Project Loon: Indonesien bekommt 2016 Ballon-Internet

Schnelles Internet im Dschungel: Zusammen mit drei lokalen Mobilfunkanbietern will der Internetkonzern Alphabet Menschen auf entlegenen Inseln Indonesiens Internetzugänge bieten. Die Daten kommen aus der Luft - von Ballons.

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Präsentation des Loon-Pilotprojekts: Nur jeder dritte Indonesier hat Zugang zum Internet.
Präsentation des Loon-Pilotprojekts: Nur jeder dritte Indonesier hat Zugang zum Internet. (Bild: Project Loon/Alphabet)

Loon legt los: 2016 startet der Internetkonzern Alphabet ein Pilotprojekt mit Ballon-Internet in Indonesien. Die Ballons sollen entlegene Inseln mit Internet versorgen. Das hat Alphabet-Chef Sergey Brin angekündigt.

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Bei dem Projekt kooperiert Alphabet mit den lokalen Mobilfunkanbietern Indosat, Telkomsel und XL Axiata. Indonesien besteht aus über 17.000 zum Teil sehr unzugänglichen Inseln. Das Land hat über 240 Millionen Einwohner - es ist gegenwärtig das Land mit der viertgrößten Einwohnerzahl. Nur jeder dritte Indonesier hat derzeit Zugang zum Internet. Das soll sich mit dem Pilotprojekt ändern. Ein ähnliches Projekt hat Alphabet vor wenigen Monaten in Sri Lanka gestartet.

Ballons leiten Daten weiter

Die Ballons sind schwebende WLAN-Hotspots, die Internet auf entlegene Inseln Indonesiens bringen sollen. Ruft ein Nutzer beispielsweise eine Website auf oder seine Mails ab, kommuniziert er mit einem der Ballons. Der wiederum leitet die Anfrage über andere Ballons zu einer Bodenstation weiter, die mit dem Internet verbunden ist. Die liefert dann die angefragten Daten über die Ballons an den Nutzer aus.

Ausgestattet sind die Ballons mit drei Funkempfangs- und -sendeanlagen, von denen zwei im Einsatz sind. Die dritte ist Reserve. Das Gebiet auf der Erde, das ein Ballon damit versorgen kann, hat einen Durchmesser von etwa 40 Kilometern. Die Übertragungsgeschwindigkeit liegt bei etwa 10 MBit pro Sekunde.

Der Wind ist der Antrieb

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Die Ballons schweben in einer Höhe von 20 Kilometern, wo die Windgeschwindigkeiten relativ moderat sind. Sie haben keinen eigenen Antrieb, sondern lassen sich von den Winden treiben. Dazu können sie steigen und sinken, um die richtigen Winde zu erwischen. Ein Bordcomputer und ein GPS übernehmen Steuerung und Navigation. Solarzellen versorgen die Ballons mit Energie.

Ein Ballon kann mehrere Monate in der Luft bleiben. Sie hätten schon Ballons gehabt, die 187 Tage geschwebt seien, sagte Mike Cassidy, Bereichsleiter bei Project Loon, der BBC. Anfangs hätten sie nur fünf bis zehn Tage durchgehalten. Das Einsatzgebiet wird vor allem auf der Südhalbkugel sein. Für eine komplette Verbindung rund um den Globus seien etwa 300 Ballons nötig. "Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr unseren ersten Ring um die Welt aufbauen können und dann eine dauerhafte Abdeckung für bestimmte Regionen haben."

Das Project Loon startete Alphabet - das damals noch Google hieß - im Jahr 2013. Seither haben die Ballons 17 Millionen Testkilometer absolviert. Bei den Tests sei es gelungen, Daten über 100 Kilometer von einem Ballon zu einem anderen zu übertragen, erklärt Alphabet auf der Loon-Seite im sozialen Netz Google+.

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1st1 29. Okt 2015

So schlecht ist die Lage in Bali und Java aber auch nicht... Habe schon einige Male auf...

bernhard... 29. Okt 2015

eventuell scheitert es am zusätzlichem Stromverbrauch der durch das dritte Gerät...



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