Abo
  • IT-Karriere:

Project Tango: Googles Smartphones sollen lernen, die Welt in 3D zu sehen

Mit dem Verkauf von Motorola hat Google nicht alle Handyentwicklungen abgegeben - denn das "Project Tango" wird fortgeführt. Dahinter verbirgt sich ein 3D-System, das Handys wie autonome Autos sehen lehrt. Nun sucht der US-Konzern Entwickler dafür.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Tango-Smartphone kann in 3D sehen.
Das Tango-Smartphone kann in 3D sehen. (Bild: Google/Screenshot: Golem.de)

Google Glass und Street View, zwei umstrittene Projekte des Onlinekonzerns, waren nur ein sehr kleiner Anfang - diesen Eindruck könnte man anhand der neuen PR-Videos von Google bekommen. Das Unternehmen stellt darin den Prototyp eines Smartphones vor, das die Welt sehen kann. Und zwar nicht nur in Form von Fotos und Videos, sondern in 3D-Modellen. Das Gerät kennt also Ort, Ausrichtung und Größe von Objekten.

Stellenmarkt
  1. Amprion GmbH, Pulheim-Brauweiler
  2. BWI GmbH, Bonn, Meckenheim, Rheinbach, Köln, Koblenz

Beim Herumtragen in einem Wohnzimmer oder einem Treppenhaus - für beides zeigt Google Modelle - erfassen die zahlreichen Sensoren die Umgebung in Echtzeit. Die Bilder ähneln sehr den Darstellungen, welche die Systeme von autonom fahrenden Roboterautos erzeugen.

Auf der Rückseite des Telefons sitzen dafür eine 4-Megapixel-Kamera für die Bildaufnahme, eine zusätzliche für Bewegungserkennung und ein weiterer Sensor, der die Tiefe des Raums erkennen kann. Dazu kommen noch Lagesensoren, wie man sie von Smartphones und Tablets schon kennt. Insgesamt soll das System 250.000 Messungen pro Sekunde durchführen können.

Diese Datenmenge wird von spezialisierten Bildverarbeitungsprozessoren namens "Myriad 1" verarbeitet. Gleich zwei davon sind in dem Handy-Prototyp verbaut. Solche Spezialchips, die auch in anderen sehenden Geräten zum Einsatz kommen, können die Daten von vielen Sensoren parallel kombinieren und daraus ein 3D-Modell der Umgebung erzeugen.

Nutzen soll das alles, wie das Unternehmen unter anderem bei Google+ schreibt, um sich beispielsweise in einem fremden Gebäude zu orientieren. Ob dabei die von anderen Benutzern auf Googles Servern gespeicherten Daten einbezogen werden, sagt das Unternehmen nicht - das ist aber mehr als wahrscheinlich. Immerhin hatte sich der Konzern auch mit Street View schon eine vollständige Erfassung aller Großstädte der Welt vorgenommen.

Entwickelt wurde der Prototyp von der Abteilung "Advanced Technology and Projects" (ATAP), die Google nach dem Verkauf von Motorola an Lenovo behalten hatte. Dabei wirkten zahlreiche andere Hard- und Softwareunternehmen sowie Forschungseinrichtungen mit.

200 der Smartphones mit 3D-Scannern will Google nun unabhängigen Entwicklern zur Verfügung stellen. Wie schon bei Glass muss man sich dafür bewerben und konkrete Vorschläge vorbringen. Ob die Geräte dann, wie bei Glass, auch bezahlt werden müssen, geht aus Googles Projektseite nicht hervor. Bis zum 14. März 2014 sollen alle Geräte vergeben werden.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Sandisk 512-GB-SSD für 55,00€, WD Elements Exclusive Edition 2 TB für 59,00€ und Abend...
  2. 31,99€
  3. 139,00€ (Bestpreis!)

Ach 22. Feb 2014

Ja, wow, so war der Gedanke. Jetzt frage ich mich, wo die Berechnung stattgefunden hat...

y.m.m.d. 21. Feb 2014

Hoppla, ja ich wurde während des lesen des Artikels von unwichtiger Arbeit abgelenkt und...


Folgen Sie uns
       


Fairphone 3 - Fazit

Behebt das Fairphone 3 die Mängel der Vorgänger? Wir haben es getestet.

Fairphone 3 - Fazit Video aufrufen
Recruiting: Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird
Recruiting
Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird

Gerade im IT-Bereich können Unternehmen sehr schnell wachsen. Dabei können der Fachkräftemangel und das schnelle Onboarding von neuen Mitarbeitern zum Problem werden. Wir haben uns bei kleinen Startups und Großkonzernen umgehört, wie sie in so einer Situation mit den Herausforderungen umgehen.
Von Robert Meyer

  1. Recruiting Alle Einstellungsprozesse sind fehlerhaft
  2. LoL Was ein E-Sport-Trainer können muss
  3. IT-Arbeit Was fürs Auge

Garmin Fenix 6 im Test: Laufzeitmonster mit Sonne im Herzen
Garmin Fenix 6 im Test
Laufzeitmonster mit Sonne im Herzen

Bis zu 24 Tage Akkulaufzeit, im Spezialmodus sogar bis zu 120 Tage: Garmin setzt bei seiner Sport- und Smartwatchserie Fenix 6 konsequent auf Akku-Ausdauer. Beim Ausprobieren haben uns neben einem System zur Stromgewinnung auch neue Energiesparoptionen interessiert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Fenix 6 Garmins Premium-Wearable hat ein Pairing-Problem
  2. Wearable Garmin Fenix 6 bekommt Solarstrom

Surface Hub 2S angesehen: Das Surface Hub, das auch in kleine Meeting-Räume passt
Surface Hub 2S angesehen
Das Surface Hub, das auch in kleine Meeting-Räume passt

Ifa 2019 Präsentationen teilen, Tabellen bearbeiten oder gemeinsam auf dem Whiteboard skizzieren: Das Surface Hub 2S ist eine sichtbare Weiterentwicklung des doch recht klobigen Vorgängers. Und Microsofts Pläne sind noch ambitionierter.
Ein Hands on von Oliver Nickel

  1. Microsoft Nutzer berichten von defektem WLAN nach Surface-Update
  2. Surface Microsofts Dual-Screen-Gerät hat zwei 9-Zoll-Bildschirme
  3. Centaurus Microsoft zeigt intern ein Surface-Gerät mit zwei Displays

    •  /