Project Maven: Microsoft und Amazon übernahmen für Google Militärprojekt

Nach Protesten zog sich Google vom Project Maven zurück. Microsoft und Amazon entwickelten Systeme für die taktische Luftspionage weiter.

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Die RQ-4 Global Hawk (hier als MQ-4C-Navy-Version) ist eine der Drohnen, die für Luftspionage genutzt wird.
Die RQ-4 Global Hawk (hier als MQ-4C-Navy-Version) ist eine der Drohnen, die für Luftspionage genutzt wird. (Bild: Alex Evers/Flickr/CC-BY 2.0)

Nach Protesten der eigenen Belegschaft stellte Google im Jahr 2018 die Arbeit Project Maven ein. Dabei ging es um eine Kooperation mit dem US-Militär. Das Ziel: Bilderkennungssysteme für Drohnen und Satelliten zu entwickeln, die automatisiert strategische Ziele in Spionagebildern finden sollen.

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Das Projekt selbst scheint noch immer zu laufen. Statt Google waren später allerdings wohl Microsoft und Amazon darin verwickelt, zumindest indirekt. Die Kooperation mit dem US-Militär lief anscheinend bis Oktober 2020.

Es geht laut dem Forbes-Magazin um ein Auftragsvolumen von 50 Millionen US-Dollar. Die beiden Unternehmen haben jeweils einen eigenen Teil am Projekt erhalten. Gefunden wurden die Verträge wohl vom Google-KI-Forscher Jack Poulson. So soll Microsoft 30 Millionen US-Dollar erhalten haben, während Amazon 20 Millionen US-Dollar bekommen hat. Insgesamt ist das Budget um ein Vielfaches gestiegen. Die ursprüngliche Maven-Ausschreibung umfasste 15 Millionen US-Dollar.

Das Project Maven selbst wird nicht direkt in den Verträgen zwischen den Techkonzernen, dem Unternehmen ECS Federal und dem Pentagon erwähnt. Allerdings wird es wohl im Zusammenhang mit anderene Verträgen der ECS Federal beschrieben.

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Microsoft und Amazon können also eher indirekt mit Maven zusammengebracht werden. Beide Unternehmen sollen aber laut Poulson sehr ähnliche Techniken für das Militär entwickeln, wie sie vor den Google-Protesten im Project Maven definiert wurden. Schon damals stellten auch Microsoft und Amazon einen Teil der Ressourcen dafür bereit.

Es ging darum, Daten aus Bewegtbildern und nicht mehr aus Fotos zu extrahieren. Dieser Aufgabe sollte sich wohl vor allem Microsoft stellen. Es sollten Analysen von aufgenommenem WAMI-Videomaterial automatisiert werden - also den Aufnahmen von Drohnen oder Satelliten. Das würde dem US-Militär Personal und Zeit sparen.

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Amazon hingegen sollte die eigentliche Objekterkennung übernehmen, die per Machine Learning durchgeführt wird. Dabei ging es um das Unterscheiden von Gebäuden, Personen, Landschaftsmerkmalen und anderen strategisch wichtigen Informationen.

Es ist unklar, ob Microsoft und Amazon noch immer im Projekt involviert sind. Die Hinweise deuten erst einmal nur auf eine Kooperation bis 2020 hin.

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