Project McQueen: Apple hat Probleme mit eigenen Rechenzentren und Servern

Project McQueen ist Apples Versuch, komplett eigene Rechenzentren mit neuer Software und Hardware zu entwickeln. Ein Versuch mit SDN-Software soll gescheitert sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Apple Store in Sydney
Apple Store in Sydney (Bild: David Gray/Reuters)

Apples Project McQueen für eigene Rechenzentren, Hardware und Software stößt auf Probleme. Das berichtet The Information unter Berufung auf eine ungenannte Quelle.

Apple habe Software von dem SDN-Startup Cumulus Networks gekauft, die Skalierbarkeit habe jedoch nicht ausgereicht. Die Hardware von Cisco Systems und Hewlett-Packard Enterprise (HPE) sei den Anforderungen ebenfalls nicht gewachsen gewesen, der Versuch sei beendet worden. Apple entwickele daher eigene Speichersystemen und Software.

Bei Software Defined Networks (SDN) liegt die Steuerung des Netzwerks in einem zentralen Controller, der Instruktionen an Router, Switches, virtuelle Switches und Access Points verteilt. Diese Netzwerkvirtualisierung soll große Vorteile bieten, denn Netzwerke sollen sich damit ähnlich betreiben lassen wie virtuelle Server, so dass Applikationen mobiler im Netzwerk wandern können und die Auslastung der Netzwerke erhöht wird.

Wie Venturebeat berichtet, arbeitet Apple im Rahmen des Project McQueen an neuen eigenen Rechenzentren und neuartiger Infrastruktur. Der US-Konzern habe Grundstücke in China und der Sonderverwaltungszone Hongkong gekauft, um dort Rechenzentren zu errichten, so eine Quelle laut Venturebeat.

Apple sei nicht zufrieden mit den Ladezeiten von Fotos und Videos der iOS-Nutzer bei Amazon Web Services (AWS). Fast alle iTunes-Daten liegen bei Microsofts Azure.

Eine Milliarde US-Dollar für AWS

Die IT-Nachrichtenseite CRN hatte zuvor berichtet, dass Apple begonnen habe, Googles Cloud und IaaS-Plattform zu nutzen, um mit seiner iCloud und anderen Diensten weniger von Amazon Web Services abhängig zu sein. Die Analysten der US-Investmentbank Morgan Stanley hatten berechnet, dass Apple jährlich rund eine Milliarde US-Dollar für AWS ausgibt. Laut The Information ist der Deal zwischen Apple und Google ein Beleg dafür, dass das Vertrauen in den Erfolg von Project McQueen nicht mehr sehr groß sei.

Das Project McQueen begann laut Venturebeat mit einer Auseinandersetzung zwischen einem Microsoft- und einem Apple-Beschäftigten. Es sei darum gegangen, dass Azure künftig nicht in der Lage sei, die wachsenden Datenmengen von Apple zu bewältigen. Apple müsse erheblich mehr zahlen, um Microsofts Kosten für den Ausbau seiner Azure-Rechenzentren zu decken. Weil man sich nicht einigen konnte, begann Apple mit Project McQueen. Das Unternehmen gehe davon aus, die Kosten für den Ausbau eigener Rechenzentren in drei Jahren wieder eingenommen zu haben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Star Wars
Holiday Special jetzt in 4K mit 60 fps

Eine bessere Story bekommt der legendär schlechte Film dadurch leider nicht. Bis heute lieben ihn einige Fans aber vor allem wegen seiner Absurdität.

Star Wars: Holiday Special jetzt in 4K mit 60 fps
Artikel
  1. Lohn und Gehalt: OpenAI-Entwickler verdienen bis zu 800.000 US-Dollar im Jahr
    Lohn und Gehalt
    OpenAI-Entwickler verdienen bis zu 800.000 US-Dollar im Jahr

    Die Firma hinter Chat-GPT zahlt im Vergleich zu Unternehmen wie Nvidia besonders gut. Erfahrene Forscher und Entwickler auf dem Gebiet sind Mangelware.

  2. Software-Probleme: Elektrischer Chevy Blazer mit Verkaufsstopp belegt
    Software-Probleme
    Elektrischer Chevy Blazer mit Verkaufsstopp belegt

    Chevrolet hat einen Verkaufsstopp für sein neues Elektro-SUV Blazer verhängt, weil die Besitzer zahlreiche Softwareprobleme gemeldet haben.

  3. USA: Vertikale Agri-Photovoltaik lässt weiterhin Feldnutzung zu
    USA
    Vertikale Agri-Photovoltaik lässt weiterhin Feldnutzung zu

    Das US-Solarunternehmen iSun und der deutschen Agrivoltaik-Firma Next2Sun bauen in den USA eine Solaranlage mit vertikal aufgestellten Solarmodulen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Crucial P5 Plus 2 TB mit Kühlkörper 114,99€ • Crucial Pro 32 GB DDR5-5600 79,99€ • Logitech G915 TKL LIGHTSYNC RGB 125,11€ • Anthem PC 0,99€ • Wochenendknaller bei MediaMarkt • MindStar: Patriot Viper VENOM 64 GB DDR5-6000 159€, XFX RX 7900 XT Speedster MERC 310 Black 789€ [Werbung]
    •  /