Project Titan: Apple übernimmt Tesla-Entwicklungsleiter

Apple hat angeblich einen wichtigen Tesla-Mitarbeiter abgeworben. Chris Porritt war Teslas Vice President of Vehicle Engineering und zuvor bei Aston Martin beschäftigt. Bei seinem neuen Arbeitgeber könnte er sich um das Projekt Titan kümmern - Apples geheimnisvolles Autoprogramm.

Artikel veröffentlicht am ,
Chris Porritt bei Tesla
Chris Porritt bei Tesla (Bild: Tesla/Youtube/Screenshot: Golem.de)

Der Autoingenieur Chris Porritt soll nach Informationen des Automagazins Electrek und der Schwesterpublikation 9to5Mac zu Apple gewechselt sein. Vor einigen Monaten arbeitete der Ingenieur und Manager noch bei Tesla Motors und soll dort unter anderem an den Plattformen des Model S und des SUVs Model X sowie am Chassis des Model 3 gearbeitet haben.

In einem Interview mit dem Handelsblatt sagte Tesla-Chef Elon Musk vor einiger Zeit, dass Apple die Mitarbeiter anstelle, die bei Tesla gescheitert seien. Musk sagte zu den Übernahmen von Tesla-Mitarbeitern durch Apple: "Apple hat keine wichtigen Ingenieure abgeworben. Sie haben Ingenieure eingestellt, die wir gefeuert haben." Apple sei der Tesla-Friedhof. "Wenn du es bei Tesla nicht schaffst, arbeitest du bei Apple." Diese Äußerung war vielleicht etwas unbedacht, denn mit Porritt verlor Tesla keinen unwichtigen Ingenieur. Er soll laut Electrek eng mit Tesla-Chef Elon Musk zusammengearbeitet haben.

Mitarbeit an Special Projects

Was Porritt bei Apple genau machen wird, ist nicht bekannt. Er sei im Bereich "Special Projects" tätig, was keine Rückschlüsse auf ein Tätigkeitsfeld zulässt. Steve Zadesky, der bisher Apples Projekt Titan (Apple Car) geleitet haben soll, verließ Apple vor kurzem. Ob Porritt sein Nachfolger sein wird, ist nicht bekannt. Tesla Motors bestätigte The Verge, dass Porritt das Unternehmen vor einigen Monaten verlassen habe. Das deckt sich mit dem Bericht von Electrek, demzufolge der Ingenieur erst einige Zeit verstreichen ließ, um dann bei Apple anzufangen. Apple äußerte sich zu der Personalie nicht.

Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung soll zumindest ein Teil der Forschung an dem Fahrzeug in Berlin erfolgen. Das Apple-Auto solle im Rahmen von Carsharing-Modellen angeboten werden, berichtet die FAZ. Das könnte viele Menschen dazu bringen, das Fahrzeug auszuprobieren. So fallen dann auch die Anschaffungskosten nicht ins Gewicht.

Über das Projekt mit dem Codenamen Titan wird seit Jahresanfang 2015 in der Presse berichtet.

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