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Project Phoenix: Millionen-Kickstarter soll nach 18 Jahren fertig werden

Mehr als eine Million US-Dollar hat Project Phoenix im Jahr 2013 eingesammelt. Nach sieben Jahren Funkstille gibt es nun einen neuen Zeitplan.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Project Phoenix (Bild: CIA Inc.)
Artwork von Project Phoenix Bild: CIA Inc.

Als Project Phoenix im Jahr 2013 auf Kickstarter(öffnet im neuen Fenster) startete, schien alles angerichtet für den nächsten großen Crowdfunding-Erfolg. Das japanische Rollenspiel mit Strategie-Elementen versprach taktische Echtzeitkämpfe, den Aufbau einer eigenen Festung und eine große Fantasy-Geschichte.

Die Handlung spielt in der Fantasy-Welt Azuregard, die von Dämonen bedroht wird. Spieler übernehmen die Rolle eines Helden, der eine Gruppe unterschiedlicher Begleiter anführt, neue Verbündete rekrutiert und den Widerstand gegen die Invasoren organisiert.

Zusätzlich warb das Projekt mit bekannten Namen aus der Branche, darunter Entwickler und Komponisten, die zuvor an Serien wie Final Fantasy, Diablo, Halo, Lunar oder The Elder Scrolls gearbeitet hatten. 15.802 Unterstützer finanzierten das Spiel mit mehr als 1,01 Millionen US-Dollar. Ursprünglich sollte es 2015 erscheinen.

Nun haben die Verantwortlichen erstmals seit sieben Jahren wieder ein offizielles Update veröffentlicht und ein neues Ziel genannt: Die Entwicklung soll Ende 2031 abgeschlossen werden. Erst danach soll ein Veröffentlichungstermin folgen.

Damit würde Project Phoenix auf eine Entwicklungszeit von rund 18 Jahren kommen – gerechnet vom erfolgreichen Kickstarter bis zur geplanten Fertigstellung. Dass Spiele verschoben werden, gehört inzwischen fast zum Alltag der Branche.

Fertigstellung wird angeblich selbst finanziert

Dass nach sieben Jahren völliger Funkstille zunächst nur ein weiterer Zeitplan präsentiert wird, ist dagegen selbst für Kickstarter-Verhältnisse bemerkenswert.

Projektleiter Hiroaki Yura übernimmt im neuen Update die Verantwortung für das Scheitern der ursprünglichen Planung. Er räumt ein, seine Fähigkeiten als Leiter eines Spieleprojekts überschätzt zu haben und damals ohne ausreichende Erfahrung an die Entwicklung herangegangen zu sein.

Nach eigenen Angaben will das Team die Fertigstellung inzwischen weitgehend aus eigenen Mitteln finanzieren, statt weiteres Geld von Unterstützern einzusammeln.

Project Phoenix galt einst als eines der prominentesten Kickstarter-Projekte der frühen Crowdfunding-Welle. Mit jeder ausgebliebenen Veröffentlichung und immer längeren Pausen zwischen den Statusmeldungen schwand jedoch das Vertrauen vieler Unterstützer. 2019 verstummte das Projekt schließlich komplett – bis jetzt.


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