Project McQueen: Apple hat Probleme mit eigenen Rechenzentren und Servern

Project McQueen ist Apples Versuch, komplett eigene Rechenzentren mit neuer Software und Hardware zu entwickeln. Ein Versuch mit SDN-Software soll gescheitert sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Apple Store in Sydney
Apple Store in Sydney (Bild: David Gray/Reuters)

Apples Project McQueen für eigene Rechenzentren, Hardware und Software stößt auf Probleme. Das berichtet The Information unter Berufung auf eine ungenannte Quelle.

Stellenmarkt
  1. Junior BI Data Scientist (m/f/d)
    DMG MORI Management GmbH, Bielefeld
  2. Specialist Business Intelligence & Reporting (m/w/d)
    ALDI SÜD Dienstleistungs-SE & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr
Detailsuche

Apple habe Software von dem SDN-Startup Cumulus Networks gekauft, die Skalierbarkeit habe jedoch nicht ausgereicht. Die Hardware von Cisco Systems und Hewlett-Packard Enterprise (HPE) sei den Anforderungen ebenfalls nicht gewachsen gewesen, der Versuch sei beendet worden. Apple entwickele daher eigene Speichersystemen und Software.

Bei Software Defined Networks (SDN) liegt die Steuerung des Netzwerks in einem zentralen Controller, der Instruktionen an Router, Switches, virtuelle Switches und Access Points verteilt. Diese Netzwerkvirtualisierung soll große Vorteile bieten, denn Netzwerke sollen sich damit ähnlich betreiben lassen wie virtuelle Server, so dass Applikationen mobiler im Netzwerk wandern können und die Auslastung der Netzwerke erhöht wird.

Wie Venturebeat berichtet, arbeitet Apple im Rahmen des Project McQueen an neuen eigenen Rechenzentren und neuartiger Infrastruktur. Der US-Konzern habe Grundstücke in China und der Sonderverwaltungszone Hongkong gekauft, um dort Rechenzentren zu errichten, so eine Quelle laut Venturebeat.

Golem Akademie
  1. Unreal Engine 4 Grundlagen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    28. Februar–2. März 2022, Virtuell
  2. PowerShell Praxisworkshop: virtueller Vier-Tage-Workshop
    21.–24. Februar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Apple sei nicht zufrieden mit den Ladezeiten von Fotos und Videos der iOS-Nutzer bei Amazon Web Services (AWS). Fast alle iTunes-Daten liegen bei Microsofts Azure.

Eine Milliarde US-Dollar für AWS

Die IT-Nachrichtenseite CRN hatte zuvor berichtet, dass Apple begonnen habe, Googles Cloud und IaaS-Plattform zu nutzen, um mit seiner iCloud und anderen Diensten weniger von Amazon Web Services abhängig zu sein. Die Analysten der US-Investmentbank Morgan Stanley hatten berechnet, dass Apple jährlich rund eine Milliarde US-Dollar für AWS ausgibt. Laut The Information ist der Deal zwischen Apple und Google ein Beleg dafür, dass das Vertrauen in den Erfolg von Project McQueen nicht mehr sehr groß sei.

Das Project McQueen begann laut Venturebeat mit einer Auseinandersetzung zwischen einem Microsoft- und einem Apple-Beschäftigten. Es sei darum gegangen, dass Azure künftig nicht in der Lage sei, die wachsenden Datenmengen von Apple zu bewältigen. Apple müsse erheblich mehr zahlen, um Microsofts Kosten für den Ausbau seiner Azure-Rechenzentren zu decken. Weil man sich nicht einigen konnte, begann Apple mit Project McQueen. Das Unternehmen gehe davon aus, die Kosten für den Ausbau eigener Rechenzentren in drei Jahren wieder eingenommen zu haben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bundesservice Telekommunikation
Schlecht getarnte Tarnorganisation praktisch enttarnt

Inzwischen ist offensichtlich, dass der Bundesservice Telekommunikation zum Bundesamt für Verfassungsschutz gehört.
Von Friedhelm Greis

Bundesservice Telekommunikation: Schlecht getarnte Tarnorganisation praktisch enttarnt
Artikel
  1. Digitalisierung: 500-Euro-Laptops für Lehrer leistungsfähig und gut nutzbar
    Digitalisierung
    500-Euro-Laptops für Lehrer "leistungsfähig und gut nutzbar"

    Das Land NRW hat seine Lehrkräfte mit Dienst-Laptops ausgestattet. Doch diese äußern deutliche Kritik und verwenden wohl weiter private Geräte.

  2. Volkswagen Payments: VW entlässt Mitarbeiter wohl wegen Cybersicherheits-Bedenken
    Volkswagen Payments
    VW entlässt Mitarbeiter wohl wegen Cybersicherheits-Bedenken

    Volkswagen entlässt einem Bericht nach einen Mitarbeiter, nachdem dieser Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit von Volkswagen Payments äußerte.

  3. Frequenzen: Bundesnetzagentur erfüllt Forderungen der Mobilfunkkonzerne
    Frequenzen
    Bundesnetzagentur erfüllt Forderungen der Mobilfunkkonzerne

    Jochen Homann könnte vor seinem Ruhestand noch einmal Vodafone, Deutsche Telekom und Telefónica erfreuen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3080 Ti 12GB 1.699€ • Intel i9-10900K 444,88€ • Huawei Curved Gaming-Monitor 27" 299€ • Hisense-TVs zu Bestpreisen (u. a. 55" OLED 739€) • RX 6900 1.449€ • MindStar (u.a. Intel i7-10700KF 279€) • 4 Blu-rays für 22€ • LG OLED (2021) 77 Zoll 120Hz 2.799€ [Werbung]
    •  /