmen. Erst zu einem späteren Zeitpunkt sollen Interessierte aus anderen Ländern mitmachen können.

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Zum anderen müssen die Spieler ein mobiles Endgerät mit Android verwenden - eine App für iOS wird es vorerst nicht geben. Zur Steuerung ist ausdrücklich ein Xbox-One-Controller nötig, der per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt werden kann.

Wenn man Google Stadia und eben Project Xcloud als die Speerspitze einer neuen Generation von Spielestreaming versteht, wird das Vorhaben von Microsoft erstmals Auskunft geben, wie gut das Ganze beim aktuellen Stand der Technik funktioniert.

Der wichtigste Konkurrent, Stadia von Google, hat sein System auf Messen und Tagungen mit sehr schnellen Actionspielen wie einer Vorabversion von Doom Eternal demonstriert. Die lief so gut, dass sie praktisch nicht von lokal ausgeführten Versionen zu unterscheiden war.

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Allerdings sagt das wenig darüber aus, wie Spielestreaming bei weniger idealen Internetverbindungen im Alltag funktioniert. Das wird nun der Test von Project Xcloud zeigen. Teilnehmer können auf ihrem Smartphone nicht nur über WLAN, sondern auch mit Mobilfunk spielen.

Immerhin sind Games im Angebot, bei denen Ruckler oder Kompressionsartefakte schnell auffallen: die Kampagne und der Horde-Modus von Gears 5 sowie Halo 5 Guardians, Sea of Thieves und das Prügelspiel Killer Instinct. Interessierte müssen sich auf einer derzeit von Deutschland aus nicht direkt erreichbaren Webseite anmelden und werden dann ausgewählt. Den Zugriff auf die Spiele erhalten sie über Xbox Live. Damit soll auch der Abgleich von Freundeslisten und von Savegames ausprobiert werden.

Wie es mit Project Xcloud weitergeht, ist unklar. Google ist mit Stadia schon ein paar Schritte weiter: Im November 2019 soll der Dienst an den Start gehen, allerdings nur in einer kostenpflichtigen Early-Adopters-Version. 2020 soll es auch kostenfreie Zugänge geben. Der Zugang zu den Spielen muss bei Stadia wie in einem Onlineshop gekauft werden.

Xcloud verwendet für das Spielestreaming spezielle Blades, in denen zum Teil die gleichen Komponenten wie in einer Xbox verbaut sind. Dadurch können für die Xbox entwickelte Spiele ohne Veränderungen auf den Servern laufen und gestreamt werden. Später soll es auch möglich sein, Inhalte von der heimischen Xbox auf sein Smartphone zu übertragen.

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