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Project Stargate zu klein: OpenAI-CEO Altman will wöchentlich 1 GW KI-Leistung bauen

Für Project Stargate wurden neue Standorte benannt, Sam Altman denkt bereits größer. Und ein Beratungsunternehmen zweifelt, ob KI jemals profitabel wird.
/ Johannes Hiltscher
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In Oracles Rechenzentrum in Abilene, Texas, rechnen bereits die ersten GB200 für OpenAI. (Bild: OpenAI)
In Oracles Rechenzentrum in Abilene, Texas, rechnen bereits die ersten GB200 für OpenAI. Bild: OpenAI

Project Stargate halten vermutlich die meisten mit geplanten Investitionen von 500 Milliarden US-Dollar und 10 GW Leistungsaufnahme bereits für gigantisch. OpenAIs CEO Sam Altman ist aber auch das noch nicht genug, seine neue, in einem Blogpost(öffnet im neuen Fenster) formulierte Vision: ein wöchentlicher Zubau von 1 GW KI-Rechenleistung.

Dafür sollen neue Fabriken und Fertigungsprozesse entwickelt werden. Wie all das finanziert werden soll, will Altman in nächster Zeit verraten. Einen möglichen Ansatz beschreibt die Financial Times(öffnet im neuen Fenster): Anstatt die enorm teure Nvidia-Hardware zu kaufen, wolle OpenAI sie künftig leasen. Angesichts jährlich neuer Beschleuniger klingt das nach einer guten Idee, Nvidia könnte die Hardware anschließend etwa an Cloudbetreiber oder Hochleistungsrechenzentren weiterverkaufen.

Doch angesichts der enormen Ausgaben mehren sich die kritischen Stimmen: So warnt das Beratungsunternehmen Bain & Company(öffnet im neuen Fenster), geplanten Investitionen könnten unzureichende Umsätze gegenüberstehen. Um den erwarteten Wachstumskurs beibehalten zu können und Investoren die erwarteten Gewinne zu ermöglichen, müssten KI-Anbieter 2030 einen jährlichen Umsatz von zwei Billionen US-Dollar erreichen. Das sei aber nicht absehbar, vielmehr rechnen Bains Analysten mit einer Lücke von 800 Milliarden US-Dollar.

Daneben sehen die Analysten noch ganz profane Probleme: Da der erwartete Bedarf an KI-Rechenleistung schneller steige als die Rechenleistung der Hardware von Generation zu Generation, müsse notwendigerweise viel mehr Hardware produziert und installiert werden. Das könne zu Kapazitätsproblemen bei Halbleiterherstellern, steigenden Preisen und insbesondere Problemen bei der Stromversorgung führen.

Neue Stargate-Standorte bekanntgegeben

Während der CEO bereits von der nächsten Stufe träumt, kommt Project Stargate ganz real voran: OpenAI unterschrieb Verträge mit Softbank und Oracle über den Bau fünf neuer Rechenzentren(öffnet im neuen Fenster). Für vier sind bereits Standorte bekannt, sie sollen in Lordstown, Ohio, Milam Counts und Shackelford, beide Texas, sowie Doña Ana County, New Mexico, gebaut werden. Für das fünfte wird noch ein Standort im mittleren Westen der USA gesucht.

Im ersten Rechenzentrum, welches Oracle für OpenAI in Abilene, Texas, baut, laufen derweil bereits die ersten GB200-Racks.


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