Project Moonshot: HP startet mit Atoms und nicht mit ARM-Prozessoren

Etwas mehr als 1.000 Euro verlangt HP im 45er Pack für seine neuen Moonshot-Servermodule. Das soll sich aber lohnen, da die Server Strom- und Platzkosten sparen. Das Project-Moonshot-Design ist flexibel und verschiedene Module sollen noch in diesem Jahr folgen.

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Die erste Generation der Moonshot-Module wird ausgeliefert.
Die erste Generation der Moonshot-Module wird ausgeliefert. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Hewlett-Packard hat die weltweite Verfügbarkeit von Project Moonshot angekündigt. In der ersten Phase wird Project Moonshot aus einem stromsparenden 4,3-HE-Rackgehäuse bestehen, das HP Moonshot 1500 nennt. In absoluten Zahlen nimmt das System dennoch über 650 Watt auf, wie aus dem technischen Datenblatt hervorgeht. In dem System befinden sich 45 Module, die gewissermaßen Blades ähneln, nur kleiner sind, mit jeweils einem Atom S1200 alias Centerton mit zwei Kernen, Arbeitsspeicher und einer 2,5-Zoll-Festplatte. Die Module können im Schadensfall im laufenden Betrieb ausgetauscht werden, sind also Hotplug-fähig.

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Es handelt sich dabei um die erste Generation dieser Module, verschiedene andere Module sind bei HP in Planung. ARM-basierte Module wird es nicht zum Start geben. Angefangen hat Moonshot mit 288 ARM-CPUs in so einem Rackgerät.

  • Eines der kleinen Servermodule mit einem Atom S1200 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Auf der Rückseite ist das SO-Dimm zu sehen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Insgesamt werden 45 dieser Module in eine Rack-Einheit gesteckt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • 4,3 Höheneinheiten werden im Serverschrank benötigt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • In der Mitte ist das Managment-Modul samt Integrated-Lights-Out-Anschluss zur Fernwartung des Servers, ohne das Betriebssystem bemühen zu müssen.(Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Moonshot 1500 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Moonshot 1500 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die einzelnen Module (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Netzwerkmodul für die Außenanbindung (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Hotplug-Lüfter (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ohne Hilfe nicht zu tragen (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Moonshot-Modul ohne Festplatte (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Moonshot-Modul (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Eines der Infrastrukturmodule (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • HPs Modul mit vier Intel-SoCs (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • DSP-Modul von Texas Instruments. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • DSP-Modul von Texas Instruments. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Eines der kleinen Servermodule mit einem Atom S1200 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)

Der nächste Schritt sind vier Intel-CPUs mit Arbeitsspeicher in einem Modul. Laut HP wird es von ausgewählten Kunden bereits verwendet. Eingesetzt wird dann noch dieses Jahr Intels Avoton. Der bietet acht Kerne und steigert dadurch noch einmal die Rechenleistung je Prozessor und damit auch je Modul.

Die Module soll es in weiteren flexiblen Designs geben. Teils werden diese auch auf Kundenwunsch hergestellt, vorausgesetzt, die Abnahmemenge stimmt. Beispielsweise könnten zwei CPUs und darüber eine Festplatte eingesetzt werden. Auch reine Speichermodule mit Festplatten oder Flashspeicher sind vorgesehen. Es ist zudem möglich, den Schwerpunkt in einem Modul auf Arbeitsspeicher zu legen. Außerdem wurde ein Modul mit acht DSPs von Texas Instruments gezeigt. HP gewährte außerdem einen Blick auf ein Modul mit einem leistungsfähigeren Prozessor, ohne allerdings Details zu nennen. Bis diese Module so weit sind, wird es jedoch noch eine Weile dauern. Mit Partnern werden weitere Modulvarianten entwickelt, etwa mit AMD-Prozessoren. Teils geschieht dies mit viel und teils mit wenig Kontrolle durch HP. Ein offener Standard ist Moonshot damit aber erst einmal nicht. HP denkt jedoch darüber nach.

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Eine Mischbestückung ist technisch zwar möglich, aber nicht vorgesehen. Laut HP ist der Testaufwand für solche Szenarien zu hoch. Wenn ein Kunde dies allerdings explizit wünscht und entsprechende Mengen abnimmt, würde HP dies dennoch machen.

Die innere Ausstattung ist größtenteils ähnlich der anderer Servertypen. Es gibt zwei Switch-Module in dem Server: A- und B-Switches (Stackable), von denen es in Zukunft noch einige weitere Varianten geben soll. Diese werden jeweils mit einem Netzwerk-Uplink-Modul für die Außenanbindung verbunden. Laut HP sind alle Module hot-pluggable, nicht nur die Server.

HP will mit Moonshot seine Proliant-Systeme ergänzen, nicht jedoch ersetzen. Eine Datenbank soll beispielsweise besser auf dem Server mit dem alten Konzept arbeiten. Als Anwendungsgebiet sieht HP unter anderem Webhosting. Die eigene Webseite kann HP eigenen Tests zufolge mit Moonshot betreiben und muss dafür mit einer Leistungsaufnahme von etwas über 700 Watt rechnen. Vor allem statische Webseiten soll Moonshot energiesparend ausliefern können. Aber auch für Hoster soll das System interessant sein. Statt einer teuren Pizzabox (1-HE-Server), die möglicherweise nichts zu tun hat, bekommt der Kunde eines Hosters einen kleinen dedizierten Server. Weitere Anwendungsgebiete sind für die Zukunft geplant und teils von den verfügbaren Modulen abhängig.

Moonshot 1500 fängt mit 45 Servern und einem Switch bei einem Preis von 50.000 Euro an. Kleinere Pakete wird es nicht geben. Wer nicht 45 Server braucht, soll lieber einen kleinen Server der ML- oder DL-Reihe kaufen. Käuflich erwerben können Interessenten die Server im April 2013 zunächst nur in den USA und Kanada. Im Mai folgt dann der Verkauf in Europa.

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Lalalalala 09. Apr 2013

Vielen Dank für die Antworten. Hat mir weiter geholfen.

zacha 09. Apr 2013

Das hat ueberhaupt nichts mit backup zu tun. Der Einwand ist voellig berechtigt. Blade...



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