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Mercedes AMG Project One: Kleinserie von 275 Fahrzeugen geplant
Mercedes AMG Project One: Kleinserie von 275 Fahrzeugen geplant (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Project One: Mercedes bringt ein Formel-1-Triebwerk auf die Straße

Mercedes AMG Project One: Kleinserie von 275 Fahrzeugen geplant
Mercedes AMG Project One: Kleinserie von 275 Fahrzeugen geplant (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Der Hybridantrieb von Mercedes gilt als der stärkste in der Formel 1. Jetzt gibt es auch ein Serienauto mit diesem Antrieb: den Supersportwagen Project One, den Mercedes auf der IAA 2017 vorgestellt hat.

Die Formel 1 auf der Straße: Mercedes AMG zeigt auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt am Main einen Hybrid-Supersportwagen mit dem Antrieb der Boliden von Lewis Hamilton und Valtteri Bottas.

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An der Hinterachse hat der Project One den Hybridantriebsstrang, mit dem Mercedes in Folge drei Weltmeisterschaften gewonnen hat. "Das ist das erste Mal, dass wir Formel-1-Technik in einem Straßenfahrzeug haben", sagt Martin Wilding von Mercedes AMG High Performance Powertrains im Gespräch mit Golem.de. Er ist verantwortlich für den Antriebsstrang des Project One.

Ein Verbrennungsmotor und zwei Elektromotoren

Der Motor ist sehr klein: Er hat nur sechs Zylinder und einen Hubraum von 1,6 Litern. Ergänzt wird der Verbrennungsmotor durch die MGU-K (Motor Generator Unit Kinetic - Motor-Generator-Einheit, kinetisch) und die MGU-H (H steht für Heat, Wärme). Erstere wandelt beim Bremsen kinetische Energie in elektrische und lädt damit den Lithium-Ionen-Akku, der aber eine größere Kapazität hat als der des Rennwagens. Die MGU-H ist mit dem Turbo gekoppelt und verhindert das Turboloch, das beim konventionellen Turbo auftritt: fehlende Leistung im unteren Drehzahlbereich der Turbine, wenn die Abgase noch nicht genug Druck erzeugen.

  • Der Hybrid-Supersportwagen Project One von Mercedes AMG (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto hat den Antriebsstrang aus der Formel 1 ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... mit einem Vebrennungsmotor und zwei Elektroeinheiten. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Zusätzlich hat das Auto noch zwei Elektromotoren an der Vorderachse für rein elektrisches Fahren. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Es sei das erste Mal, dass ein Formel-1-Antrieb auf die Straße komme, sagte ein Mercedes-AMG-Mitarbeiter. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto kommt 2019 in einer Kleinserie  auf den Markt ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... und wird gut 2,5 Millionen Euro kosten. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Daimler-Chef Dieter Zetsche und Lewis Hamilton stellten das Auto vor. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Der Hybrid-Supersportwagen Project One von Mercedes AMG (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Der Motor hat eine Leistung von etwa 500 Kilowatt. Zusätzlich hat der Project One noch zwei Elektromotoren, die an der Vorderachse sitzen. Sie haben zusammen noch einmal eine Leistung von 240 Kilowatt. Dadurch ergäben sich viele Möglichkeiten, mit den verschiedenen Fahrmodi zu spielen, sagt Wilding.

Das Auto hat einen Rennmodus

Es gebe einen Rennmodus, der in etwa der Fahrzeugeinstellung des Formel-1-Autos in der Qualifikation entspreche. Dabei geht es darum, auf einer Runde alle Leistung aus dem Auto herauszuholen. "Wir können aber auch in einem sehr effizienten Modus fahren", sagt Wilding. Das Auto könne aber auch rein elektrisch fahren. Dann habe es eine Reichweite von gut 25 Kilometern. Oder der Fahrer wechsele munter zwischen den verschiedenen Antrieben.

Das Auto fährt über 350 Kilometer pro Stunde - so schnell wie auch Hamilton und Bottas. Doch es gehe gar nicht so sehr um die Geschwindigkeit, sagt Wilding. Schnell seien auch diverse Konkurrenten. "Bei diesem Auto geht es um den Ethos der Formel 1 und um Effizienz."

Die Formel 1 wird effizient

Das Projekt sei entstanden, als 2014 das neue Motorenreglement in Kraft trat, sagt Wilding. Der Weltautomobilverband Fédération Internationale de l'Automobile (FIA) hat vorgegeben, dass die Formel 1 Hybridantriebe einsetzt, die sehr effizient sind.

Es wurden die Benzinmenge und eine maximale Durchflussrate vorgegeben. Die Ingenieure mussten einen Motor konstruieren, der unter diesen Voraussetzungen die größtmögliche Leistung freisetzt. Das ist den Herstellern unterschiedlich gut gelungen - und Mercedes am besten. Es habe aber keinen Sinn, Renntechnologie um ihrer selbst willen zu entwickeln, sagt Wilding. "Es ist sehr gut, dass es in der Formel 1 die Herausforderung gibt, eine hohe Effizienz zu erzielen. Das ermöglicht es uns, diese Technik in normale Serienfahrzeuge zu bringen."

Mercedes will das Auto in einer Kleinserie bauen: 275 dieser Straßenboliden soll es geben. Diese Exklusivität hat ihren Preis, 2,275 Millionen Euro netto soll Project One kosten. Aber es sei "jeden Penny wert", beteuert der Entwickler. Dass es keine Interessenten geben könnte, muss der Hersteller wohl nicht befürchten. Die Nachfrage sei groß - es gebe viele, die Lewis Hamiltons Formel-1-Motor haben wollten. 2019 sollen die Autos ausgeliefert werden.


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Shaddix 14. Sep 2017

Also verglichen mit dem Koenigsegg Regera oder anderen Modellen der Marke ist der Motor...

Neuro-Chef 13. Sep 2017

Ich würde das eher so interpretieren, dass der nicht direkt dem Antrieb dient, sondern...

RicoBrassers 13. Sep 2017

Rennmotoren sind vermutlich effizienter als so ziemlich jeder aktuell erhältliche Serien...

Dwalinn 13. Sep 2017

Ich hoffe dann gibt es auch ein neues safety car, wäre doch passend.



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